Faro
| Faro | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Region: | Algarve | |||||
| Unterregion: | Algarve | |||||
| Distrikt: | Faro | |||||
| Concelho: | Faro | |||||
| Koordinaten: | 37° 1′ N, 7° 56′ W37.015111111111-7.93511111111116Koordinaten: 37° 1′ N, 7° 56′ W | |||||
| Einwohner: | 63.967 (Stand: 30. Juni 2011)[1] | |||||
| Fläche: | 201,59 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2] | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 317 Einwohner pro km² | |||||
| Höhe: | 6 m | |||||
| Postleitzahl: | 8000-xxx | |||||
| Kreis Faro | ||||||
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| Einwohner: | 63.967 (Stand: 30. Juni 2011)[1] | |||||
| Fläche: | 201,59 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2] | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 317 Einwohner pro km² | |||||
| Anzahl der Gemeinden: | 6 | |||||
| Verwaltung | ||||||
| Adresse der Verwaltung: | Município de Faro Rua do Município 8000-398 Faro |
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| Präsident der Câmara Municipal: | Macário Correia (PSD) | |||||
| Webpräsenz: | www.cm-faro.pt
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Faro ['faɾu] ist eine Stadt im Süden Portugals (Algarve) mit etwa 44.119 Einwohnern[3] (63.967 Einwohnern im Kreis, Stand vom 1. Januar 2011), einem internationalen Flughafen (überwiegend Charterflüge) und zwei Universitäten. Die Stadt bildet sich aus den beiden Freguesias (‚Gemeinden‘) São Pedro und Sé. Faro ist das administrative Zentrum der Algarve und ein wichtiger Hafen, der von einer Lagune geschützt wird, die heute ein Naturschutzgebiet darstellt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Aus einer älteren phönizischen Siedlung, die auch von den Griechen zeitweilig genutzt wurde, entstand in römischer Zeit das Oppidum Ossonoba. Aufgrund seines Hafens und der Nähe zu reichen Fischgründen wurde es zu einem wichtigen Handelsplatz für Wein, Öl und Produkte der Fischverarbeitung, insbesondere des in der gesamten antiken Welt begehrten Garum, aber auch gepökelten Fischs. Ossonoba wurde bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. von Strabon und im 1. Jahrhundert n. Chr. von Plinius in seiner Naturkunde unter den großen Oppida aufgezählt. 418 zogen die Westgoten siegreich nach Faro ein und nannten die Stadt Santa Maria. Im Jahr 713 wurde Faro von den Arabern eingenommen, von denen auch heute noch viele Spuren zeugen. Sie nannten den Ort Hárune, wovon der heutige Name abgeleitet ist. Bakr ibn Yahya gründete eine Dynastie, die von 875 bis 931 von Faro aus, das er befestigte, über ein Fürstentum an der Algarve herrschte. 1217 plündern Kreuzritter während der Reconquista die Stadt. Nachdem sie Faro von seinem Hinterland abgeschnitten hatten, eroberten sie unter dem portugiesischen König Afonso III. die Stadt im Jahr 1249. Dank der Druckerei der jüdischen Gemeinde erschienen im 15. Jahrhundert die ersten in Portugal gedruckten Bücher in Faro. Erst 1540 erhielt Faro das Stadtrecht. 1577 wurde der Bischofssitz von Silves nach Faro verlegt. Robert Devereux, der Earl of Essex, ließ bei seinem Feldzug gegen das spanische Cadíz im Juli 1596 die Stadt von seiner 3.000 Mann zählenden Truppe plündern und brandschatzen. Nur die Kirchen Miséricórdia und São Pedro blieben unversehrt. Die wertvolle Bischofsbibliothek gelangte als Beutekunst nach Oxford. 1722 und 1755 verwüsteten Erdbeben an der Algarve auch Faro. Infolge des letzten Erdbebens wurde 1756 der Regierungssitz des Königreiches Algarve von Lagos ins weniger zerstörte Faro verlegt. 1808 nahmen napoleonische Truppen Faro unter dem Befehl von General Junot ein, die durch einen Aufstand vertrieben wurden. Seit 1979 verfügt Faro über eine eigene Universität.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die Stadt verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten, u. a. die „goldene“ Barockkarmeliterkirche Nossa Senhora do Carmo aus dem 18. Jahrhundert, deren schaurige Attraktion die Capela dos Ossos, die mit Schädeln und Knochen verzierte Knochenkapelle ist. Durch den Arco da Vila oder den Arco do Repousado gelangt man in die Altstadt, die Vila Adentro, in der sich die Kathedrale Sé aus dem 13. Jahrhundert am Largo da Sé und das Rathaus befindet. Das ehemalige Kloster Nossa Senhora da Assunção aus dem 16. Jahrhundert verfügt über einen schönen Renaissance-Kreuzgang und dient seit 1973 als archäologisches Museum, in dem u.a. Exponate aus dem nahegelegenen römischen Milreu, aber auch Azulejos und sakrale Kunst und Malerei gezeigt werden. Am Hafen im Gebäude des Hafenmeisters befindet sich das Museu Marítimo, ein Schifffahrtsmuseum, in dem historische Schiffsmodelle und Fischfangmethoden der Algarve präsentiert werden. Im Gebäude der Bezirksverwaltung ist das ethnographische Museu Regional untergebracht. Zusammen mit Fotos über die Lebens- und Wohnverhältnisse sind hier kunsthandwerkliche Gegenstände, Trachten und detailgetreue Modelle der gesamten Algarve zusammengetragen.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Verkehrsinfrastruktur [Bearbeiten]
- Bei Faro liegt der einzige Flughafen der Algarve, der Flughafen Faro.
- Segler-Marina Vilamoura, 15 km westlich vom Flughafen
- Die Eisenbahnverbindung Linha do Algarve.
Freizeit- und Sportanlagen [Bearbeiten]
- Das Algarve-Stadion, in dem mehrere Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2004 stattfanden und seit 1994 der Algarve Cup.
Verwaltung [Bearbeiten]
Faro ist Distrikthauptstadt und Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): São Brás de Alportel, Olhão, Loulé. Im Süden liegt der Atlantik.
Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Faro:
- Conceição
- Estoi (ehemals Estói)[4][5]
- Montenegro
- Santa Bárbara de Nexe
- São Pedro (Faro)
- Sé (Faro)
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Nuno Krus Abecasis (1929–1999), Politiker
- Frederica Piedade (*1982), Tennisspielerin
Galerie [Bearbeiten]
Klimatabelle [Bearbeiten]
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Faro
Quelle: wetterkontor.de
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Weblinks [Bearbeiten]
- Klimadiagramm und Klimatabelle von Faro (deutsch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
- ↑ a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
- ↑ Atlas de Portugal. Igeo.pt, abgerufen am 10. Juni 2010 (portugiesisch).
- ↑ Durch das Gesetz Nr. 32/2005 vom 28. Januar (2005) erklärte die Versammlung der Republik, dass “a povoação e a freguesia de Estói, no município de Faro, passam a denominar-se Estoi”
- ↑ Junta de Freguesia de Estoi. Jf-estoi.pt, abgerufen am 10. Juni 2010 (portugiesisch).
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