Faster

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Filmdaten
Deutscher Titel Faster
Originaltitel Faster
Faster (2010) Logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK keine Jugendfreigabe
Stab
Regie George Tillman Jr.
Drehbuch Tony Gayton
Joe Gayton
Produktion Tony Gayton
Liz Glotzer
Martin Shafer
Robert Teitel
Musik Clint Mansell
Kamera Michael Grady
Schnitt Dirk Westervelt
Besetzung

Faster ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2010. Der Film kam am 17. März 2011 in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

James Cullen,[1] genannt „Driver“, wird nach zehn Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er war inhaftiert worden, weil er und sein Bruder an einem Banküberfall beteiligt gewesen waren. Das Versteck der Diebe wurde jedoch von einem Unbekannten verraten, welcher eine Gruppe bewaffneter Männer zu Cullen und seinen Mitstreitern führte. Bei dem Versuch, den Aufenthaltsort des gestohlenen Geldes zu erpressen, werden – außer Cullen, der knapp überlebt – alle Beteiligten des Banküberfalls ermordet. Im letzten Gespräch mit dem Gefängnisdirektor ermahnt dieser Cullen, ein besserer Mensch zu werden. Cullen verfolgt jedoch ein festes Ziel. Mit einer 1971er Chevrolet Chevelle SS fährt er zu einem Bürogebäude und erschießt dort einen Mitarbeiter namens Prescott Aernton. Anhand einer Liste, die Cullen bei einem Privatdetektiv in Auftrag gab, erfährt er die vollständigen Namen der Personen, die an der Ermordung seines Bruders beteiligt waren.

Währenddessen wird Cullen von Detective Cicero und einem Polizisten mittleren Alters namens Slade Humphries,[2] (genannt Cop), dessen Leben aufgrund seines Drogenkonsums aus den Fugen geriet, verfolgt. Sie untersuchen den Mord im Büro und sehen sich die Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras an. Cicero erinnert sich an das Gesicht Cullens, kann es aber noch nicht zuordnen. Kurze Zeit später wird der namenlose Auftragskiller Killer angeheuert, um Cullen zu töten. Er erzählt seiner Freundin Lily, dass dies sein letzter Job sein wird. Der Konflikt zwischen seiner Arbeit und seiner Liebe zu Lily scheint ihm zu schwerwiegend.

Derweil hat Cullen bereits sein zweites Opfer auf der Liste ausgemacht. Es handelt sich um einen alten Mann namens Kenneth Tyson, der seine eigenen Snuff-Filme dreht. Tyson wird von Cullen überrascht, als er im Begriff ist, sich an einem betäubten Mädchen zu vergehen. Cullen tötet ihn und flüchtet aus der Wohnung. Unterdessen hat der Killer längst die Fährte Cullens aufgenommen und ist ihm gefolgt. Im Flur liefern sich beide eine Schießerei. Cullen kann flüchten, der Killer empfindet die Niederlage als Schmach und kann nur schwer damit umgehen, dass er seinen letzten Auftrag nicht erfüllen konnte.

Cicero untersucht die Vergangenheit Cullens und findet heraus, dass er nach dem Banküberfall betrogen wurde. Cicero erinnert sich an ein Video, das den Ermittlern damals vorlag. Dort ist die Hinrichtung der Bankräuber zu sehen. Die Ermittler sind sich einig, dass Cullen im Begriff ist, alle Beteiligten des Hinterhalts zu ermorden.

Cullen besucht derweil seine Ex-Freundin Nan, die auch auf seiner Liste steht. Sie hat inzwischen eine neue Familie und ein Kind. Er erfährt, dass sie aufgrund Cullens Inhaftierung ihr gemeinsames ungeborenes Kind abtrieb. Sie weiß um Cullens Rachefeldzug und wünscht ihm, dass er erfolgreich sein wird. Nevada ist Cullens nächstes Ziel, um dort eine weitere Person der Liste, Hovis Nixon (genannt Baphomet), zu finden und zu töten. Nixon tötete einst seinen Bruder und arbeitet nun als Türsteher in einem Strip-Club. Cullen ersticht Nixon mit Hilfe eines Eispickels. Er verlässt den Tatort in dem Glauben, Nixon sei tot. Durch einen Radiobericht wird Cullen jedoch darüber informiert, dass Nixon die Tat überlebte. Humphries und Cicero rechnen mit einer Rückkehr Cullens, um den Mörder seines Bruders endgültig zu töten. Tatsächlich sucht Cullen das Krankenhaus auf und tötet Nixon während seiner Operation. Humphries versucht die Gelegenheit zu nutzen, um Cullen zu überwältigen. Stattdessen erhält Cullen die Möglichkeit, Humphries zu töten, verschont ihn jedoch. Cullen verlässt das Krankenhaus und flüchtet. Unterwegs wird er abermals von Killer verfolgt. Nach einer rasanten Verfolgungsjagd auf dem Highway zerschießt Cullen die Reifen Killers. Der Killer verwundet Cullen daraufhin durch einen Streifschuss am Hals.

Cullen fährt zum vorletzten Namen auf seiner Liste. Es ist der Name seines Vaters. Von seiner Mutter erfährt Cullen jedoch, dass dieser bereits tot ist und Cullen ein uneheliches Kind sei. Sie überzeugt ihn auch, dass dieser nicht für den Verrat verantwortlich ist, weil er seinen leiblichen Sohn – Cullens Bruder und Komplize beim Banküberfall – im Gegensatz zu ihm wirklich geliebt hat und deswegen nie verraten hätte. Nachdem seine Mutter seine Halswunde versorgt hat, fährt er fort, um den letzten Mann auf der Liste zu töten. Es handelt sich um Alexander Jarod, einen evangelischen Wanderpriester, dessen Predigten Cullen in den letzten Tagen im Radio verfolgt hat. Jarod hat Cullen bereits erwartet und bittet um Vergebung, da er sein Leben nun geändert hat. Cullen kehrt in die Kirche zurück, nachdem er Jarod im letzten Moment verschont hat. Dort trifft er auf Killer, der ihn mit der Waffe bedroht. Cullen verzichtet jedoch auf eine Gegenwehr, was den Killer wütend macht, da er seine Ehre verletzt sieht. Killer verrät, dass Cullens Liste noch nicht vollständig ist, da der Auftraggeber von Killer ebenfalls etwas mit dem Hinterhalt zu tun hat.

Humphries kommt hinzu und fordert Killer auf seine Waffe niederzulegen, ansonsten würde er sterben. Als er der Aufforderung nachkommt, schießt Humphries Cullen in den Kopf. Schließlich will er dem Killer sein Geld – einen Dollar – für den Auftrag übergeben. Dieser verweigert jedoch, da nicht er, sondern Humphries Cullen erschossen habe. Humphries ruft am Strand stehend seine Freundin Marina, die einstige Ex-Freundin des Bruders von Cullen, an. Sie war es, die die Brüder einst bei ihrem Banküberfall verriet und Humphries den Tipp gab, die Beute des Banküberfalls den Bankräubern zu rauben. Plötzlich wird Humphries jedoch von Cullen erschossen, welcher durch eine Metallplatte im Kopf überlebt hatte. Bevor Cicero die Kirche betritt und Humphries' toten Körper am Strand entdeckt, ist Cullen geflüchtet.

Cullen schüttet am Ende des Films die Asche seines Bruders ins Meer und fährt davon.

Trivia[Bearbeiten]

Im deutschen Trailer zum Film sieht man, wie der Killer am Schluss von Cullen getötet wird. Er stößt frontal mit dem Ferrari des Killers auf dem Highway zusammen. Cullens Wagen wird dabei über den Ferrari katapultiert und zerstört. Danach sieht man den Killer tot auf dem Highway liegen und Cullen davon gehen. Diese Szene ist im Film nicht zu sehen.[3] Dabei handelt es sich um eine nicht verwendete Szene, wie Regisseur George Tillman Jr. in den „Extras“ der DVD erklärt. Ein Testpublikum habe es nicht für gut befunden, dass der an sich nicht unsympathische Killer sterben solle, deswegen wurde das Drehbuch geändert und die Todesszene des Killers geschnitten. Auch war geplant, dass Cullen in der Schlusssequenz von dutzenden Polizeifahrzeugen verfolgt und somit gefasst wird. Auch diese Szene wurde zugunsten eines offenen Endes weggelassen.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten startete der Film bereits am 24. November 2010 und spielte bei einem Budget von 24 Mio. US-Dollar weltweite Einnahmen von 35,6 Mio. US-Dollar ein. Das deutsche Publikum bekam Faster erst am 17. März 2011 zu sehen.[4]

Rezeption[Bearbeiten]

Laut Rotten Tomatoes erhielt der Film durchwachsene Kritik. Das Fachpublikum bescheinigte dem Film eine Durchschnittsbewertung von 42 Prozent.[5]

„Sinn- und schnörkelfreier Actionfilm, der in seiner geradlinigen, trockenen Inszenierung ans Genrekino der 1970er-Jahre erinnert und dadurch auch einige aberwitzige Handlungsmomente erdet. Das derbe Rachedrama versucht gar nicht erst, seine gewalttätige Handlung durch ‚gesellschaftskritische‘ Spitzen zu bemänteln, sondern liefert so simple wie rasante Genreunterhaltung.“

Lexikon des Internationalen Films[6]

„[Der Trailer] suggeriert [...], was man von einem Film mit dem Titel ‚Faster‘ auch erwartet: viel Geballer, coole Oneliner, heiße Frauen – also den perfekten Film für einen entspannten Kinoabend mit Popcorn und Bier. Aber was Regisseur George Tillman Jr. hier präsentiert, ist alles andere als leichtverdauliches Actionkino zum Gehirnabschalten und Spaßhaben. Vielmehr erwartet den überraschten Zuschauer ein düsteres Rachedrama.“

Roger Förster, filmstarts.de[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Name des Protagonisten wird nie erwähnt. In einer Szene steht sein Name jedoch auf einem Dokument.
  2. Auch der Name dieser Rolle wird nie genannt und ist in einer Szene auf einem Dokument sichtbar.
  3. vgl. YouTube-Trailer bei 1:32 min
  4. Faster auf boxofficemojo.com (Englisch), abgerufen am 21. Mai 2012
  5. Faster auf Rottan Tomatoes
  6. Faster im Lexikon des Internationalen Films
  7. Kritik auf filmstarts.de