Fakara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Fakara
Landgemeinde Fakara (Niger)
Landgemeinde Fakara
Landgemeinde Fakara
Koordinaten 13° 8′ N, 2° 29′ O13.132.4830555555556Koordinaten: 13° 8′ N, 2° 29′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Boboye
Einwohner 19.077 (2012)

Fakara ist eine Landgemeinde im Departement Boboye in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Die Landgemeinde befindet sich am Übergang der Sahelzone zur Großlandschaft Sudan und liegt in der trockenen Ebene Fakara oberhalb des Flusses Niger, an den sie jedoch nicht direkt grenzt.[1] Die Nachbargemeinden sind Kouré im Norden, N’Gonga im Nordosten, Birni N’Gaouré im Südosten, Fabidji im Süden und Kirtachi im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 14 administrative Dörfer, vier traditionelle Dörfer und neun Weiler gegliedert.[2] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Kobodey (auch: Kobedey).[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Zarma-Siedlung Fakara konnte im 19. Jahrhundert eine relative Autonomie gegenüber der mächtigen Nachbarn Dosso und dessen Herrscher, dem Zarmakoye, bewahren.[4] Die Landgemeinde Fakara entstand 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem nordwestlichen Teil des Kantons Birni N’Gaouré/Boboye.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Fakara 11.796 Einwohner.[5] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 19.077.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Regenfeldbau betrieben wird.[7] Durch Fakara verläuft die Nationalstraße 1, die hier Teil der internationalen Fernstraße Dakar-N’Djamena-Highway ist. Im Hauptort Kobodey befindet sich ein kleines Krankenhaus, das vom deutschen Verein Fakara-Nigerhilfe Deutschland e. V. unterstützt wird.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 21.
  2. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  3. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 89.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  6. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.
  8. Unsere Hilfslieferungen. Website von Fakara-Nigerhilfe Deutschland e. V., abgerufen am 7. April 2012.