Falmey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Falmey
Landgemeinde Falmey (Niger)
Landgemeinde Falmey
Landgemeinde Falmey
Koordinaten 12° 36′ N, 2° 51′ O12.5938888888892.8527777777778Koordinaten: 12° 36′ N, 2° 51′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Falmey
Einwohner 75.115 (2012)

Falmey ist eine Landgemeinde und der Hauptort des gleichnamigen Departements Falmey in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Falmey liegt in der Großlandschaft Sudan an den Mündungen des Dallol Bosso und der Mékrou in den Fluss Niger. Die Gemeinde grenzt im Süden an den Nachbarstaat Benin. Die Nachbargemeinden in Niger sind Fabidji im Norden, Gollé, Guilladjé und Sambéra im Osten sowie Kirtachi im Westen. Südwestlich von Falmey erstreckt sich die Weltnaturerbestätte Nationalpark W.

Das Gemeindegebiet ist in 38 administrative Dörfer, 13 traditionelle Dörfer und 70 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Falmey, bestehend aus den administrativen Dörfern Falmey Djerma und Falmey Haoussa.[2] Ein weiteres bedeutendes administratives Dorf in Falmey ist Boumba.

Geschichte[Bearbeiten]

1964 gliederte eine Verwaltungsreform Niger in sieben Departements, die Vorgänger der späteren Regionen, und 32 Arrondissements, die Vorgänger der späteren Departements. Falmey wurde dem neu geschaffenen Arrondissement Boboye zugeschlagen, erhielt jedoch den Status eines Verwaltungspostens (poste administratif) im Gebiet des Arrondissements. Verwaltungsposten waren besondere Gebietseinheiten eine Ebene unterhalb von Arrondissements, die als eine Art Vorstufe zu einer späteren Umwandlung in ein eigenes Arrondissement galten.[3] 1998 wurden die bisherigen Arrondissements Nigers in Departements umgewandelt.[4] Der Verwaltungsposten von Falmey wurde 2011 aus dem Departement Boboye herausgelöst und zum Departement Falmey erhoben.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Falmey 56.650 Einwohner.[6] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 75.115.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Regenfeldbau betrieben wird.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Marou Amadou (* 1972), Jurist und Politiker, seit 2011 Justizminister und Regierungssprecher Nigers

Literatur[Bearbeiten]

  • Jöelle Hauzeur, Laurent Pellé: Fleuve Niger. Toponymie et géographie récentes du W de Kirtachi à Boumba. In: Journal des africanistes, 63. Ausgabe, Paris 1993, S. 35–66.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 275.
  4. Historique de la décentralisation. ANIYA. Réseau des collectivités nigériennes et françaises, archiviert vom Original am 6. April 2012, abgerufen am 28. Januar 2014 (französisch).
  5.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  7. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  8. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.