Fanny Moser

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Fanny Moser (* 27. Mai 1872 in Badenweiler; † 24. Februar 1953 in Zürich) war eine Schweizer Zoologin und Parapsychologin.

Leben[Bearbeiten]

Moser war eine Tochter des Uhrenfabrikanten Heinrich Moser und seiner zweiten Ehefrau Fanny, geb. Sulzer-Wart (1848–1925). Sie wuchs zusammen mit ihrer Schwester, der späteren Frauenrechtlerin Mentona Moser, erst in Karlsruhe, dann bei Zürich sowie seit 1888 auf der Halbinsel Au in Wädenswil auf.

Moser promovierte 1902 und arbeitete danach an der Forschungsstation für Meeresbiologie in Neapel.

1903 heiratete sie den tschechischen Musiker und Komponisten Jaroslav Hoppe, der, von ihr aufopfernd gepflegt, 1927 nach schwerer Krankheit in Kremsier starb. Moser lebte danach zunächst in München und seit 1943 in Zürich.

Sie nahm im Februar 1914 als Gast an einer Privat-Seance eines weiblichen Berliner Mediums teil, bei der sie – laut eigener Aussage – Zeugin einer spektakulären Tisch-Levitation wurde.[1] Daraufhin widmete sich Moser bis an ihr Lebensende der kritischen Quellensammlung parapsychologischer Phänomene.

Moser hinterließ ihre umfangreiche parapsychologische Bibliothek sowie einen beträchtlichen Teil ihres Grundvermögens dem Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg unter Hans Bender („Moser-Stiftung“).

Werke[Bearbeiten]

  • Siphonophoren in neuer Darstellung (1921), eine von der Preußischen Akademie der Wissenschaft preisgekrönte Publikation
  • Der Okkultismus – Täuschungen und Tatsachen (2 Bände, 1935); Nachdruck 1974 unter dem Titel Das große Buch des Okkultismus
  • Spuk – Irrglaube oder Wahrglaube? (1950)

Literatur[Bearbeiten]

  • Gebhard Frei: Dem Andenken von Dr. Fanny Moser, in: Neue Wissenschaft: Zeitschrift für Grenzgebiete des Seelenlebens, 3. Jahrgang 1952, Heft 8/9, S. 269–272 online
  • Oscar Wanner: Fanny Moser. In: Schaffhauser Beiträge zur Geschichte. Biographien Band IV. 58. Jg. 1981, S. 163–172 (PDF, mit Foto, 414 kB)
  • Roger Balsiger, Ernst Kläy: Bei Schah Emir und Khan : Henri Moser Charlottenfels 1844-1923, Schaffhausen 1992, ISBN 9783858010926

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fanny Moser beschrieb später den Vorfall in ihrem Buch „Der Okkultismus – Täuschungen und Tatsachen“; der Bericht ist als Buchauszug hier online