Federico Capasso

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Federico Capasso (* 24. Juni 1949 in Rom) ist ein italienisch-US-amerikanischer Physiker.

Capasso wurde 1973 an der Universität Rom (La Sapienza) promoviert, forschte dann in Faseroptik an der Fondazione Bordoni in Rom, bevor er 1976 zu den Bell Laboratories in den USA ging. 1984 wurde er dort Distinguished Member of the Technical Staff und 1997 Fellow. 1987 bis 2000 leitete er dort das Semiconductor Physics Research Department und 2000 bis 2002 war er Vizepräsident für Forschung in der Physik. Ab 2003 war er Robert Wallace Professor of Applied Physics an der Harvard University.

Capasso ist bekannt für die Entwicklung des Quantenkaskadenlaser, dessen ursprüngliche Idee von den Russen Rudolf Kazarinov und Robert Suris stammt (1971).

2004 erhielt er den Arthur-L.-Schawlow-Preis für Laserphysik und 2005 den König-Faisal-Preis. 2000 erhielt er den Willis-E.-Lamb-Preis (mit Alfred Y. Cho), 2004 erhielt er die Edison Medal der IEEE, 2010 den Berthold Leibinger Zukunftspreis und außerdem den R. W. Wood Prize der Optical Society of America.

Er ist Mitglied der National Academy of Sciences, der National Academy of Engineering, der American Academy of Arts and Sciences, der European Academy of Sciences und ist Ehrenmitglied des Franklin Institute und Träger von deren Wetherill Medal. Er ist Ehrendoktor der Universität Bologna.

Capasso hält 50 Patente (2009). 2005 erschien seine Autobiographie Avventure di un designer quantico (Di Renzo Editore).

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