Familie Warburg

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Die Familie Warburg ist eine deutsch-jüdische Bankiers-Familie. Die Warburgs zogen im 16. Jh. von Bologna zunächst nach Warburg und im 17. Jh. dann nach Hamburg-Altona.

Der früheste bekannte Vorfahr war Simon von Cassel, der um 1566 starb. Die Brüder Moses Marcus Warburg und Gerson Warburg gründeten 1798 das bis heute fortbestehende Bankhaus M.M.Warburg & CO; Eric Warburgs Sohn Max Warburg ist derzeit einer der drei Partner von M.M.Warburg & CO. Moses Warburgs Ur-Ur-Enkel Siegmund George Warburg gründete 1946 in London die Investmentbank S. G. Warburg & Co. Siegmunds Cousin zweiten Grades, Eric Warburg, gründete 1938 in New York Warburg Pincus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familienstruktur

[Bearbeiten] Alsterufer- und Mittelweg-Zweig

Die Familie teilt sich traditionell in zwei Zweige, die Alsterufer-Warburgs und die Mittelweg-Warburg. Die Alsterufer-Warburgs stammen ab von Siegmund Warburg (1835-1889) und die Mittelweg-Warburgs von seinem Bruder Moritz M. Warburg (1838-1910). Die Bezeichnungen leiten sich ab von den jeweiligen Wohnsitzen der Brüder in Hamburg. Die Brüder sind Enkel von Moses Marcus Warburg.

Siegmund George Warburg stammt aus dem Alsterufer-Zweig; die vier Brüder Aby, Max, Paul and Felix aus dem Mittelweg-Zweig.

[Bearbeiten] Amerikanische und deutsche Warburgs

Ein Mitglied der Familie in den Vereinigten Staaten war Felix Warburg. Er war Bankier und Philanthrop, und sein Haus in New York City beherbergt heute das Jüdische Museum. Ein weiterer amerikanischer Warburg war Paul Warburg, Vater des U. S. Notenbank-Systems.

Der deutsche Zweig der Familie umfasst Max Warburg, einen der Gründer der IG Farben. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden alle jüdischen Mitglieder aus dem Vorstand der IG Farben vertrieben. Fast die gesamte Warburg-Familie war bis 1938 in die Vereinigten Staaten oder nach Großbritannien geflohen. Zwei Cousinen jedoch, Mutter und Tochter Gerta und Betty Warburg blieben bis 1940 in Altona, wurden von den Nazis verhaftet und starben im Vernichtungslager Sobibor.[1] Eric Warburg, Sohn von Max Warburg, kehrte nach Deutschland zurück und nahm großen Einfluss auf die Wiederherstellung von Deutschlands Ruf nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach ihm ist der Eric M. Warburg Preis der Atlantik-Brücke benannt. Erics Sohn, nach seinem Großvater ebenfalls Max genannt, ist heute Partner von M.M.Warburg & CO in Hamburg; seine Tochter Marie ist die zweite Ehefrau des Journalisten Michael Naumann.

[Bearbeiten] Bedeutende Familienmitglieder

[Bearbeiten] Einrichtungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Klessmann, Eckart: M. M. Warburg & Co. 1798—1998: Die Geschichte des Bankhauses 2004
  • Chernow, Ron: The Warburgs: The Twentieth-century Odyssey of a Remarkable Jewish Family. New York: Random House 1993, ISBN 0-679-41823-7
  • Jacques Attali: A Man of Influence: The Extraordinary Career of S.G. Warburg. Bethesda, MD: Adler & Adler 1985, ISBN 0-917-56136-8
  • Farrer, David: The Warburgs: The Story of a Family. New York: Stein and Day 1974, ISBN 0-812-81733-8
  • Rosenbaum, Eduard: M. M. Warburg & Co., Merchant Bankers of Hamburg; A Survey of the First 140 years, 1798 to 1938 1962

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Belege

  1. Ron Chernow: The Warburgs New York: 1993.
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