Fang den Hut
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| Fang den Hut | |
|---|---|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | C. A. N. Neves |
| Verlag | Ravensburger |
| Erscheinungsjahr | 1927 |
| Art | Würfelbrettspiel |
| Mitspieler | 2 bis 6 |
| Dauer | 30–45 Minuten |
| Alter | ab 6 Jahre |
Fang den Hut (in der Schweiz auch: Hütchenspiel, auf Englisch: Coppit) ist ein Pachisi-Abkömmling von Ravensburger für 2 bis 6, idealerweise 4 Spieler. Der Otto Maier Verlag, Ravensburg veröffentlichte das von dem deutschen Auswanderer C. A. N. Neves erfundene Spiel bereits 1927.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ablauf
Fang den Hut ist ein einfaches Würfel- und Laufspiel das Elemente des Pachisi enthält. Dass es sich weltweit durchsetzen konnte, obwohl es erst im 20. Jahrhundert erfunden wurde, hat es auch der Tatsache zu verdanken, dass sich erstmals die Spielfiguren frei bewegen, d. h. in jede beliebige Richtung auf den kreuz- und sternförmigen Spielplan, der wie ein Rad mit vier dicken Speichen aussieht, wandern konnten.
Die Spielfiguren sind inzwischen Kunststoff-Hütchen (zu Beginn bestanden sie aus Pappe), die übereinandergestapelt werden können. Im Unterschied zum Pachisi werden andere Figuren nicht geschlagen, sondern durch den übergestülpten Hut gefangen genommen. Die gefangene Beute sollte dann rasch ins eigene Haus gebracht werden. Dabei kann die Figur natürlich wieder von fremden Hütchen gefangen genommen werden.
Sieger ist der, der am Ende noch eigene Spielfiguren übrig hat oder, in einer Variante derjenige, der die meisten Hütchen einfing.
[Bearbeiten] Varianten
- In einer Neuausgabe von 2002 bei Ravensburger enthält das Spiel Zusatzkarten, die als eine Art Ereigniskarten den Spielverlauf beeinflussen.
- In einer kooperativen Variante ist es nun auch erlaubt, sich als Team zusammenzuschließen.
[Bearbeiten] Herkunft und Gestaltung
C. A. Neves, der sich das Spiel ausgedacht hatte, brachte das Spiel aus Südamerika mit. Es ist nicht bekannt, ob er damit eventuell einem indianischen Vorbild folgte. Graphisch gestaltet wurde das Spiel von Fritz Ehlotzky einem Designer, der stark von der neuen Sachlichkeit des Bauhausstils beeinflusst war.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Der Film Ballermann 6 hat 1997 Fang den Hut wieder populär gemacht
[Bearbeiten] Literatur
- Erwin Glonnegger: Das Spiele-Buch: Brett- und Legespiele aus aller Welt; Herkunft, Regeln und Geschichte. Uehlfeld: Drei-Magier-Verlag, 1999. ISBN 3-9806792-0-9
[Bearbeiten] Weblinks
- das Spiel auf Ravensburger
- Fang den Hut in der Spieledatenbank Luding
- go.to/hagru: Freie Variante des Spiels für den PC (Java)
[Bearbeiten] Interessantes
- U-995, das technisch-historische Museum vor Laboe, hatte den Beinamen "U-Fang-den-Hut" und die Figuren auch als Maling am Turm.
Die Besatzung wollte damit ironisch auf ihren Wandel vom Jäger zum Gejagten aufmerksam machen.

