Falkenstein (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Falkenstein
Falkenstein (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Falkenstein hervorgehoben
49.09777777777812.486388888889573Koordinaten: 49° 6′ N, 12° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs­gemeinschaft: Falkenstein (Oberpfalz)
Höhe: 573 m ü. NHN
Fläche: 45,46 km²
Einwohner: 3252 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93167
Vorwahl: 09462
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 125
Marktgliederung: 53 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
93167 Falkenstein
Webpräsenz: www.markt-falkenstein.eu
Bürgermeister: Thomas Dengler (Wählergemeinschaft Au)
Lage des Marktes Falkenstein im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Falkenstein ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein. Der Urlaubsort ist seit 1961 staatlich anerkannter Luftkurort und Zentrum für die umliegenden Gemeinden.

Von der Burg Falkenstein, eine bedeutende Landmarke im Vorderen Bayerischen Wald, reicht bei guter Sicht der Blick vom Turm bis zum Großen Arber im Osten und bis ins Voralpenland im Süden.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Burg Falkenstein

Falkenstein liegt im Städtedreieck Regensburg-Cham-Straubing im Vorderen Bayerischen Wald. Die nächstgelegenen Städte sind Wörth an der Donau (15 Kilometer südwestlich) und Roding (16 Kilometer nordwestlich). Durch den Gemeindebereich fließt der Perlbach. Auf der höchsten Erhebung (628 m) befindet sich die Burg Falkenstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Falkenstein hat 53 amtlich benannte Ortsteile [2]:

Auf Gemeindegebiet existieren die Gemarkungen Arrach, Au und Falkenstein. Ein kleiner Teil der Gemarkung Falkenstein liegt auch auf Rettenbacher Flur.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Au eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam Arrach hinzu.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Markt Falkenstein in der Oberpfalz

Ortsname und Mittelalter[Bearbeiten]

Der frühere Ort Volkhenstain, aus dem über Valckhinstain der heutige Ortsname Falkenstein entstand, lag ursprünglich in dem von König Konrad I. im Jahre 914 dem Hochstift Regensburg geschenkten großen Reichsforst. 1074 wurde Falkenstein in den Schriften des Hochstifts Regensburg als Hochstiftsvogtei erstmals urkundlich erwähnt. In seiner über 900-jährigen Geschichte wechselte die Veste Falkenstein häufig ihre Besitzer. Bischöfe, Domvögte, Freiherren, Grafen, Herzöge, Fürsten, und auch Könige nannten Falkenstein ihr Eigen, insgesamt sind mindestens 18 verschiedene Adelsgeschlechter belegt. Am längsten auf der Burg saßen die Toerring-Jettenbachs und die Fürsten von Thurn und Taxis. Im Laufe der langen Geschichte Falkensteins musste der Ort zahlreiche Belagerungen, Brände, Hungersnöte und Seuchen, aber auch die Pest über sich ergehen lassen. Dies führte zu einer Dezimierung der Bevölkerung und ließ wenig wirtschaftliche und soziale Stabilisation zu.

Die Herrschaft Falkenstein verfügte im Mittelalter über die niedere und höhere Gerichtsbarkeit. Im Spätmittelalter und der Neuzeit ging diese richterliche Gewalt auf staatliche Gerichte über.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Jahr 1809 wurde dem Herrschaftsgericht Falkenstein die höhere richterliche Gewalt entzogen, 1827 die verbliebene Gerichtsbarkeit auf ein Patrimonialgericht beschränkt und 1879, als die Landgerichtssitze in Bayern neu aufgeteilt wurden, verlor Falkenstein jegliches Gericht. Im ehemaligen Landgerichtsgebäude befindet sich heute die Marktverwaltung.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Mit Beginn des Wiederaufbaues nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Falkenstein durch die angesiedelten Firmen des produzierenden Gewerbes sowie der Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe zu einem Zentrum für die umliegenden Gemeinden. Es entstanden neue Siedlungen und der Markt vergrößerte sich stetig. Im Jahr 1967 erhielt der Markt die Burg von den Thurn und Taxis zu einem symbolischen Preis von einer Mark. In den darauffolgenden Jahren ließ die Marktgemeinde die Burg vollständig restaurieren und zu einem Haus des Gastes ausbauen. Im Zuge der Städtebausanierung wurden zahlreiche Maßnahmen durchgeführt um den Ort vor allem für Urlauber und Touristen attraktiv zu halten. Die Schließung der Bahnlinie nach Regensburg sowie der Abzug eines Industriebetriebes hinterließen jedoch große Lücken im Ortskern des Marktes. Falkenstein investierte in den folgenden Jahren in Infrastrukturprojekte und konnte Straßen, Wege und Plätze im Marktinnern neu gestalten. Eine Umgestaltung der Hauptdurchgangsstraßen sowie des Marktplatzes steht noch aus.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Wichtige Weichenstellungen der Gemeinde liegen derzeit bei Investitionen in regenerative, umweltfreundliche Energie, energiesparende Technik sowie in der Breitbandversorgung und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. So wurden das Neubaugebiet Falkenstein-Erbsengrund sowie die Gewerbegebiete Falkenstein-Arracher-Höhe und Völling geschaffen.

Religionen[Bearbeiten]

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Falkenstein der größte Teil der Bevölkerung römisch-katholisch.

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten]

Im Marktgebiet gibt es zwei katholische Pfarreien bzw. Seelsorgeeinheiten: Die Pfarrei Falkenstein und die Pfarrei Rettenbach, die beide dem Bistum Regensburg zugeordnet sind. Zudem gibt es noch das Missionshaus Hofstetten (Kloster), ein Exerzitienhaus der Pallottiner.

Evangelisch-Lutherische Kirche[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen in Falkenstein gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Roding an. Überdies gibt es noch die Christusbruderschaft Falkenstein, eine evangelische Ordensgemeinschaft.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates wie folgt auf die einzelnen Listen:

  • WG Falkenstein/Völling: 9 Sitze
  • WG Arrach: 4 Sitze
  • AG Au: 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Thomas Dengler (Wählergemeinschaft Au) wurde am 18. September 2005 erstmals zum Bürgermeister gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde er wiederum in seinem Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Falkenstein.svg

Blasonierung: „In Blau auf schwarzem Dreiberg ein flugbereiter goldener Falke.“ Das Wappen ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Falkenstein pflegt partnerschaftliche Kontakte zu anderen Gemeinden mit dem gleichen Namen, nämlich seit 1976 zu Falkenstein in der Pfalz und zu Falkenstein in Niederösterreich OsterreichÖsterreich sowie seit 1990 zu Falkenstein im Vogtland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick zur Burg von der Mariensäule am Marktplatz

Theater[Bearbeiten]

Seit 1976 gibt es die Burghofspiele Falkenstein (Juni bis August) im Innenhof der Burg.

Unter professioneller Regie werden anspruchsvolle Stoffe und Themen präsentiert. Die Nähe zum Publikum im überschaubaren Burghof schafft eine angenehme Theateratmosphäre.

Museen[Bearbeiten]

Museum Jagd und Wild auf der Burg Falkenstein mit Präparaten von teils gefährdeten Tieren, vor allem Vögeln, aus der Region sowie historischen Jagdwaffen und Jagdtrophäen. Ein Schwerpunkt des Museums ist die Falknerei

Bauwerke[Bearbeiten]

Rokokokirche St. Valentin in Arrach
Filialkirche St. Petrus und Paulus in Marienstein

Kirchen[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Sebastian in Falkenstein: Saalbau mit abgewalmtem Satteldach und ehem. Chorflanktenturm, 17. Jahrhundert, dreischiffige basilikale Westerweiterung mit eingezogener Apsis, romanisierend, 1934; mit Ausstattung.
  • Wallfahrts- und Nebenkirche Zum Gegeißelten Heiland in Tannerl: Sog. Tannerl-Kapelle, traufständiger Satteldachbau mit eingezogenem Chor und Dachreiter, spätes 17. Jahrhundert; die Ausstattung wurde 1949/50 erneuert.
  • Dorfkapelle St. Florian in Eckerzell: Traufständiger und abgewalmter Satteldachbau mit verschindeltem Dachreiter, wohl Anfang 19. Jahrhundert; mit Ausstattung.
  • Nebenkirche Hl. Familie in Erpfenzell: Giebelständigen Saalbau mit abgewalmtem Satteldach, eingezogenem Chor, Chorflankenturm und Putzrahmungen, sie ist neugotisch, 1894-96 entstanden, mit Ausstattung.
  • Klosterkapelle zu den Sieben Schmerzen Mariens im Kloster Hofstetten: Klosterkapelle zu den Sieben Schmerzen Mariens, halbrund schließender Saalbau mit abgewalmtem Satteldach, Fassadenturm mit Spitzdach und Putzgliederungen, neugotisch, bez. 1897.
  • Filialkirche St. Petrus und Paulus in Marienstein: Saalbau mit eingezogener flacher Apsis, Untergeschoss, abgewalmtem Satteldach in Blech und Westturm mit Zwiebelhaube, 1719ff., nach Brand 1821 erneuert, mit Ausstattung; auf hohem Felsensockel; Felsen beim Turm mit Nischenbehauung und Durchschlupf.
  • Rokokokirche St. Valentin in Arrach: Saalbau mit eingezogenem Chor, Sattel- und Walmdach, der Fassadenturm hat eine Zwiebelhaube und Putzgliederungen, der Chor ist gotisch, das Langhaus 1750-52 entstanden, spätbarock, bez. 1752; mit Ausstattung; die Friedhofskapelle ist ein quadratischer Bau mit Zelt- und Glockendach, 18. Jahrhundert; geschlossener Friedhofsbering durch eine Bruchsteinmauer mit Legschindeldachung, 18. Jahrhundert.

Burgen[Bearbeiten]

  • Über Falkenstein thront die historische Burg Falkenstein mit dem angrenzenden Schlosspark, dem zweitgrößten Natur- und Felsenpark Bayerns. Regelmäßig werden auf der Burg Theaterstücke im Rahmen der Burghofspiele aufgeführt und es finden Turmbegehungen statt. Die Burg wurde von Bischof Tuto von Regensburg erbaut und ist 1074 erstmals urkundlich fassbar.

→ Hauptartikel Burg Falkenstein

  • Im Ortsteil Au befindet sich die Burgruine Sengersberg. Sie ist die Ruine einer Höhenburg auf dem 613,7 Meter hohen Felsengipfel des Sengersberges, 170 Meter über dem Perlbach beim Ortsteil Au gelegen.

→ Hauptartikel Burgruine Sengersberg

Alle Baudenkmäler[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Falkenstein (Oberpfalz)

Parks[Bearbeiten]

Schlosspark, zweitgrößter Felsenpark Bayerns

In der näheren Umgebung[Bearbeiten]

Sport und Vereine[Bearbeiten]

  • Gut ausgebaute Sportanlagen in den Ortsteilen und des TSV Falkenstein, der zahlreiche Abteilungen wie Fußball, Stockschießen, Volleyball, Tennis, Judo, Nordic Walking u.s.w. anbietet.
  • Radsport
    • Auf beschilderten Radwanderwegen, Mountainbike-Strecken und Radlangstrecken-Touren auf der Original-Europacup-Strecke des Arber-Radmarathons um Roding, Etappenort der Internationalen Bayernrundfahrt.
  • Reitsport in Bruckmühl bei Michelsneukirchen.
  • Tennis auf drei Sandplätzen in Falkenstein

In Falkenstein gibt es zahlreiche Vereine, darunter einen Heimatverein, der sich um zahlreiche touristische Veranstaltungen bemüht. Durchgeführt wird ein Kulturstammtisch, Ausstellungen, Heimatabende, ein Weinmarkt, der Falkensteiner Kultursommer und Kultur auf der Burg sowie Adventsveranstaltungen.

Die Freiwillige Feuerwehr Falkenstein (gegr. 1869) sowie die Feuerwehren der Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Freizeit[Bearbeiten]

Winterpanorama: Blick von der Burg auf den Markt

Das Freizeitangebot der Gemeinde ist umfangreich und auf den Tourismus ausgelegt:

Winter[Bearbeiten]

  • Vier Gespurte Langlaufloipen in Falkenstein und eine Loipe in Rettenbach.
  • Gespurte Streckenlanglaufloipe auf dem ehem. Bahndamm bis zur Gemeindegrenze.
  • Skilift mit Flutlicht und Skilifthütte in Falkenstein und in Rettenbach (Schmalzlalm).
  • Eisstockschießen, Eishockey und Schlittschuhlaufen auf den Weihern und Teichen in der Gemeinde.
  • Sauna im Untergeschoss des Freibadeingangsgebäudes.

Frühjahr-Sommer-Herbst[Bearbeiten]

  • Radwanderweg auf der alten Bahnverbindung nach Regensburg
  • Kneippbecken
    • In Falkenstein befindet sich ein Kneippbecken mit Kneipprondell für Wechselfußbäder.
  • Beheiztes Freibad mit Cafeteria, Liegewiese, Beachvolleyballfeld und Minigolfanlage. Im Untergeschoss des Eingangsgebäudes befindet sich eine Sauna.
  • Das nächste Hallenbad befindet sich im benachbarten Wörth an der Donau.
  • Wandern
  • Kräuterführungen und -wanderungen auf dem Falkensteiner Kräuterweg.
    • Von Mai bis September werden auf dem Falkensteiner Kräuterweg zahlreiche Kräuterführungen und -wanderungen mit einer Kräuterpädagogin durchgeführt.
    • Mentales Fitnesstraining auf dem Falkensteiner Kräuterweg mit einer MAT-Trainerin und Kräuterpädagogin durchgeführt von Mai bis Oktober.
  • Radwandern im Vorderen Bayerischen Wald mit Anbindung an den Donauradweg.
  • Bewegungsparcours
    • Der Bewegungsparcours im Bereich des Freibads wurde am 9. Oktober 2014 eröffnet. Der „fitalParc“ setzt sich aus mehreren aufeinanderfolgenden Geräten zusammen, die den Koordinationssinn ausbauen und die Kraft trainieren.
  • Angeln am Weißmüller-Weiher.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet vor Weihnachten am Marktplatz beim Marienbrunnen ein Christkindlmarkt und Mitte Mai/Anfang Juni ein Exaudimarkt mit Fieranten aus der näheren und weiteren Umgebung im Marktinneren statt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen der über 40 örtlichen Vereine.

Kultur[Bearbeiten]

  • Alter Lokschuppen
    • Der ehemalige Lokschuppen in Falkenstein wird für Ausstellungen aller Art benutzt.

Zahlreiche heimische Künstler und Vereine nutzen die Räumlichkeiten zu wechselnden Veranstaltungen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Falkenstein 1960er Jahre

Falkenstein hat eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Ärzten, einer Apotheke, Lebensmittelmärkte sowie zahlreiche Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Die Wirtschaft ist relativ stark vom Tourismus abhängig.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Pressol Schmiergeräte GmbH, Hersteller von Schmiergeräten und Werkstatttechnik, gegr. 1914, seit 1964 in Falkenstein.

Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald[Bearbeiten]

Am 8. Januar 2007 wurde die Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, kurz «AG Vorwald» genannt, [4] gegründet. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Region in touristischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zu fördern und zu stärken. Mitglieder dieser Gemeinschaft sind die Gemeinden Altenthann, Bernhardswald, Brennberg, Falkenstein, Michelsneukirchen, Rettenbach, Wald, Wiesenfelden, Zell und die Stadt Wörth an der Donau. Überdies alle Heimat-, Tourismus- und Fremdenverkehrsvereine dieser Gemeinden.

Tourismus[Bearbeiten]

In Falkenstein wurde eigens für die Belange des Tourismus ein Tourismusbüro geschaffen und ein Tourismusverein gegründet. Den Schwerpunkt der Touristen bilden Urlaubsgäste gefolgt von „Tagesausflüglern“ und „Durchreiseübernachter“.

Für Touristen und Urlauber ist eine Falkenstein PLUS-Karte eingeführt worden. Diese Karte ist eine All-Inklusiv-Karte, wird Jahr für Jahr neu aufgelegt und ermöglicht den kurbeitragspflichtigen Urlaubsgästen im Luftkurort sowie den teilnehmenden Gastgebern und Betrieben rund um Falkenstein und in den weiteren Gemeinden des Vorderen Bayerischen Waldes während ihres Aufenthalts verschiedene Einrichtungen in Falkenstein und Umgebung kostenlos zu nutzen. An dieser Aktion beteiligt sich auch die Stadt Wörth an der Donau mit dem dortigen Hallenbad. Die Karteninhaber erhalten überdies zusätzlich Mehrleistungen und Rabatte bei verschiedenen Leistungspartnern eines Partnernetzwerkes in der Region und im gesamten Bayerischen Wald. Langjährige Urlaubsgäste des Ortes werden durch den Bürgermeister und dem jeweiligen Gastgeber für ihre Treue im Rahmen einer Gästeehrung belohnt.

Mit den Gemeinden Rettenbach und Brennberg wurde das interkommunale Gesamtpaket "Winter- und Wanderparadies" gegründet. Den ländlichen Raum attraktiv zu gestalten ist das Ziel dieser Initiative.

Verkehr[Bearbeiten]

Falkenstein hat eine gute Verkehrsanbindung: Der Ort befindet sich an der Kreuzung der Staatsstraße 2146 kommend von Cham nach Wörth an der Donau und der Staatsstraße 2148 Richtung Straubing. Beide Staatsstraßen führen zur Bundesautobahn A3 Regensburg-Passau.

Ehemaliger Bahnverkehr[Bearbeiten]

Bis zum 1. Juni 1984 war Falkenstein Endstation für Personenzüge auf der Bahnstrecke Regensburg–Falkenstein. Ein Jahr später am 2. Juni 1985 wurde der Güterverkehr in den Markt eingestellt und die Bahnstrecke in den Folgejahren bis 1992 abgebaut und darauf ein Rad- und Wanderweg errichtet.

Überregionale Wanderwege[Bearbeiten]

Höllbachtal

Falkenstein liegt am Goldsteig Wanderweg, welcher durch die sogenannte Hölle und den Felsenpark bei Falkenstein, über Stallwang, Konzell bis Sankt Englmar verläuft.

Medien[Bearbeiten]

Im Marktgebiet erscheint die Donau-Post, eine Lokalausgabe des Straubinger Tagblatts und das Bayerwaldecho, eine Lokalausgabe der Mittelbayerischen Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Wertstoffhof
  • Kläranlage
  • Kindergarten
  • Kinderkrippe
  • Bücherei

Bildung[Bearbeiten]

Grund- und Mittelschule Falkenstein (Ganztagsschule)

Mittelschulverbund: Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde im April 2010 [5] der Mittelschulverbund Vorderer Bayerischer Wald - Donautal gegründet. Dieser Schulverbund gilt als Vorzeigeprojekt landkreis- und bezirksübergreifend.

Die Mitglieder des Schulverbundes sind:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 10. März 1953 stürzte ein amerikanischer F-84-Jäger bei Falkenstein ab, der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Das Flugzeug war von einer tschechoslowakischen MiG-15 südlich Pilsen gestellt, verfolgt und abgeschossen worden. Dieses Vorkommnis erregte in einer besonders frostigen Phase des Kalten Krieges einiges Aufsehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Heigl: Geschichte von Falkenstein/Opf., Falkenstein 1954

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 559.
  4. Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald [1], abgerufen am 26. Dezember 2014.
  5. Mittelschulverbund [2] Vorderer Bayerischer Wald, abgerufen am 14. Dezember 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Falkenstein (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien