Falkenstein (Königstein)
| Falkenstein
Stadt Königstein im Taunus
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| Koordinaten: | 50° 11′ N, 8° 29′ O50.1891538.478553420Koordinaten: 50° 11′ 21″ N, 8° 28′ 43″ O |
| Höhe: | 420 m |
| Einwohner: | 4.000 |
| Postleitzahl: | 61462 |
| Vorwahl: | 06174 |
Falkenstein ist ein Stadtteil von Königstein im Taunus mit etwa 4.000 Einwohnern.
2002 wurde Falkenstein das Gütesiegel heilklimatischer Kurort verliehen, unabhängig von der Prädikatisierung Königsteins; eine bundesweit einzigartige Konstellation, dass ein Stadtteil einer Kurstadt über eine eigenständige Prädikatisierung verfügt. Falkenstein liegt am Fuß des Altkönigs und des Hünerbergs.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Burgen
→ Hauptartikel: Burg Falkenstein
Wahrzeichen des Ortes ist die Burgruine Falkenstein, die den Ort überragt. Die bisher als Reste der älteren Burg Nürings angesprochenen Fundamentmauern 10 Meter südlich der Burg Falkenstein stammen wahrscheinlich erst aus der Zeit zwischen Ende des 13. und Anfang des 15. Jahrhunderts.
[Bearbeiten] Geschichte
Bis ins 17. Jahrhundert hieß das heutige Falkenstein Nürings. Die Namensgeber sind die Gaugrafen von Nüring. Seit 1807 bestand eine eigenständige jüdische Gemeinschaft. Sie verfügte über eine Synagoge und den Jüdischen Friedhof Falkenstein.
1873 wurde eine Lungenheilanstalt errichtet, wofür Falkenstein bekannt ist. Aus dieser Heilanstalt entstand für die Zeit zwischen 1909 und 1917 ein kaiserliches Offizierserholungsheim und danach eine Klinik für Multiple-Sklerose-Kranke. Seit 1999 ist in den komplett restaurierten Gebäuden ein Fünf-Sterne-Hotel untergebracht. Eine weitere bekannte Klinik ist die Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein.
1909 wurde in Falkenstein ein Erholungsheim für Offiziere gebaut.
Während der Zeit des Nationalsozialismus bestand in Falkenstein bis 1939 eine Schutzorganisation für politisch Verfolgte, siehe Rest Home Projekt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
Seit 1967 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Falkenstein und Le Mêle-sur-Sarthe (Normandie/Frankreich).
[Bearbeiten] Evangelische Martin-Lutherkirche
Gegenüber dem Kempinski Hotel liegt die evangelische Kirche. Die Kirche wurde vom Herborner Kirchenbaumeister und königlichen Baurat Ludwig Hofmann (1862–1933) als Architekten entworfen und 1914 eingeweiht. Der Stil der Kirche vereinigt Elemente der Romanik und des Jugendstils mit „heimatlichen“ Teilen. Als Baumaterial wurde graugrüner Mammolshainer Bruchstein errichtet, Fenster- und Türfassungen und Gesimse sind aus Basalt. An der Rückseite waren die Sakristei und eine Kaiserloge angebaut. Die Kaiserloge ist heute eine Gedenkstätte für die Weltkriegstoten.
Die Kirche ist mit Puttenkapitelle am Vorbau von der Kronberger Bildhauerin Hedwig Ostertag (1877–1945) und einem Altarretabel von Ferdinand Brütt, einem Mitglied der Kronberger Malerkolonie geschmückt. Die Ausmalung von Gewölbe und Kirchenraum mit Jugendstilelementen stammen vom Frankfurter Kirchenmaler Rudolf Linnemann.[1]
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Hans Zimmer (* 1957), Komponist, aufgewachsen in Falkenstein
- Ernst Majer-Leonhard (1889–1966), Pädagoge, gestorben in Falkenstein
- Julius Blau (1861–1939), Rechtsanwalt, lebte in Falkenstein
- Eugen Kogon (1903–1987, Politikwissenschaftler, lebte 1952–1987 in Falkenstein
[Bearbeiten] Literatur
- Beate Großmann-Hofmann und Hans-Curt Köster: Königstein im Taunus – Geschichte und Kunst, 2., stark erweiterte u. aktualisierte Auflage Königstein i. Ts. (Verlag Langewiesche) 2010 (= Die Blauen Bücher), ISBN 978-3-7845-0777-4 (besonders S. 52–56, S. 140–149 u. S. 158 f.)
[Bearbeiten] Weblinks
- Falkenstein auf der Seite von Königstein
- Illustration von Daniel Meisner von 1626: Falckenstein. Oculus Jehovae cuncta videt (Digitalisat der ULB Düsseldorf)