Federigo Enriques

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Federigo Enriques (1914)

Federigo Enriques (* 5. Januar 1871 in Livorno; † 14. Juni 1946 in Rom) war ein italienischer Mathematiker, der hauptsächlich im Bereich der algebraischen Geometrie und Geometrie arbeitete.

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs in Pisa auf, wo er bis zu seinem Abschluss 1891 an der Universität u.a. bei Enrico Betti studierte. Im Jahr darauf begann bei seinem Rom-Aufenthalt bei Guido Castelnuovo, mit dem er in der Folge teilweise zusammenarbeitete, seine langjährigen Beschäftigung mit algebraischen Flächen. 1893 ging er nach Turin zu Corrado Segre. Außerdem hörte er bei Luigi Bianchi, Ulisse Dini und Vito Volterra. 1896 wurde er Professor für Geometrie in Bologna, 1923 in Rom. Im Jahr 1923 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1938–1944 musste er seinen Professorentitel aufgeben, da er jüdischer Herkunft war, und tauchte längere Zeit unter.

Enriques führte mit Castelnuovo ein sich über 20 Jahre erstreckenden Programm zur Klassifikation algebraischer Flächen aus. Er war auch an den Grundlagen der Geometrie und historischen und philosophischen Fragen interessiert und schrieb mit Amaldi mehrere Schulbücher über Algebra und Geometrie. Neben Francesco Severi und Guido Castelnuovo ist er einer der führenden Vertreter der italienischen Schule der algebraischen Geometrie.

1907 erhielt er den Bordin Preis der Pariser Akademie. 1912 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Cambridge (Il significato della critica dei principii nello sviluppo delle matematiche).

Schriften[Bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten]

Einer Scientia.

Literatur[Bearbeiten]

  • Simili (Hrsg.): Federigo Enriques- filosofo e szienziato, Bologna 1989

Weblinks[Bearbeiten]