Falkes de Breauté

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Falkes de Breauté († 1226) war ein ausländischer Söldner im Dienst des englischen Königs Johann Ohneland, der ihn mit Margaret FitzGerold, Mutter von Baldwin de Redvers, 6. Earl of Devon, verheiratete; die Ehe wurde 1224 wieder geschieden. Bréauté ist eine kleine Ortschaft in der Nähe von Le Havre in Frankreich.

Beim Ausbruch des Adelsaufstands (First Barons' War) (1213), der zur Magna Charta führte, gab ihm der König das Amt des Sheriffs für sechs Grafschaften in den Midlands sowie die Aufsicht über viele Burgen. Er erfüllte seine militärischen Pflichten mit genauso so viel Können wie Grausamkeit. Die königliche Seite dankt ihm den Sieg in der entscheidenden Schlacht von Lincoln (1217). Falkes de Breauté schloss sich jedoch nach dem Tod William Marshals (1219) der Adelsopposition und der Verschwörung gegen Hubert de Burgh an.

Als er heiratete, kam das Londoner Haus seiner Frau in seinen Besitz; dieses Haus wurde nun „Fawkes Hall“ genannt, woraus über die Jahre „Foxhall“ und schließlich „Vauxhall“ wurde.

Als Lohn für seine Dienste gab König Johann ihm die Herrschaft Luton; darüber hinaus durfte er ein Wappen tragen, für das er den mythischen Greif als Emblem wählte. Dadurch wurde der Greif im frühen 13. Jahrhundert sowohl mit Luton als auch Vauxhall identifiziert.[1]

1223 wurde er weitgehend enteignet und durch die Unvorsicht seines Bruders in einen Aufstand gedrängt, durch den er 1224 ins Gefängnis kam. Ihm wurde erlaubt, ins Exil zu gehen, nachdem er sich unterworfen hatte. Papst Honorius III. versuchte, seine Begnadigung zu erreichen, was aber abgelehnt wurde. Falkes de Breauté starb 1226 in Saint-Cyriac.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vauxhall, Kennington & the Oval, London. Vauxhallandkennington.org.uk. Abgerufen am 13. Juli 2010.