Faktendatenbank
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Eine Faktendatenbank zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass sie gemessene oder beobachtete Daten enthält, also die Primärdaten bzw. -informationen.
Im Gegensatz hierzu enthalten Referenzdatenbanken (etwa Literaturdatenbanken) nur Verweise auf die primären Information und Daten (Sekundärinformation). Faktendatenbanken enthalten aber oft auch Referenzen, in denen die Quelle der Information oder des Datums nachgewiesen wird.
Faktendatenbanken sind oft formal und inhaltlich erschlossen, sie besitzen dazu eine sehr detaillierte Struktur, d. h., dass sie zusätzich zu den eigentlichen Daten Felder mit Metadaten enthalten. Dies unterscheidet sie insbesondere von Volltextdatenbanken, die ihre Information nur wenig strukturieren.
Faktendatenbanken werden intensiv genutzt in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.
[Bearbeiten] Beispiele
[Bearbeiten] Medizin
- siehe Hauptartikel Medizinische Datenbank
[Bearbeiten] Chemie
In der Chemie gibt es drei große Bereiche für Faktenbanken:
- Stoffdaten (siehe etwa Dortmunder Datenbank, CHEMSAFE oder Beilstein)
- Molekülstrukturen (siehe etwa ChemIDplus und Chemical Abstracts Service, CAS ist vor allem auch eine Referenzdatenbank)
- Reaktionen, Reaktionsmechanismen, siehe auch Beilstein
[Bearbeiten] Biologie
- Genetische Informationen (siehe etwa GenBank)
- Proteindatenbank (Biomoleküle)
- Tree of Life Web Project: Faktendatenbank zur Beschreibung, zur Biodiversität und Phylogenie aller Organismen
[Bearbeiten] Literatur
- Buder, M.; W. Rehfeld; Th. Seeger, D. Strauch (Hrsg., 1997): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. München et al.: K.G. Saur. ISBN 978-3598113109
[Bearbeiten] Weblink
- Datenbank-Infosystem, eine Übersicht über eine Vielzahl elektronischer Faktendatenbanken inkl. Metadaten und Verfügbarkeit.

