Fantomas (1964)

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Filmdaten
Deutscher Titel Fantomas
Originaltitel Fantômas
Fantomas.svg
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1964
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie André Hunebelle, Haroun Tazieff
Drehbuch Pierre Souvestre, Marcel Allain (Vorlage), Jean Halain, Pierre Foucaud
Produktion Cyril Grize
Musik Michel Magne
Kamera Marcel Grignon
Schnitt Jean Feyte
Besetzung

Fantômas ist eine französische Kriminalkomödie des Regisseurs André Hunebelle aus dem Jahr 1964. Der Film verwendet Motive aus dem gleichnamigen Roman der französischen Autoren Pierre Souvestre und Marcel Allain und bekam wegen seines Erfolges zwei Nachfolgefilme, 1965 Fantomas gegen Interpol (Fantômas se déchaîne) und 1967 Fantomas bedroht die Welt (Fantômas contre Scotland Yard).

Handlung[Bearbeiten]

Fantomas, ein genialer Verbrecher, der seine Taten stets hinter wechselnden Masken begeht, will sich an dem Journalisten Fandor rächen, der ihn in einem Zeitungsartikel als reines Phantasieprodukt der ratlosen Polizei hingestellt und lächerlich gemacht hatte. Er verschleppt Fandor in sein futuristisch ausgestattetes unterirdisches Domizil und kündigt ihm an, sein Gehirn für ein bizarres Experiment, die Erschaffung eines vollkommenen Menschen, verwenden zu wollen. Zuvor soll Fandor aber noch mit dem völligen Verlust seiner gesellschaftlichen Reputation büßen. Zu diesem Zweck verkleidet Fantomas sich als Fandor und begeht in dieser Maske spektakuläre Verbrechen. Der ebenso eifrige wie konfuse Kommissar Paul Juve glaubt bald, dass Fandor Fantomas ist, doch der wirkliche Fantomas treibt mit ihm das gleiche Spiel und bringt es damit zuwege, dass Juve von seinem eigenen, bislang stets unterwürfigen Assistenten Inspektor Bertrand verhaftet und nicht ohne Genuss unsanft in die Mangel genommen wird. Als Fantomas auch noch Fandors Verlobte Helene entführt, erwacht von ihm unbemerkt die Eifersucht seiner bisherigen Gespielin und Komplizin, der geheimnisvollen Lady Beltham. Sie verhilft den Gefangenen zur Flucht, die zwar eigentlich in deren Untergang führen soll, aber Fandor meistert die rasante Schussfahrt im manipulierten Fluchtwagen und findet sich lediglich wegen Geschwindigkeitsüberschreitung im Gefängnis und ausgerechnet neben Kommissar Juve wieder. Bald erscheint Fantomas als Gefängniswärter und schafft sie in einem Gefängnistransporter weg, um nun beider Gehirne für sein Projekt zu missbrauchen. Nach einem Autounfall wieder freigekommen, verfolgen Juve und Fandor Fantomas zu Lande, dann mit Helenes Hilfe in einem Hubschrauber und zuletzt bis ins Meer. Aber der Verbrecher ist technisch so gut ausgerüstet, dass er mit Hilfe eines U-Boots entkommen kann, während Juve und Fandor resigniert im Wasser paddeln und schließlich von Helene in ein Ruderboot gehievt werden.

Synchronisation[Bearbeiten]

Das Dialogbuch wurde von Ursula Buschow geschrieben und Dialogregie führte Edgar Flatau.

Rolle Schauspieler Deutscher Synchronsprecher
Fantomas Jean Marais Klaus Miedel
Fandor Paul Klinger
Inspector Juve Louis de Funès Gerd Martienzen
Helene Mylène Demongeot Margot Leonard
Inspektor Bertrand Jacques Dynam Gerd Duwner
Zeitungs-Verleger Robert Dalban Eduard Wandrey

Kritiken[Bearbeiten]

„Schwankhafte, in der zweiten Hälfte temporeiche Unterhaltung, die mehr heitere Verwicklungen als Grusel zum Ziel hat.“

Lexikon des internationalen Films

„Der Herr des Schreckens hat sich zu einer Art Kinderschreck gewandelt. Es lebe die Klamotte. Witzig, haarsträubend spritzig inszeniert, die Besetzung einfach prächtig; eine köstliche, unterhaltsame Persiflage. Louis de Funès' Durchbruch zum ersten Komiker Frankreichs.“

(Hahn/Jansen, S. 142)

„Da der an sich negative Stoff in dieser humoristischen Fassung völlig entschärft wurde, ist der mit Witz und technischem Können ins Bild gesetzte Farbstreifen schon ab 16 gut möglich.“

Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 93/1965

Erstaufführungen[Bearbeiten]

Der Film hatte in Frankreich Premiere am 4. November 1964, in den USA am 5. April 1966 und in der Bundesrepublik Deutschland am 27. Mai 1966. In der DDR wurde der Film erstmals am 23. Dezember 1973 im Fernsehen gezeigt.[1]

Medien[Bearbeiten]

DVDs
  • Fantomas (Limited Edition, alle drei Filme, UFA-DVDs mit Bonusmaterial) (Die Filme sind auch als Einzel-DVD erhältlich)
Blu-rays
  • Fantomas-Trilogie (alle drei Filme auf deutsch in einer Box in HD) (die Filme sind auch als Einzel-Blu-ray erhältlich)
Filmmusik
  • Fantomas 70 (Sampler-CD mit Musik aus allen drei Filmen), Universal France 013 476-2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.imdb.com/title/tt0058089/releaseinfo

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]