Februar 2003

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Samstag, 1. Februar[Bearbeiten]

Sonntag, 2. Februar[Bearbeiten]

Montag, 3. Februar[Bearbeiten]

  • Venezuela: Die Opposition erklärt offiziell das Ende des seit 63 Tagen andauernden Generalstreiks.
  • Jakarta/Indonesien: Bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Polizei werden ein Gebäude und zwei Autos beschädigt. Menschen kommen nicht zu Schaden.

Dienstag, 4. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 5. Februar[Bearbeiten]

Donnerstag, 6. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 7. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 8. Februar[Bearbeiten]

  • Deutschland und Frankreich: Dem „Spiegel“ zufolge arbeiten beide Staaten an einem alternativen Plan um den Irak komplett zu entwaffnen. Dazu sollen UN-Blauhelm-Soldaten die Kontrolle des Landes übernehmen.
  • Australien: Rund 750 nackte Frauen demonstrieren gegen einen Irak-Krieg. Sie bilden aus ihren Körpern die Worte „No War“. In mehreren deutschen Städten demonstrieren mehrere zehntausend Menschen, davon etwa 20000 in München gegen den drohenden Irak-Krieg.
  • London/Vereinigtes Königreich: Das Dossier, das am 3. Februar von der britischen Blair-Regierung vorgelegt wurde, um die unmittelbare Gefahr zu dokumentieren, die vom Irak ausgehe, basiert Channel 4 News zufolge stellenweise wörtlich auf einer 12 Jahre alten Arbeit eines kalifornischen Studenten.

Sonntag, 9. Februar[Bearbeiten]

Montag, 10. Februar[Bearbeiten]

Dienstag, 11. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 12. Februar[Bearbeiten]

Donnerstag, 13. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 14. Februar[Bearbeiten]

  • New York/Vereinigte Staaten: Der Bericht von Hans Blix vor dem UN-Sicherheitsrat bringt keine Verstöße gegen die Resolution 1441 zu Tage; Blix spricht auch Bedenken in Hinblick auf die Präsentation des US-Außenministers Powell vom 5. Februar aus, zugleich ermahne er den Irak, die noch fehlenden Nachweise für den Verbleib seiner Waffen nachzureichen. Russland und Frankreich bekräftigen ihren Friedenskurs und Russland spricht sich nochmals gegen eine weitere Resolution aus.
  • Korea: Erstmals seit Jahrzehnten können Südkoreaner auf dem Landweg nach Nordkorea reisen. 20 Busse mit knapp 500 Passagieren fuhren in den Norden. Die Öffnung wurde bereits 2000 beschlossen aber immer wieder verzögert.
  • Vereinigte Staaten: Die Untersuchungskommission des Columbia-Unglücks teilt als vorläufiges Ergebnis ihrer bisherigen Ermittlungen mit, dass ein Riss oder Bruch im Hitzeschild des linken Flügels die Unfallursache sei.
  • Bolivien: Die Proteste gegen die Sparpolitik von Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada haben offenbar ein Ende gefunden nachdem der Präsident seinen Kurs änderte. Der Streik der Polizei und darauf folgende Militäreinsatz forderte 22 Tote und 102 Verletzte.
  • Vereinigtes Königreich: Klonschaf Dolly wird im Alter von sechs Jahren eingeschläfert. Das Tier litt an einer Lungenkrankheit.
  • Melbourne/Australien: In Melbourne gehen weit über 100.000 Menschen gegen die Irak-Politik George W. Bushs auf die Straße.

Samstag, 15. Februar[Bearbeiten]

Sonntag, 16. Februar[Bearbeiten]

  • Laut Angaben der Organisatoren waren an den gestrigen, weltweiten Demonstrationen insgesamt 11 Millionen Menschen beteiligt. Der Termin wurde bereits Monate vorher festgelegt.
  • Österreich: Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen der konservativen Volkspartei ÖVP und den Grünen. Somit wartet das Land auch drei Monate nach der Parlamentswahl auf eine neue Regierung.
  • Cancún/Mexiko: Die Gespräche der Doha-Runde zu Fragen des Welthandels enden ohne Ergebnis.

Montag, 17. Februar[Bearbeiten]

  • Nordkorea: Ebenso wie im Irak spitzt sich auch in Korea die Lage zu. Nordkorea droht, den Waffenstillstand von 1954 zu brechen. Als Grund wird die Verstärkung der US-amerikanischen Streitkräfte an Nordkoreas Küsten genannt.
  • Brüssel/Belgien: Der Streit, der die NATO zu spalten droht, nimmt ein Ende. Der Türkei werden Defensivwaffen zugesagt und die Vereinten Nationen sollen die Führungsrolle im Irak-Konflikt beibehalten.
  • Chicago/Vereinigte Staaten: In einem Nachtclub sind bei einer Massenpanik mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Sicherheitspersonal hatte Pfefferspray versprüht um einen Streit zwischen Gästen zu schlichten. Andere Gäste nahmen an, es handele sich um einen Terroranschlag und eine Massenflucht brach aus.
  • Australien: Abschluss eines Freihandelsabkommen mit Singapur.
  • London/Vereinigtes Königreich: Einführung der Congestion Charge; Kraftfahrer, die künftig in die Innenstadt fahren wollen, müssen eine Gebühr in Höhe von 8 Pfund pro Tag entrichten.

Dienstag, 18. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 19. Februar[Bearbeiten]

  • Iran: Beim Absturz eines iranischen Militärflugzeugs vom russischen Typ Iljuschin Il-76 kommen 275 Menschen (257 Revolutionsgardisten und 18 Besatzungsmitglieder) ums Leben.
  • Hamburg/Deutschland: Der Marokkaner Mounir El Motassadeq ist im weltweit ersten Prozess um die Terroranschläge vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
  • Berlin/Deutschland: Die Bundesregierung beschloss gestern eine Straffreiheit für Steuersünder. Schwarzgeld kann in diesem Jahr straffrei zu einem Steuersatz von 25 Prozent, bis zum 30. Juni 2004 zu 35 Prozent geltend gemacht werden. Danach wird wieder die jetzige Praxis gelten. Außerdem soll das Bankgeheimnis abgeschafft werden und die Zinssteuer grundlegend geändert werden.
  • Vereinigte Staaten: Der Skandal um gestohlene Kreditkartendaten weitet sich aus. Es sind 8 Millionen Kunden betroffen. Neben Visa und Mastercard ist jetzt auch AmericanExpress betroffen.

Donnerstag, 20. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 21. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 22. Februar[Bearbeiten]

Sonntag, 23. Februar[Bearbeiten]

  • Madrid/Spanien: Mehrere hunderttausend Menschen fordern bei einer Großdemonstration politische Konsequenzen wegen des Krisenmanagements der spanischen Regierung nach dem Untergang des Öltankers „Prestige“.
  • Iran: Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde finden Einrichtungen, welche zur Entwicklung von Atomwaffen dienen könnten.
  • Beit Chanun/Gazastreifen: Beim Einmarsch israelischer Truppen in die Kleinstadt werden mindestens sieben Palästinenser getötet und 15 teilweise schwer verletzt.
  • Deutschland: Die Polizei nimmt einen 21-jährigen Tatverdächtigen fest, welcher den Mord an drei Putzfrauen durch gezielte Kopfschüsse vor einem Fitness-Studio in Telgte gestanden hat. Er handelte im Auftrag des Ehemannes eines der Opfer.

Montag, 24. Februar[Bearbeiten]

Dienstag, 25. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 26. Februar[Bearbeiten]

  • Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Kriegsgegner blockieren die Telefonleitungen im Weißen Haus. Sie protestieren mit einer Flut von Anrufen, Faxen und E-Mails gegen die Irak-Politik der US-amerikanischen Regierung.
  • Österreich: Die Bundesregierung beschließt, die Betreuung von Asylbewerbern in die Hände einer Privatfirma zu geben.
  • Saarbrücken/Deutschland: Eine mutmaßliche Kinderschänderbande gesteht den Mord an dem fünfjährigen Pascal. Zwölf Mitglieder sind in Untersuchungshaft.
  • Deutschland: Die Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn werden auf Wirtschaftlichkeit überprüft. Bis 2005 sollen Presseberichten zur Folge 300 geschlossen werden. Dabei stehen 1800 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
  • Berlin/Deutschland: Die Bundesregierung beschließt für LKW eine Maut von durchschnittlich 15 Cent pro Kilometer.
  • Stuttgart/Deutschland: Von einer Anwaltskanzlei wird Strafanzeige gegen die Deutsche Telekom und die Bundesrepublik gestellt. Es besteht der Verdacht des Betrugs beim dritten Börsengang. Die Anklage wegen der Übernahme der Voicestream wird dagegen fallengelassen.
  • Deutschland: Überraschend hat sich entgegen den Erwartungen von Analysten das BIP im 4. Quartal 2002 auf dem Niveau des Vorquartals gehalten. Es wurde mit einem Rückgang gerechnet.
  • Korea: Nach einer Meldung der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hat Nordkorea seine Bevölkerung aufgefordert, sich auf einen Krieg vorzubereiten, da die Vereinigten Staaten einen Angriff auf das Land planten.
  • Kanada: Die Regierung legt im Streit um den Irak einen Kompromissvorschlag zur Vermittlung vor. Es sieht vor, dass der Irak bis 28. März abrüsten muss. Im anderen Fall muss das Land mit einem Krieg rechnen.
  • Nach 31 Jahren ist die erste Raumsonde, welche das Sonnensystem verlassen hat, Pioneer 10, im Weltraum verschollen. Die letzten Funksignale wurden am 22. Januar empfangen. Am 7. Februar scheiterte der letzte Versuch, Kontakt aufzunehmen. Die Sonde wurde am 2. März 1972 gestartet.
  • Vereinigte Staaten: Mehr als drei Wochen nach dem Absturz des Space Shuttle Columbia wurde eine Hitzeschutzkachel entdeckt, die mysteriöse orangefarbene Spuren aufweist und am zweiten Flugtag der Raumfähre bewegte sich ein unidentifiziertes Teil mit einer Kantenlänge von etwa 30 cm von der Columbia weg.

Donnerstag, 27. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 28. Februar[Bearbeiten]

  • Vereinigte Staaten: Die NASA veröffentlicht fast vier Wochen nach der Explosion der RaumfähreColumbia“ ein Videoband, auf dem Kommandant Rick Husband, Pilot Willie McCool, die Missionsspezialistin Kalpana Chawla und die Medizinerin Laurel Clark zu sehen sind, wie sie sich routinemäßig auf den Landeanflug vorbereiten.
  • Deutschland: Smart ruft 50.000 City-Coupés (Stadtfahrzeuge) aus den Baujahren 1999 bis 2000 in die Werkstätten zurück. Bei den Fahrzeugen könnte laut Aussage eines Sprechers der DaimlerChrysler-Tochtergesellschaften ein Defekt am linken Lenkstock-Hebel zum Ausfall der Tachobeleuchtung und der Rücklichter führen.
  • Deutschland: Für das Computerspiel Command & Conquer des Herstellers Electronic Arts liegt auf einen Eilantrag des Bundesfamilienministeriums eine vorläufige Indizierung vor. Das Strategiespiel darf ab sofort weder beworben noch an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden.
  • Deutschland: Weil die Pflegeversicherung die anfallenden Kosten langfristig nicht decken kann, schlägt die Rürup-Kommission einen radikalen Umbau vor. Dabei sollen die Steuerzahler die Pflegeversicherung finanzieren, und nur Bedürftige Hilfe bekommen.
  • Deutschland: Der Tarifstreit des Boden- und Kabinenpersonals der Lufthansa wurde nach monatelangen Verhandlungen mit dem Schlichter Klaus von Dohnanyi beigelegt.
  • Tschechien: Der 61-jährige Václav Klaus wird zum neuen Präsidenten gewählt.
  • KaratschiPakistan: Bei einem Terroranschlag vor dem US-Konsulat wurden drei Polizisten von Unbekannten erschossen. An gleicher Stelle wurden ein paar Monate vorher zwölf Menschen bei einem Anschlag getötet.
  • Jerusalem/Israel: Die neue Regierung des Ministerpräsidenten Ariel Scharon ist vom Parlament bestätigt worden.
  • Wie die asiatische Ausgabe des „Wall Street Journal“ berichtet, soll Microsoft an der Übernahme des japanischen Herstellers von Videospielen, Sega interessiert sein.
  • Österreich: Um 16:00 Uhr Ortszeit wird die neue Regierung von ÖVP und FPÖ vereidigt. Eine spontane Protestdemonstration wird von der Wiener Polizei unterbunden. Das politische Chaos nach der Nationalratswahl 2002 hat damit ein Ende gefunden. Österreich erhält dieselbe Regierung wie vor der Wahl. Die Volkspartei mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und die Freiheitlichen haben sich darauf geeinigt, die neue Bundesregierung zu bilden. Die Parteivorstände müssen noch zustimmen.

Weblinks[Bearbeiten]

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