Fantasie (Kompositionsform)

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Eine Fantasie, auch Fantasia oder Fantaisie (lat. phantasia, Gedanke, Einfall) ist ein frei komponiertes Musikstück. Das heißt, es werden Elemente der Improvisation aufgegriffen, oder die Komposition erweckt einen solchen Eindruck. Das Tempo wird nicht selten im Lauf des Stücks variiert und die Rhythmik relativ frei vom Spieler gestaltet. Das Instrument ist oft ein Tasteninstrument, kann aber auch ein anderes Soloinstrument oder (seltener) eine mehrstimmige Besetzung sein.

Eine Fantasie tritt im Barock häufig als Präludium, also als Vorspiel zum Beispiel vor Bachs Leipziger Chorälen (Fantasia super: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott) oder vor verschiedenen Fugen auf. Dort liegt eine dreiteilige Liedform (ABA-Form) vor. Man kennt auch Echofantasien, beispielsweise für mehrere Bläsergruppen oder für die verschieden klingenden Manuale einer Orgel.

Der Begriff der Fantasie ist nicht ganz abzugrenzen vom Präludium oder der Toccata - auch dort wird eine Komposition oft auf improvisierten Passagen aufgebaut, oder auch ein Stück in freiem Umgang mit dem Notentext vorgetragen. Der Interpret kann hier etwa Verzierungen, Agogik und andere musikalische Merkmale gestalten, oder Veränderungen in Rhythmik und Melodik vornehmen (siehe Hauptartikel Improvisation).

Bach bezeichnete auch die dreistimmigen Sätze aus seinen Inventionen und Sinfonien in früherer Ausgabe als Fantasia (im Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach).

Später wurde der Begriff Fantasie für ein ganz frei komponiertes Musikstück verwendet, wie zum Beispiel bei Mozarts Fantasie d-Moll.

Ebenso wird der Begriff kombiniert, Fantaisie-Impromptu (op. 66 posthum) bei Chopin, oder Beethoven bezeichnet zwei Klaviersonaten (Nr. 14 op. 27 Nr. 1 und 2) als „quasi una fantasia“.

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