Falunrot

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Falunrot
 
Bestandteile
RGB (r, g, b) (128, 24, 24)
Hexadezimal-Triplet 801818
CMYK (c, m, y, k) (0%, 81%, 81%, 50%)
HSL (h, s, l) (0°, 69%, 29%)
Das Pigmentwerk (Rödfärgsverket) in Falun
Schwedische Häuser mit Anstrich in Falunrot

Falunrot (schwedisch Falu rödfärg oder Faluröd) oder auch Schwedenrot ist eine in Schweden produzierte rote Dispersionsfarbe für den Außenbereich.[1] Die Bezeichnung Falunrot bezieht sich auf den schwedischen Ort Falun und dessen bekannte, seit 1992 geschlossene Kupfermine. Die Bezeichnung Falu Rödfärg[2] sowie das Falu Rödfärg Logo[3] sind eingetragene, geschützte Markenzeichen der Herstellerfirma Stora Kopparbergs Bergslags AB.

Nach Angabe des Herstellers entspricht die Farbe etwa NCS S 5040-Y80R. Dieser Hersteller bietet neben der klassischen roten Farbe (Röd) eine hellere Variante an (Leuchtendrot, Ljusröd). Diese entspricht etwa NCS S 5040-Y70R und soll nach seiner Angabe die im 18. Jahrhundert vorherrschende Farbe gewesen sein.[4] In Webdefinitionssprachen gibt es keine Bezeichnung für Falunrot.

Geschichte[Bearbeiten]

Das aus dem Abraum des Kupferbergbaues in Falun gewonnene Pigment Falunrot wurde ab dem 16. Jahrhundert als Außenanstrich beliebt, da es den in Schweden vorherrschenden Holzhäusern eine Farbe gab, die an die Backsteinbauten wohlhabender Mitteleuropäer erinnerte.

Ende des 19. Jahrhunderts war die rote Farbe in allen Gesellschaftsschichten beliebt, und sie verankerte sich in der Zeit der schwedischen Nationalromantik dank Malern wie Carl Larsson aus Sundborn bei Falun in den Köpfen aller Schweden. Die rote Farbe wurde im Laufe der Jahrhunderte zu Schwedens Nationalfarbe beim Hausbau[Beleg?] und ist in ländlichen Gebieten bis heute die traditionelle Farbe für Holzbauten geblieben.

Herstellung und Eigenschaften[Bearbeiten]

Die enthaltenen Pigmente sind Eisenoxid mit Spuren von Silikaten von Aluminium, Zink, Kupfer und Blei. Die verwendete Pigmentmischung wird seit 1616 als Nebenprodukt des (1992 stillgelegten) Kupferbergbaus in Falun gewonnen. Der Hauptbestandteil ist verwittertes, mageres Kupfererz, welches auch Rotmulm genannt wird und als Abraum der Kupfererzgewinnung in großen Mengen zur Verfügung steht. Die Pigmente werden traditionell in wässriger Lösung dispergiert zur fertigen Beschichtung verarbeitet. Auf Grund des enthaltenen Eisenvitriols wirkt die Beschichtung holzkonservierend. Als Binder dienen Stärkekleister und Leinöl. Falunrot ist nicht abriebfest und wischbeständig.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Falunrot – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anwendungsinformationen auf der Webseite des Herstellers Falurödfärg, abgerufen am 27. Dezember 2011.
  2. Varumärke - FALU RÖDFÄRG. Abgerufen am 6. Februar 2014 (schwedisch).
  3. Varumärke - FALU RÖDFÄRG. Abgerufen am 6. Februar 2014 (schwedisch).
  4. Produktinformationen auf der Webseite des Herstellers Falurödfärg, abgerufen am 27. Mai 2011.