Federal Deposit Insurance Corporation

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Logo der FDIC

Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) ist ein durch den Glass-Steagall Act von 1933 ins Leben gerufener Einlagensicherungsfonds der Vereinigten Staaten.

Geschichte[Bearbeiten]

Um die Stabilität des Bankensystems zu sichern und „Bank Runs“ zu vermeiden, wurde in den USA das Federal Reserve System geschaffen. In der Weltwirtschaftskrise reichten die geschaffenen Sicherungsmechanismen nicht mehr aus und es kam zu einer Vielzahl von Bankzusammenbrüchen, die die Ersparnisse von Millionen vernichteten. 1933 wurde das Bankensystem durch den „Glass-Steagall Act“ neu geordnet. Neben der Einführung des Trennbankensystems war vor allem die Einführung der FDIC ein zentrales Mittel, das Vertrauen in die Banken wiederherzustellen.

Im Mai 1933 sicherte die FDIC Einlagen bis zu 70 % der Einlagen in Höhe von 10.000 USD (in heutiger Kaufkraft ca. 187.000 USD) ab. Ende der 1970er Jahre wurde die Deckungssumme im Rahmen der Savings-and-Loan-Krise auf 100 % angehoben. Insgesamt wurden von der FDIC mehr als 150 Milliarden USD an Entschädigungen in dieser Krise ausgezahlt.

Im Juli 2008 sprang die FDIC ein, um die durch die Finanzkrise ab 2007 in Schwierigkeiten geratene IndyMac Bank zu retten.[1]

Absicherung[Bearbeiten]

Bis zum 31. Dezember 2009 sicherte die FDIC 100 % des Verlustes von Einlagen pro Bank und Kunde bis zu einer Obergrenze von 250.000 USD, danach sank die Obergrenze (mit Ausnahme von Ruhestandsfonds, IRA) wieder auf den vorherigen Wert von 100.000 USD ab. Nicht abgesichert sind Wertpapiere der Bank, Depotbestände oder Schließfachinhalte.

Ebenfalls nicht abgesichert sind Schäden aus Fehlbuchungen, Diebstahl und Betrug.

Die Kosten der Absicherung tragen die Banken über eine Umlage. Diese Umlage hängt von der Höhe der Einlagen, der Umlagesatz vom Risiko der Bank ab. Je nach Eigenkapitalausstattung sind die Banken in 5 Klassen mit unterschiedlichen Beitragssätzen eingeteilt.

Im September 2008 betrug die Höhe der Einlagen im Versicherungsfond der FDIC (DIF) rund 45 Milliarden USD. Bis August 2009 schmolz diese Summe jedoch auf 10,4 Milliarden USD zusammen.[2] Weitere Zusammenbrüche regionaler und überregionaler Banken sorgten seither jedoch für zusätzliche Verluste.[3] Inzwischen (Stand 2009) ist das Geld alle, und es geht weiter ins Negative.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://edition.cnn.com/2008/US/07/13/indymac/index.html
  2. Handelsblatt: FDIC hofft auf Hilfe von Finanzinvestoren
  3. FDIC-Aufstellung insolventer US-Banken seit Oktober 2000
  4. http://www.fdic.gov/news/board/Sept29no1.pdf