Familien-Partei Deutschlands

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Familien-Partei Deutschlands
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Partei­vorsitzender Roland Körner[1]
General­sekretär vakant
Stell­vertretende Vorsitzende Arne Gericke
Oliver Prutz
Susanne Hentschel
Dirk Martin
Bundes­geschäfts­führerin Andrea Vollbracht
Bundes­schatz­meister Albrecht Hauck
Ehren­vorsitzender Franz-Josef Breyer[2]
Gründung 1981
Farbe(n) orange[4]
Bundestagsmandate
0/631
Staatliche Zuschüsse 162.009,96 Euro (2013)[5]
(Stand 13. Februar 2014)
Mitglieder­zahl 600[3]
Europaabgeordnete
1/96
EP-Fraktion Europäische Konservative und Reformisten[6]
Website www.familien-partei.de

Die Familien-Partei Deutschlands (Kurzbezeichnung: FAMILIE) ist eine deutsche Kleinpartei, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Familie auseinandersetzt.

Inhaltliches Profil[Bearbeiten]

Die Familien-Partei versteht sich als freiheitlich-demokratische Partei der politischen Mitte.[7]

Familie[Bearbeiten]

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Für sie bedeutet Familie eine Lebensgemeinschaft von Eltern mit Kindern sowie ausdrücklich auch Getrennterziehende und nichteheliche Lebensgemeinschaften von Eltern mit Kindern. Die Familien-Partei möchte auf politischem Wege für Männer und Frauen die Wahlfreiheit schaffen, sich für Kinder zu entscheiden, ohne dass sie gegenwärtig und zukünftig wirtschaftliche, politische oder soziale Nachteile im Vergleich zu Kinderlosen in Kauf nehmen müssen. Die Familien-Partei plädiert dafür, die Adoptionsmöglichkeiten insbesondere für Ehepaare, die keine Kinder bekommen können, zu erleichtern. Ihr erklärtes Anliegen ist es, durch verstärkte materielle und institutionelle Hilfe in Schwangerschaftskonflikten sowie durch die dauerhafte Zahlung von Erziehungsgehalt und durch Deckung der Kinderkosten die Häufigkeit von Schwangerschaftsabbrüchen nachhaltig zu verringern.

Nach Auffassung der Familien-Partei sollen Familien mit Kindern ein nach Anzahl und Alter der Kinder gestaffeltes sozialversicherungs- und steuerpflichtiges Erziehungsgehalt sowie ein nach Alter der Kinder gestaffeltes einkommensunabhängiges existenzsicherndes Kinderkostengeld erhalten. Die Finanzierung soll über die Einrichtung einer gesetzlichen Familienkasse nach dem Umlageverfahren erfolgen.

Die Familien-Partei fordert, dass alle Eltern, die Kinder erzogen haben, dafür im Alter eine angemessene Rente bekommen. Erziehungsleistende schaffen durch Kindererziehung erst die Voraussetzungen für die Renten ihrer eigenen Generation. Deshalb stehen ihnen auch Renten nach dem Umlageverfahren zu. Vor diesem Hintergrund ist das bisherige Verfahren bei der Berechnung der heutigen Renten, fast ausschließlich die erfolgte Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen, nicht zu rechtfertigen. Die erbrachte Erziehungs- und Betreuungsleistung ist vielmehr gleichermaßen Anspruch begründend.

Leitidee: Der Familienleistungsausgleich stellt die Zukunftsfähigkeit unseres Staatswesens wieder her. Dies hat folgende Auswirkungen:

  • Die umlagefinanzierten Sozialsysteme werden wieder leistungsfähig und bezahlbar. Auch bei den Familien bleiben Mittel zur begleitenden privaten Vorsorge.
  • Junge Eltern sind bereits finanziell abgesichert. Niemand muss aus wirtschaftlichen Gründen auf Kinder verzichten oder auf eine Abtreibung zurückgreifen. Der Kindesunterhalt ist in allen Lebensformen sichergestellt.
  • Es besteht Wahlfreiheit für Eltern, ob sie ihr Kind selbst betreuen oder einer Fremdbetreuung anvertrauen.
  • Die wirtschaftliche Benachteiligung der Eltern wird in allen Lebenslagen aufgehoben. Zum Beispiel führt die Erhebung indirekter Besteuerung nicht mehr zu einer überproportionalen Belastung der Erziehenden, kindbedingte Armut tritt nicht mehr auf.

Kultur, Erziehung und Bildung[Bearbeiten]

Die Familien-Partei Deutschlands sieht in Kulturangeboten (Theater, Konzerte, Museen, Reisen) einen wesentlichen Baustein des menschlichen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses. Solche Angebote sollten stärker als bisher auch Kindern und Jugendlichen zu günstigen Preisen wahrnehmbar gemacht werden. Bei allen Kulturangeboten ist stärker Rücksicht auf die unterschiedliche Mobilität der Generationen und die Situation in ländlichen Bereichen zu nehmen.

Die Familien-Partei fordert für berufstätige Eltern, dass an allen Schulformen flächendeckend Ganztagsbetreuungen sowie Betreuung während der Ferien ermöglicht werden. Die Wahlfreiheit des Bildungstyps muss für Eltern und Kinder gewährleistet sein. Die Familien-Partei Deutschlands befürwortet Bildungspflicht, ist aber gegen Schulzwang. Wahlfreiheit beinhaltet nicht nur alle Schulformen, sondern auch familiäre Schulmodelle.

Die Familien-Partei Deutschlands unterstützt das Recht der Jugend auf für die Adressaten kostenfreie Bildung und Ausbildung. Auch angesichts künftiger Anforderungen an die Arbeitsgesellschaft hält sie eine umgehende Kehrtwende zu einem finanziell gut ausgestatteten, effektiven und sozial verträglichen Bildungssystem für dringend geboten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Familien-Partei ist für die soziale Marktwirtschaft. Besonderes Augenmerk legt die Partei dabei auf die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Arbeitszeiten sollen flexibel sein, und Teilzeit soll nach Möglichkeit gefördert werden. Die Kopplung von Fördermaßnahmen mit familienfreundlichen Strukturveränderungen und Maßnahmen sollten zum Grundprinzip gehören. Daher soll der Zugang zu Fördermaßnahmen, nach einer grundliegende Reform vereinfacht werden, damit auch kleine Betriebe die Möglichkeit haben, Förderungen in Anspruch zu nehmen.

Der wirtschaftlichen Verödung ganzer Landstriche möchte die Partei mit gezielten Maßnahmen zur Förderung lokaler Strukturen entgegenwirken. Es darf aber keine reine Verlagerung von Arbeitsplätzen aus anderen Regionen erfolgen. Für Existenzgründungen ist angemessenes, staatliches Risikokapital zur Verfügung zu stellen.

Die Familien-Partei Deutschlands sieht die Wirtschaft in der Pflicht, ausreichend Ausbildungsplätze für die Schulabgänger zur Verfügung zu stellen. Ab einer bestimmten Mindestgröße hat jeder Betrieb auszubilden; alternativ erfolgt eine Ausbildungsabgabe.

Die Familien-Partei Deutschlands fordert für Praktikanten mit abgeschlossener Ausbildung einen branchenbezogenen gesetzlichen Mindestlohn sowie die zusätzliche Erstattung von Fahrtkosten. Bedient sich ein Unternehmen wiederholt oder über einen längeren Zeitraum der Arbeitsleistung von Praktikanten unter Inaussichtstellung eines Arbeitsverhältnisses, ohne dass es bei einer Person zu einer Einstellung kommt, hat das Unternehmen im Nachhinein den Praktikanten eine zusätzliche angemessene Abstandszahlung zu leisten.

In möglichst vielen Betrieben sollten die Arbeitnehmer mittels Anreizen am Produktivvermögen und damit am Gewinn beteiligt werden und so die Möglichkeit erhalten, auch bei sinkenden Realeinkommen aus Erwerbstätigkeit bei gleichzeitig wachsender Produktivität auskömmlich zu leben. Dies stärkt zugleich die persönliche Bindung zum Arbeitsplatz.

Die Familien-Partei Deutschlands bemängelt die vergleichsweise geringe parlamentarische Kontrolle der EU-Kommission. Hier trifft ihrer Auffassung nach eine mächtige wirtschaftliche Exekutive Entscheidungen und setzt staatenübergreifende Normen ohne eine direkte Legitimierung durch Parlament bzw. Bürger.

Eine besondere Rolle im künftigen Wirtschaftsgefüge wird die Biotechnologie spielen. Sie greift in die Reproduktionsmechanismen der Natur ein und bietet Möglichkeiten, die natürlichen Ausprägungsmerkmale innerhalb kürzester Zeiträume nachhaltig und unumkehrbar zu manipulieren und so existenzielle Abhängigkeiten zu etablieren. Biotechnologie darf nach Ansicht der Familien-Partei Deutschlands ausschließlich zum Gemeinwohl eingesetzt werden. Patente auf diesem Gebiet sind zeitlich kürzer zu befristen; Monopole gänzlich zu unterbinden.

Die Marktwirtschaftspolitik sieht vor, dass die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft optimal zum Wohle der Allgemeinheit, im Sinne eines ökologischen, sozialen und ethischen Wirtschaftens, gefördert wird. Das Schaffen dauerhafter Arbeitsplätze mit familienfreundlichen Rahmenbedingungen und die Sicherung des Gemeinwohls unter Berücksichtigung der genannten Aspekte müssen vorrangige Ziele der Wirtschaftspolitik sein.

Demokratie[Bearbeiten]

Die Familien-Partei setzt sich dafür ein, dass die Rechte für die nachkommenden Generationen im demokratischen System wahrgenommen und berücksichtigt werden. Sie sollen im Einklang stehen mit ihren späteren sozialen Verpflichtungen und humanen Bedürfnissen. Da das Grundgesetz ein Wahlrecht für alle vorsieht, möchte die Familien-Partei den Kindern eine Wählerstimme geben, was stellvertretend von den Eltern abgegeben werden kann. In anderen Rechtsfeldern habe sich dieses System mit Abgabe von Rechten und Pflichten bereits bewährt. Außerdem setzt sich die Partei für mehr Mitspracherechte der Bürger und Bürgerinnen ein. Bei wichtigen Sachfragen soll es auch zu einer Volksabstimmung auf Bundesebene kommen.

Die Familien-Partei möchte, dass die Abgeordnetenzeit auf Bundes- und Landesebene auf 20 Jahre und die Amtszeit vom Bundeskanzler, Ministerpräsident und Minister soll auf zwei Wahlperioden beschränkt werden. Die Art und Höhe von Einkünften müssen bei allen Abgeordneten offengelegt werden. Außerdem ist die Übernahme von Beratungstätigkeiten in der privaten Wirtschaft an strenge Auflagen zu knüpfen.

Die Familien-Partei fordert eine gerechte Verteilung der staatlichen Mittel, um einen fairen Konkurrenzkampf zwischen Bewerbern um politische Mandate zu bewirken. Daher soll die staatliche finanzielle Unterstützung der Parteien bei Wahlen bereits auf Kommunalebene einsetzen und das ohne jede Prozenthürde der Wählerstimmen.

Umwelt und Ressourcen[Bearbeiten]

Die Familien-Partei setzt sich für den Respekt der Natur ein. Die Umwelterziehung sei Aufgabe von Schulen und Elternhaus. Flora und Fauna müssen im Interesse kommender Generationen erhalten bleiben. Tiere sollen als Mitgeschöpfe geachtet werden. Tierschutz genießt einen großen Stellenwert, daher setzt sie sich für eine artgerechte Haltung ein.

Die Familien-Partei ist gegen Atomenergie, weil die Gefahren für Mensch und Umwelt unübersehbar sind. Als Alternative sieht die Partei Sonnenkollektoren, Solarzellen, Wind- und Wasserkraftanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung, Einsatz von Wärmepumpen, Latent-Wärme-Speichern und der Einstieg in die Wasserstofftechnologie. Die Familien-Partei will diesbezügliche Projekte und Forschung verstärkt fördern.

Geschichte[Bearbeiten]

1981–2010[Bearbeiten]

Die Partei wurde 1981 in Bayern unter der Bezeichnung Deutsche Familien-Partei e. V. (Kurzbezeichnung FP) gegründet. Sie war aus dem Verein „Mutter als Beruf“ hervorgegangen, der Ende der 1970er Jahre versucht hatte, bessere wirtschaftliche Verhältnisse für Mütter zu schaffen. 1989 wurde die Familien-Partei von dem Kinderarzt Franz-Josef Breyer aus St. Ingbert/Saarland, der von 1989 bis 2006 auch Bundesvorsitzender der Partei war, wieder belebt. Die Kurzbezeichnung wurde später in Familie und schließlich in FAMILIE geändert. Der Parteiname lautete seit Mitte der 1990er Jahre „FAMILIEN-PARTEI DEUTSCHLANDS FAMILIE“ und wurde 2006 in Familien-Partei Deutschlands geändert. Ende 2006 übernahm der freie Redner Arne Gericke aus Tessin das Amt des Bundesvorsitzenden.

Mitte 2004 gab es erste Kooperationsgespräche mit der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Bei der saarländischen Landtagswahl am 5. September 2004 kandidierten ÖDP-Mitglieder auf der Liste der Familien-Partei, die 3,0 Prozent erreichte. Bei der Landtagswahl in Brandenburg erreichte die Familienpartei 2,6 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2005 verzichtete die ÖDP zugunsten der Familienpartei auf eine Kandidatur. Gegen die vorgezogene Bundestagswahl 2005 reichten ÖDP und Familien-Partei Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ein, da die Frist zur Sammlung von Unterstützungsunterschriften drastisch verkürzt wurde.[8] Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 2006 verzichtete die Familienpartei zugunsten der ÖDP. Ende 2006 beschloss die Familienpartei jedoch, keine Fusion mit der ÖDP anzustreben, wodurch die Zusammenarbeit der Parteien beendet wurde.

Im Saarland verfügt die Partei über 19 kommunale Mandate von Ortsrat bis Kreistag. In Sankt Ingbert-Rohrbach hat sie bei der Kommunalwahl 2009 die absolute Mehrheit erzielt und stellt mit Martin Wirtz den Ortsvorsteher.[9] Im Stadtrat Sankt Ingbert ist die Familien-Partei mit sechs von 39 Sitzen die drittstärkste Fraktion. Bei der Landtagswahl im Saarland 2009 verlor die Familienpartei zwar einen Prozentpunkt, wurde jedoch mit 2,0 %-Stimmenanteil stärkste Partei außerhalb des Landtags.

seit 2010[Bearbeiten]

Im November 2010 wurde auf dem Bundesparteitag in Kassel der Bundesvorstand neu gewählt. Erhard Lahni löste als Bundesvorsitzender Arne Gericke ab, der nicht mehr kandidierte. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2011 erreichte die Familienpartei mit Spitzenkandidat Arne Gericke 1,5 Prozent (10.538 Zweitstimmen) der Stimmen.

Hans Wagner bei seiner Amtseinführung 2012

Am 6. November 2011 wurde Hans Wagner zum Oberbürgermeister der Stadt St. Ingbert gewählt. Wagner ist Mitglied der Familienpartei, trat jedoch als freier Kandidat an. Am 5. Juli 2012 trat Wagner sein Amt an.[10]

Bei der Landtagswahl im Saarland 2012 erreichte die Familienpartei 1,7 Prozent der Stimmen und verlor damit im Vergleich zur letzten Wahl 0,3 Prozentpunkte, blieb jedoch weiterhin stärkste Partei außerhalb des Landtages und lag sogar um 0,5 Prozent vor der FDP. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012 verfehlte die Familienpartei mit 0,96 % sehr knapp das Überspringen der auf Landesebene geltenden Ein-Prozent-Hürde für Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung.

Zum 1. Dezember 2012 schloss sich die Partei Soziale Gerechtigkeit − Nordrhein-Westfalen, eine Abspaltung der WASG, der Familienpartei an. Auf dem Bundesparteitag am 23/ 24. November 2013 wurde Maria Hartmann von den Mitgliedern als Bundesvorsitzende bestätigt, nachdem sie das Amt kommissarisch übernahm. Bei der Europawahl 2014 in Deutschland wurde Arne Gericke erneut zum Spitzenkandidaten seiner Partei[11] gewählt und wurde von den Wählern zum Mitglied des Europäischen Parlaments gewählt. Im Europaparlament schloss sich Gericke der europakritischen Fraktion der Europäischen Konservative und Reformisten an, in der auch die AFD vertreten ist.

Zum Bundesparteitag am 22./23. November 2014 wählten die Mitglieder der Familien-Partei einen neuen Vorstand. Roland Körner konnte sich im ersten Wahlgang gegen die bisherige Bundesvorsitzende Maria Hartmann und einem weiteren Herausforder durchsetzen und übernahm das Amt des Bunndesvorsitzenden.[12]

Struktur[Bearbeiten]

Bundesvorstand[Bearbeiten]

Vorsitzender Roland Körner
1.Stellvertretender Vorsitzender Arne Gericke
2.Stellvertretender Vorsitzender Oliver Prutz
3.Stellvertretender Vorsitzender Susanne Hentschel
4.Stellvertretender Vorsitzender Dirk Martin
Bundesschatzmeister Albrecht Hauck
Schriftführer Frank Köth
Bundesgeschäftsführerin Andrea Vollbracht
Beisitzer Roland Düpre, Jürgen Tartz, Matthias Engl

Unterorganisationen[Bearbeiten]

Die Familien-Partei besitzt mehrere Kreis-, Bezirks- und Stadtverbände. Es existiert ein Kreisverband Havelland in Brandenburg, ein Bezirksverband Oberbayern in Bayern,[13] ein Bezirksverband Ost in Schleswig-Holstein[14] sowie ein Kreisverband Coesfeld[15] und zwei Stadtverbände in Kaarst[16] und Billerbeck[17] in Nordrhein-Westfalen.

Daten der Landesverbände[Bearbeiten]

Die Familienpartei ist in 14 Landesverbände untergliedert. Lediglich in Bremen und Hamburg hat die Partei keinen Landesverband gegründet.

Landesverband Vorsitzender Gründungsdatum Mitgliederzahl Ergebnis der letzten Wahl des Landesparlaments[18][19] Ergebnis der Bundestagswahl 2013[20] Ergebnis der Europawahl 2009[21]
Baden-Württemberg Baden-Württemberg derzeit ungeklärt keine Angabe
(Stand: 2014)
0,0 % (2011) n. a. 1,0 %
Bayern Bayern Raimund Enders[22] keine Angabe n. a. (2008) n. a. 0,5 %
Berlin Berlin Oliver Prutz 2005[23] keine Angabe 0,1 % (2011) n. a. 0,7 %
Brandenburg Brandenburg Knut Leitert[24] keine Angabe n. a. (2009) n. a. 2,2 %
Hessen Hessen Annette Pitz[25] keine Angabe n. a. (2009) n. a. 0,5 %
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Arne Gericke 2006[26] 30
(Stand: 2011)[27]
1,5 % (2011) n. a. 2,4 %
Niedersachsen Niedersachsen Marc Christian Bunger[28] keine Angabe n. a. (2013) n. a. 0,6 %
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Helmut Geuking 1998[29] ca. 100
(Stand: 2012)[30]
0,4 % (2012) n. a. 0,6 %
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz Reinhard Corr keine Angabe n. a. (2011) n. a. 0,9 %
Saarland Saarland Roland Körner[31] 1989[32] 150
(Stand: 2012)[33]
1,7 % (2012) 1,3 % 1,9 %
Sachsen Sachsen N.N. keine Angabe n. a. (2009) n. a. 1,9 %
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt N.N. keine Angabe n. a. (2011) n. a. 2,6 %
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Werner Lahann 1999[34] 108
(Stand: 2012)[35]
0,96 % (2012) n. a. 0,9 %
Thüringen Thüringen Klemens Zentgraf 2005[36] keine Angabe n. a. (2009) n. a. 2,4 %
Legende
  • n. a. – nicht angetreten

Finanzen und Beteiligungen[Bearbeiten]

Geldflüsse[Bearbeiten]

Laut Bundestagsdrucksache 16/1870 erhielt die Partei im Jahr 2005 Zuwendungen von etwa 345.000 Euro. Davon waren etwa 13.000 Euro Beiträge (4 %) und etwa 170.000 Euro Spenden (50 %). 155.000 Euro flossen der Partei aus staatlichen Mitteln zu. Insgesamt machte die Partei etwa 13.000 Euro Gewinn. Die Partei erhielt keine Großspenden über 10.000 Euro.[37]

Reinvermögen[Bearbeiten]

Das Reinvermögen der Partei betrug 2005 etwa 35.000 Euro.

Firmenbeteiligungen und Immobilienvermögen[Bearbeiten]

Die Partei verfügt weder über Immobilien noch über Firmenbeteiligungen.

Wahlteilnahmen[Bearbeiten]

Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Bundestagswahlergebnisse[38]
Jahr Bundesweite Zweitstimmenanzahl Bundesweiter Zweitstimmenanteil Anzahl der Landeslisten Zweitstimmenanteile der Listen Anzahl der Direktkandidaten Erststimmenanteile
1998 24.825 0,1 %[39] 2 0,2–0,5 % 8 in 2 Bundesländern 0,4–1,8 %
2002 30.045 0,1 %[39] 2 0,2–1,1 % 8 in 3 Bundesländern 0,4–2,4 %
2005 191.842 0,4 %[40] 6 0,2–2,1 % 29 in 9 Bundesländern 0,8–3,7 %
2009 120.718 0,3 %[41] 4 0,3–1,5 % 8 0,8–2,9 %
2013 7.451 0,0 % 1 1,3 % 4 in 3 Bundesländern 0,3-1,2 %

Europawahlen[Bearbeiten]

Die Familien-Partei kandidierte bei den Europawahlen 1994 und 1999 mit einer Landesliste im Saarland. Im Jahr 2004 trat sie erstmals mit einer Bundesliste an. Bei der Europawahl 2014 erzielte die Partei einen Sitz im Parlament.

Europawahlergebnisse[42]
Jahr Stimmenanzahl Stimmenanteil Sitze Spitzenkandidat
1994 2.781 0,0 % 0
1999 4.117 0,0 % 0
2004 268.468 1,0 % 0
2009 252.121 1,0 % 0 Arne Gericke
2014 202.871 0,7 % 1 Arne Gericke

Landtagswahlen[Bearbeiten]

Die Familien-Partei ist in keinem Landtag vertreten. Die folgende Tabelle gibt lediglich die Landtagswahlen wieder, bei denen die Familien-Partei angetreten ist.

Wahljahr BW[43][44] BY[45][46] BE BB[47] HE[48] MV[49] NI[50] NW[51] SL[52] SH[53]
1982   0,0 %1                
1986   0,0 %2                
1990             0,0 %   0,0 %  
1994                 0,5 %  
1995               0,0 %    
1999         0,0 %       1,0 %  
2000               0,0 %    
2001 0,0 %                  
2004       2,6 %         3,0 %  
2005               0,0 %   0,8 %
2006           1,2 %        
2008         0,3 %   0,4 %      
2009                 2,0 % 0,8 %
2010               0,4 %    
2011 0,0 %[54]   0,1 %     1,5 %[55]        
2012               0,4 % 1,7 %[56] 0,96 %[57]

1) Kurzbezeichnung: FP
2) Kurzbezeichnung: Familie

Legende
höchstes Ergebnis in den einzelnen Bundesländern, ohne Einzug in den Landtag

Kommunale Mandate[Bearbeiten]

Die Familien-Partei stellt derzeit in den Bundesländern Saarland, Brandenburg,Mecklenburg-Vorpommern und NRW kommunale Abgeordnete:

Brandenburg[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Saarland[Bearbeiten]

Bundesvorsitzende der Familien-Partei Deutschlands[70][Bearbeiten]

Zeitraum Name
1989–25. November 2006 Franz-Josef Breyer
26. November 2006–13. November 2010 Arne Gericke
14. November 2010-13. Mai 2013 Erhard Lahni
14. Mai 2013-22.November 2014 Maria Hartmann
seit 23. November 2014 Roland Körner

Ehrenvorsitzende der Familien-Partei Deutschlands[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Familien-Partei Deutschlands – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. – Bundesvorstand der Familien-Partei
  2. Ehrenvorsitzender
  3. http://www.bpb.de/politik/wahlen/wer-steht-zur-wahl/bundestag-2013/165513/familie
  4. Die Familienpartei – Mama und Papa an die Macht
  5. Gesamtübersicht Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung für das Jahr 2013 gemäß §§ 18 ff. PartG (PDF; 139 kB), Stand: 13. Februar 2014.
  6. [1]
  7. – Bundesprogramm der Familien-Partei (PDF; 476 kB)
  8. ÖkologiePolitik 11/2002 (PDF)
  9. Martin Wirtz übernimmt Ortsvorsteher
  10. Unabhängiger Kandidat Wagner löst CDU-OB in St. Ingbert ab. In: Saarbrücker Zeitung, vom 7. November 2011, S. A1
  11. Ich wähle Zukunft (Familien-Partei)
  12. Ergebniss der Bundesvorstandswahl 2014
  13. | Website des Bezirksverband Oberbayern
  14. | Website des Bezirksverband Ost
  15. | Website des Kreisverband Coesfeld
  16. | Website des Stadtverband Kaarst
  17. | Website des Stadtverband Billerbeck
  18. Wahlergebnisse bei www.wahlrecht.de
  19. Landtagswahlen und Bundesrat – tagesschau.de
  20. Landesergebnisse der Bundestagswahl 2013
  21. Landesergebnisse der Europawahl 2009
  22. Der Vorstand im Landesverband Bayern, abgerufen am 13. Februar 2011
  23. Gründung des Landesverband Berlin
  24. Der Vorstand im Landesverband Brandenburg, abgerufen am 13. Februar 2011
  25. Vorstand vom Landesverband Hessen
  26. Gründung des Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
  27. ostsee-zeitung.de: Zehn Mini-Parteien wollen ins Parlament (30. August 2011)
  28. Webseite des Landesverbandes Niedersachsen
  29. | Gründung des Landesverband Nordrhein-Westfalen
  30. | Mitgliederzahl des Landesverband Nordrhein-Westfalen
  31. Der Vorstand im Landesverband Saarland, abgerufen am 13. Februar 2011
  32. | Gründung des Landesverband Saarland
  33. | Mitgliederzahl des Landesverband Saarland
  34. Gründung des Landesverband Schleswig-Holstein
  35. | Mitgliederzahl des Landesverband Schleswig-Holstein
  36. Gründung des Landesverband Thüringen
  37. Bundestagsverwaltung (PDF; 13,0 MB)
  38. Ergebnisse der Bundestagswahlen
  39. a b Bundeswahlleiter – Ergebnisse Bundestagswahl vor 2005
  40. Bundeswahlleiter – Ergebnisse Bundestagswahl 2005
  41. Bundeswahlleiter – Ergebnisse Bundestagswahl 2009
  42. Ergebnisse der Europawahlen
  43. Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg 1984 bis 1996
  44. Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg 1996 bis 2011
  45. Wahlleiter Bayern Mittelfranken
  46. Wahlleiter Bayern Oberbayern
  47. Bundeswahlleiter – Ergebnisse Landtagswahl Brandenburg 2004 (PDF)
  48. Landeswahlleiter Hessen – Ergebnisse Landtagswahl Hessen
  49. Landeswahlleiter Mecklenburg-Vorpommern – Ergebnisse Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern (PDF)
  50. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie – Ergebnisse Landtagswahl Niedersachsen
  51. Landeswahlleiterin des Landes NRW Ergebnisse Landtagswahl
  52. Statistisches Amt Saarland – Ergebnisse Landtagswahl
  53. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein – Ergebnisse Landtagswahl Schleswig-Holstein
  54. Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl am 27. März 2011 mit Vergleichsangaben von 2006
  55. Wahl zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, endgültiges Ergebnis
  56. Statistisches Amt Saarland – vorläufiges amtliches Endergebnis Landtagswahl 2012
  57. – vorläufiges amtliches Endergebnis Landtagswahl 2012 (PDF; 25 kB)
  58. Ergebnisse Kommunalwahlen 2014 Schönwalde-Glien
  59. FDP, Bauern und Familienpartei bilden Fraktion
  60. Grüne, FDP und Familienpartei bilden Fraktion
  61. Kommunalwahlen 2014 Billerbeck
  62. Kommunalwahl 2014 Coesfeld
  63. Kommunalwahl 2014 Kreis Coesfeld
  64. Kreistag Saarpfalz-Kreis
  65. Bürgermeisterwahlen 2011 St. Ingbert
  66. Stadtratswahlergebniss 2014 St. Ingbert
  67. Ortratswahlergebniss 2014 St. Ingbert-Mitte
  68. Ortratswahlergebniss 2014 St. Ingbert-Rohrbach
  69. Ortratswahlergebniss 2014 St. Ingbert-Hassel
  70. – Bundesvorsitzende der Familien-Partei