Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“

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Der Gerhart-Potthoff-Bau ist das Hauptgebäude der Fakultät

Die Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ ist eine verkehrswissenschaftliche Forschungs- und Lehreinrichtung in Form einer Fakultät der Technischen Universität Dresden. Sie ging 1992 aus der Hochschule für Verkehrswesen hervor und hat bei dieser Zusammenlegung Dresdner Hochschulen wie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ihren Namen zu Ehren des Ökonomen und Eisenbahnvordenkers Friedrich List beibehalten.

Im so genannten „Zukunftskonzept“ der Universität wurde sie in den fakultätsübergreifenden „Bereich Bau und Umwelt“ eingeordnet. Sie soll in diesem Bereich aufgehen und schließlich aufgelöst werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fakultät ging aus der zum 30. September 1992 aufgelösten Hochschule für Verkehrswesen (HfV) hervor. Sie übernahm einen Teil ihrer personellen und materiellen Ressourcen; der andere Teil ging auf die Hochschule für Technik und Wirtschaft über. Studenten der HfV konnten ihr Studium an der neuen Fakultät zu Ende führen.[1]

Die Gründung der Fakultät war im Sächsischen Hochschulstrukturgesetz vom 10. April 1992 vorgesehen. Die Fakultät wurde im Rahmen eines Festaktes am 6. November 1992 gegründet. Der Zeremonie wohnte unter anderem Bahnchef Heinz Dürr bei.[2]

An der neu gegründeten Fakultät wurde der Studiengang Verkehrsingenieurwesen mit den Vertiefungsrichtungen Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Verkehrssystemtechnik und Logistik, Elektrische Verkehrssysteme sowie Verkehrsprozessautomatisierung und Kommunikationssysteme angeboten. Darüber hinaus war die Fakultät an den fakultätsübergreifenden Studiengängen Maschinenbau (Studienrichtung konstruktiver Maschinenbau), Bauingenieurwesen (Studienrichtung Verkehrsbau) und Wirtschaftswissenschaften (Studienrichtung Wirtschaft und Verkehr) beteiligt.[1] Bereits im Dezember 1990 hatte die Sächsische Landesregierung die Einrichtung eines Studiengangs für Wirtschaft und Verkehr beschlossen.[2]

Unter dem Gründungsdekan Günter Hertel verfügte die Fakultät Ende 1992 zunächst über acht Professuren. Nach Abschluss der Berufungsverfahren sollten 30 Professuren besetzt sein, die in vier Abteilungen gegliedert werden sollten.[1] Nach einer anderen Quelle standen zur Gründung rund 38 Professuren, 12 Dozenturen und 145 weitere Mitarbeiterstellen zur Verfügung. Rund 2.300 Studenten waren zur Zeit der Gründung eingeschrieben (TU-weit: 19.300).[2] 1994 verfügte die Fakultät über elf Institute.[3]

Zum Wintersemester 1993/94 wurde der achtsemestrige Diplom-Studiengang Verkehrswirtschaft aufgenommen.[3]

1994 begannen rund 40 Studenten ein Studium des Verkehrsingenieurwesens. 1996 lag die Zahl der Erstsemestler in diesem Studiengang bei etwa 100.[4]

Im Wintersemester 2010/11 wurden rund 200 Studenten in den Studiengang Verkehrsingenieurwesen und rund 120 Studenten in den Bachelor-Studiengang Verkehrswirtschaft immatrikuliert. Rund 60 Studenten begannen den Master-Studiengang Verkehrswirtschaft, etwa 20 den Masterstudiengang Bahnsystemingenieurwesen.

Im Zuge von Einsparungen des Freistaats Sachsen und der TU Dresden soll bis 2020 etwa jede dritte Professur an der Fakultät Verkehrswissenschaften eingestellt werden.[5]

Dekane[Bearbeiten]

Professoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Honorarprofessoren:

Lehre[Bearbeiten]

Verkehrsingenieurwesen (Dipl.-Ing.): Grund- und Fachausbildung mit hohen Anforderungen an Mathematik, Physik, Informatik und allgemeine Ingenieurwissenschaften. Spezialisierungsrichtungen sind Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Verkehrssystemtechnik und Logistik, Eisenbahnverkehr und ÖPNV, Luftverkehr, Transportlogistik, Verkehrstelematik sowie Planung und Betrieb Elektrischer Verkehrssysteme. Grundstudium: 4 Semester mit 100 Wochenstunden sowie mind. 12 Wochen Grundpraktikum; Hauptstudium: 6 Semester mit 85 Wochenstunden sowie mind. 14 Wochen Fachpraktikum. Der Studiengang wird nach Anpassung an den Bologna-Prozess seit dem Wintersemester 2010/2011 als modularisierter Diplom-Studiengang angeboten.

Verkehrswirtschaft (Dipl-Verk.Wirtsch., seit 2007 Bachelor of Science): Anwendung und Weiterentwicklung betriebswirtschaftlicher, volkswirtschaftlicher und quantitativer Methoden der Verkehrswirtschaft mit hohem Anspruch an mathematische und ökonomische Fähigkeiten. Spezialisierungsrichtungen: Verkehrsbetriebslehre und Logistik, Verkehrspolitik, Verkehrsökonometrie, Raumwirtschaft, Kommunikationswirtschaft und -management, Tourismuswirtschaft und -management. Grundstudium (nach dem alten Diplomsystem): 4 Semester sowie mind. 4 Wochen Grundpraktikum; Hauptstudium: Pflichtteil (5./6. Semester), Wahlfachkerne (7./8. Semester) sowie mind. 12 Wochen Vertiefungspraktikum.

Beide Studiengänge beginnen im Wintersemester. Zum Wintersemester 2007/2008 begannen 235 Studenten den Studiengang Verkehrsingenieurwesen sowie 180 den Studiengang Verkehrswirtschaft (Bachelor).

Die Fakultät bietet an ihren Instituten auch ganze Vertiefungsrichtungen für Studenten anderer Fakultäten. Diese Vertiefungen sind „Kraftfahrzeug- und Schienenfahrzeugtechnik“ im Studiengang Maschinenbau, „Stadt- und Verkehrsplanung, Straßen- und Eisenbahnbau“ im Studiengang Bauingenieurwesen und „Leistungselektronik und Elektrische Antriebe / Bahnen“ im Studiengang Elektrotechnik. Der Studiengang Mechatronik wird grundsätzlich interdisziplinär an mehreren Fakultäten bedient und kann an der Fakultät Verkehrswissenschaften in der Fachrichtung „Kraftfahrzeugtechnik oder Schienenfahrzeugtechnik“ vertieft werden. Lehrinhalte des Instituts für Wirtschaft und Verkehr können Studierende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften in ihr Studium aufnehmen.

Die Fakultät besitzt das Recht zur Promotion. Sie kann die akademischen Grade Doktor-Ingenieur und doctor rerum politicarum verleihen.[7]

Studierenden- und Mitarbeiterzahl[Bearbeiten]

Jahr Mitarbeiter[8] Studierende
gesamt
Studierende
Verkehrsingenieurwesen
Studierende
Verkehrswirtschaft
Studierende
Bahnsystemingenieurwesen
1992 [9] 237 2192
1993 [9] 272 1718
1994 [9] 233 1420
1995 [9] 225 1091
1996[10] 216 977
1997[11] 170 956
1998[12] 170 1073
1999[13] 170 1184 418 766
2000[14] 165 1187 459 728
2001[15] 173 1267 555 712
2002[16] 163 1282 624 658
2003[17] 163 1286 669 617
2004[18] 155 1393 763 630
2005[19] 139 1536 891 645
2006[20] 161 1609 942 667
2007[21] 160 1624 974 650
2008[22] 156 1711 991 719 1
2009[23] 147 1873 1056 805 12
2010 149 1881 994 856 31
2011[24] 2143 1102 1005 36
2012[25] 153 1807 912 853 76

Stand Beginn des Wintersemesters.

Gliederung[Bearbeiten]

Als einzige derartige Einrichtung im deutschsprachigen Raum obliegt der Fakultät die ganzheitliche und komplexe wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Verkehrswissenschaften. Ihre Struktur deckt nahezu alle Gebiete des Verkehrswesens ab; nicht vertreten ist der Verkehrszweig der Schifffahrt.

Die Fakultät gliedert sich in sieben Institute, auf die sich die 27 Lehrstühle der Fakultät verteilen. Der Dekan der Fakultät ist seit Dezember 2012 Hartmut Fricke.

Institut für Automobiltechnik[Bearbeiten]

Das Institut für Automobiltechnik forscht und lehrt an drei Lehrstühlen auf den Gebieten der Kraftfahrzeug- und Antriebstechnik, zu Themen des Verbrennungsmotors und der Fahrzeugmechatronik. Das Institut wendet sich in der Lehre insbesondere an Studierende des Maschinenbaus und der Mechatronik.

Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik[Bearbeiten]

Am Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik liegt der Fokus der Forschung und Lehre der Fahrzeugtechnik auf spurgeführten Fahrzeugen. Spezieller Gegenstand sind Fahrzeugmodellierung und -simulation sowie elektrische Antriebe und Bahnversorgung. Auch das Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik wendet sich in der Lehre umfangreich an Studierende des Maschinenbaus, der Mechatronik und der Elektrotechnik. Es trägt daneben die Spezialisierungsrichtung Planung und Betrieb Elektrischer Verkehrssysteme im Studiengang Verkehrsingenieurwesen.[26]

Institut für Bahnsysteme und Öffentlichen Verkehr[Bearbeiten]

Gegenstand in Forschung und Lehre am Institut für Bahnsysteme und Öffentlichen Verkehr sind Planung, Bau und Betrieb von Systemen spurgeführter Fahrzeuge und sonstigem ÖPNV im Landverkehr. Dazu zählen Entwurf und Planung von Bahnanlagen, Verkehrssicherungswesen, Verkehrssystemtechnik und Öffentlicher Stadt- und Regionalverkehr. Das Institut lehrt insbesondere in der Spezialisierungsrichtung Verkehrssystemtechnik − Eisenbahnverkehr und ÖPNV und seit 2010 in der neuen Studienrichtung Bahnsysteme im Studiengang Verkehrsingenieurwesen sowie im Masterstudiengang Bahnsystemingenieurwesen. Inhalte zum Verkehrsbauwesen richten sich daneben an Studierende des Bauingenieurwesens.

Institut für Luftfahrt und Logistik[Bearbeiten]

Das Institut für Luftfahrt und Logistik lehrt und forscht an logistischen Problemen verschiedener Verkehrsträger. Dazu gehören Technologie und Logistik des Luftverkehrs, Transportlogistik, Verkehrsbetriebstechnologie und Verkehrsstatistik. Mit seinen Lehrinhalten trägt das Institut die Spezialisierungsrichtung Verkehrssystemtechnik - Luftverkehr und Transportlogistik und wendet sich daneben an Studierende der Verkehrs- und Betriebswirtschaft.

Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr[Bearbeiten]

Das Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr versteht sich in seiner Forschung und Lehre als Schnittstelle anderer Institute der Fakultät. Es besitzt dazu zwei Lehrstühle in Zweitmitgliedschaft. Gegenstand sind Verkehrsplanung, Entwurf, Bau und Betrieb von Straßen, Verkehrssicherheit im Individualverkehr und Mobilitätsmanagement insbesondere Verkehrsökologie und Verkehrspsychologie. Die Lehre des Instituts trägt die Spezialisierungsrichtung Verkehrsplanung und Verkehrstechnik des Studiengangs Verkehrsingenieurwesen. Daneben richtet sich die Lehre an Studierende des Bauingenieurwesens (Straßenbau) und Geografie (Verkehrsgeografie).

Institut für Verkehrstelematik[Bearbeiten]

Forschungs- und Lehrgegenstand des Instituts für Verkehrstelematik sind telematische Anwendungen im Verkehrswesen. Diese umfassen Intelligent Transport Systems, Informationssysteme im Verkehrswesen, Verkehrsleitsysteme und -prozessautomatisierung, Verkehrsmanagement sowie Verkehrsnachrichtensysteme. Mit seiner Lehre trägt es die Spezialisierungsrichtung Verkehrstelematik des Studiengangs Verkehrsingenieurwesen.

Institut für Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Das Institut für Wirtschaft und Verkehr betrachtet die wirtschaftswissenschaftlichen Aspekte des Verkehrswesens. Zu seinem Gegenstand in Forschung und Lehre gehören volks- und wirtschaftswissenschaftliche Inhalte, so Verkehrsbetriebslehre und Logistik, Tourismuswirtschaft und -management, Verkehrspolitik und Raumwirtschaft, Telekommunikation sowie Verkehrsökonometrie und -statistik. Das Institut ist in seiner Lehre wesentlicher Träger des Studiengangs Verkehrswirtschaft und Studierenden der Fakultät Wirtschaftswissenschaften zugänglich.[27]

Gebäude und Einrichtungen[Bearbeiten]

Der 1952 erbaute Gerhart-Potthof-Bau trägt auch in der Gegenwart den Schriftzug Hochschule für Verkehrswesen über dem Eingang

Der Hauptbau der Fakultät ist der Gerhart-Potthoff-Bau in der Dresdner Südvorstadt.

Das Gebäude wurde zwischen 1953 und 1956 errichtet und umfasst 7.200 Quadratmeter Büro-, Lehr- und Arbeitsflächen. Bis zur Eröffnung des Hörsaalzentrums mit dem neuen Audimax im Jahr 1998 war der Hörsaal POT 81 mit rund 500 Plätzen der größte auf dem Campus der Technischen Universität.[28]

Daneben haben mehrere Lehrstühle der Verkehrswirtschaft ihren Sitz im Bürogebäude Falkenbrunnen, sowie das Institut für Verkehrstelematik im sogenannten „A-Gebäude“ in der Andreas-Schubert-Straße.

Integriertes Eisenbahnlabor (IEL)[Bearbeiten]

Das Integrierte Eisenbahnlabor besteht aus drei Teilen. Das bekannteste davon ist das Eisenbahnbetriebslabor, es gehören aber auch das Sicherungstechnische Labor und die Oberbauausstellung dazu.

Eisenbahnbetriebslabor (EBL)[Bearbeiten]

Die Geschichte des Eisenbahnbetriebslabors geht bis ins Jahr 1963 zurück, als an der Hochschule für Verkehrswesen (HfV) des zentralen Institutsgebäudes (heute HTW Dresden) das „Technologische Labor des Eisenbahntransports“ (TLE) eingerichtet wurde. In dem rund 80 Meter langen und 10 Meter breiten Raum im obersten Stock des Gebäudes waren 385 m Gleis in Spurweite H0 verlegt, darunter 155 m zweigleisige Strecke. Neben zwei mechanischen Stellwerken, vier elektromechanischen und drei Relaisstellwerken ging auch ein Elektronisches Stellwerk für Lehrzwecke in Betrieb, das für 1,5 Millionen D-Mark von Siemens Transportation Systems gestiftet und auch zur Weiterbildung von Ingenieuren des Unternehmens genutzt wurde.[29] Das im Januar 1994 übergebene ESTW umfasst 44 Stellelemente (Weichen, Signale) und war das erste elektronische Stellwerk für Ausbildungszwecke an einer deutschen Hochschule.

Der Umzug in den Keller des heutigen Fakultätsgebäudes in der Hettnerstraße erfolgte zwischen 1999 und 2001. Die Anlage wird seither als Eisenbahnbetriebslabor bezeichnet. Auf der 600 m² und 1300 m Gleis umfassenden Modellbahnanlage wird der Zugverkehr auf einem 260 km langen Streckennetz mit fünf Bahnhöfen und 185 Weichen nachgebildet[30]. Der angenommene Längenmaßstab beträgt 1:200 – abweichend vom H0-Maßstab 1:87. Der Zeitmaßstab beträgt hingegen 1:1, wobei jedoch die Möglichkeit besteht, die Uhren auch langsamer laufen zu lassen. Die Steuerung erfolgt über zehn[31] reale Stellwerke aus allen Epochen vom Mechanischen bis zum Elektronischen Stellwerk[30]. Es ist die weltweit größte Modellbahnanlage für Lehrzwecke.

Sicherungstechnisches Labor (SIL)[Bearbeiten]

Das von der Professur für Verkehrssicherungstechnik betreute Sicherungstechnische Labor (SIL) bietet die Möglichkeit, an originalen Systemen und Komponenten Abläufe und Vorgänge in der Sicherungstechnik zu untersuchen, was im realen Eisenbahnbetrieb nicht ohne Weiteres möglich ist. Im SIL steht ein breites Spektrum originaler Sicherungstechnik zur Verfügung. Die hier vorhandenen Systeme und Komponenten dienen vorwiegend der Anschauung und der Durchführung von Praktika, aber auch Versuche für Forschungen werden hier absolviert.

Oberbauausstellung[Bearbeiten]

Ein Teil der Oberbauausstellung am Gerhart-Potthoff-Bau

Die Oberbauausstellung wird von der Professur für Gestaltung von Bahnanlagen betreut. Das Gelände befindet sich auf einer ca. 400 m² großen Freifläche neben dem Fakultätsgebäude, wo eine Vielzahl von Exponaten moderner und historischer Oberbaukonstruktionen ausgestellt sind.

Labor für Optische Wahrnehmungssicherheit und Lichttechnik[Bearbeiten]

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Systemlabor für spurgebundene Fahrzeuge[Bearbeiten]

In diesem Labor werden zahlreiche Maschinen vorgehalten, die für das System Bahn von entscheidender Bedeutung sind. Mit dem Gleitenden Umformer und dem Synchron-Synchron-Umformer sind wichtige Maschinen der Bahnstromversorgung vorhanden. Eine Gleichstrommaschine, die auch als Bahnmotor betrieben werden kann, repräsentiert den alten Stand der Traktionsmotoren. Mit einem Versuchsstand für Drehstromantriebstechnik, bestehend aus einem original U-Bahn-Antrieb und Umrichtern, wird die moderne Traktionsart abgedeckt. Darüber hinaus existiert ein Prüfstand mit Dieselmotor und einem hydrodynamischen Getriebe, welches gegen einen Generator und eine Bremswelle arbeiten kann. Des Weiteren stehen zwei Stromabnehmer (Originalgröße), ein Fahrsimulator und wichtige Bestandteile der Oberleitung zur Verfügung.

Labor für Flugsimulation[Bearbeiten]

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Am Institut für Luftfahrt und Logistik gibt es einen (nichtbeweglichen) Flugsimulator, an dem das Cockpit einer Airbus A320 simuliert wird.

Verkehrswissenschaftliche Tage[Bearbeiten]

Neben verschiedenen Tagungen einzelner Institute organisiert die Fakultät seit 1998 mit den Verkehrswissenschaftlichen Tagen im zwei- bis dreijährigen Abstand eine Fachkonferenz über alle verkehrswissenschaftliche Bereiche hinweg. Ähnliche Konferenzen wurden bereits durch die Hochschule für Verkehrswesen zwischen 1954[32] und 1989 organisiert.[33]

Studentenvertretung[Bearbeiten]

Der Fachschaftsrat Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ ist die studentische Vertretung der Fakultät. Dieser wurde am 1. Oktober 1992 mit der Eingliederung der Fakultät in die TU Dresden gegründet.

Ihr Vorgänger war der Studentenrat der Hochschule für Verkehrswesen. Dieser entstand in der Wendezeit 1989/90. Die ersten demokratischen Wahlen wurden am 1. Oktober 1990 durchgeführt. Neben dem Studentenrat gab es weitere Sektionssprecherräte für einzelne Fakultäten. Im Jahr 1992 gab sich die Studentenvertretung den Namen „Studentenschaft Friedrich List“. Zusammen mit der HfV endete seine Existenz am 30. September 1992.[34] Von 1994 bis 2002 gab der Fachschaftsrat zeitweilig die Zeitschrift List-Express heraus (ZDB-ID 2461758-1).

Der Fachschaftsrat wird auf jeweils ein Jahr gewählt. Diese Wahlen finden in der Regel mit weiteren universitätsweiten Wahlen im November eines Jahres statt. Zwischen 1992 und 1995 bestand der Fachschaftsrat Verkehrswissenschaften aus 15 Mitgliedern. Anschließend wurde die Zahl auf 20 Mitglieder erhöht. Im Potthoff-Bau unterhält die Studentenvertretung ein Büro und tagt während der Vorlesungszeit im wöchentlichen bis zwei-wöchentlichen Turnus. Zur Vertretung der Studenten in den Gremien hat er dabei das Recht Vertreter in den Studentenrat der TU Dresden, in die Studienkommissionen, sowie in die Institutsräte zu entsenden. Lediglich die Vertreter des Fakultätsrates, sowie die studentischen Senatoren werden von den Studenten direkt gewählt.

Weitere Aufgaben des FSR Verkehr sind die Förderung der Studenten und studentischen Initiativen der Fakultät. Hierbei arbeitet er mit verkehrswissenschaftlichen Vereinen, den sogenannten „Listigen Vereinigungen“ zusammen und organisiert Veranstaltungen. Neben diesen Aufgaben pflegt er die nationalen und internationalen Beziehungen, wie etwa bei den Bundesfachschaftstagen Verkehr.

Eine Besonderheit des Fachschaftsrates sind die hohen Wahlbeteiligungen. Seit November 2004 erzielte diese Fachschaft jedes Jahr die höchste Wahlbeteiligung innerhalb der TU Dresden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ an der neuen TU Dresden. In: Die Deutsche Bahn. ZDB-ID 1111314-5, Heft 11/1992, S. 1296 f.
  2. a b c Gründungsdekan der Fakultät für Verkehrwissenschaften "Friedrich List" , G. Hertel (Hrsg.): Festschrift zur Gründung der Fakultät für Verkehrswesen »Friedrich List«, S. 3, 21 f.
  3. a b Technische Universität Dresden, Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ (Hrsg.): Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“. Dresden, 1994, S. 2, 3, 48.
  4. Joachim Pfenning: Verkehrswissenschaften in Dresden. In: Schiene, Heft 3/1997, ISSN 0932-2574, S. 41–43.
  5. Fachschaftsrat Verkehrswissenschaften: Information zu den Stellenkürzungen. Meldung vom 20. Dezember 2011, abgerufen am 20. Februar 2013.
  6. TU Dresden Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“: Professor Fricke 6. Dekan der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“, 19. Dezember 2012.
  7. Promotion an der Fakultät Verkehrswissenschaften
  8. Ralf Haase: Die Dresdner Schule der Deutschen Verkehrswissenschaften. Dresden, 2010, ISBN 978-3-86780-193-5
  9. a b c d Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 1995 (Entwurf) (PDF; 508 kB), S. 14.
  10. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 1996 (PDF; 461 kB), S. 13.
  11. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 1997 (PDF; 248 kB), S. 14.
  12. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 1998 (PDF; 674 kB), S. 13.
  13. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 1999 (PDF; 691 kB), S. 13.
  14. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2000 (PDF; 703 kB), S. 12.
  15. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2001 (PDF; 686 kB), S. 14.
  16. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2002 (PDF; 599 kB), S. 13.
  17. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2003 (PDF; 696 kB), S. 14.
  18. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2004 (PDF; 555 kB), S. 14.
  19. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2005 (PDF; 721 kB), S. 17
  20. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2006 (PDF; 499 kB), S. 13.
  21. Technische Universität Dresden (Hrsg.) Statistischer Jahresbericht 2007 (PDF; 1,0 MB), S. 14.
  22. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2008 (PDF; 3,3 MB), S. 14.
  23. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2009 (PDF; 4,3 MB), S. 14.
  24. Kontaktmesse Verkehr: Messeguide 2011
  25. Technische Universität Dresden (Hrsg.): Statistischer Jahresbericht 2014 (PDF;), S. 14.
  26. Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik
  27. Institut für Wirtschaft und Verkehr
  28. Großer TU-Hörsaal im Potthoff-Bau wird saniert. In: Sächsische Zeitung, 7. Januar 2011.
  29. Wenn es zu glatt geht, bauen die Techniker Pannen ein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. März 1995, Nr. 52, S. 11
  30. a b DisKon – Rat aus dem Rechner. In: bahntech (PDF, 2,6 MB), Ausgabe 2/2007, S. 4–9
  31. Auf 50 Kilometern vorbei an Stellwerkstechnik jeder Art. In: Sächsische Zeitung, November 1995.
  32. Hochschule für Verkehrswesen Dresden (Hrsg.): Vorträge und Berichte des 1. Verkehrswissenschaftliches Tages. Dresden, 12./13. November 1954, ZDB-ID 162521-4, S. 5, 7 f.
  33. Fakultät Verkehrswissenschaften (Hrsg.): Rückblick: VWT seit 1954, 9. Juli 2013, abgerufen am 18. März 2014.
  34. www.hfv-dresden.de: „Friedrich-List-Hochschule für Verkehrswesen(1990 bis 1992)“

Weblinks[Bearbeiten]

51.03072222222213.728444444444Koordinaten: 51° 1′ 51″ N, 13° 43′ 42″ O