Fei Xiaotong

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Fei Xiaotong (Chinesisch: 费孝通; Pinyin: Fèi Xiàotōng; Wade-Giles: Fei Hsiao-t'ung; * 2. November 1910 in Wujiang; † 24. April 2005 in Peking) war ein chinesischer Forscher und Professor für Soziologie, Anthropologie und Ethnologie. Seine Studien über nationale Minderheiten in China legten den Grundstein für ethnologische Forschung in der Volksrepublik China. Er hatte den Lehrstuhl für Soziologie an der Peking-Universität inne.

Leben[Bearbeiten]

Fei Xiaotong studierte zunächst von 1930 bis 1935 an der Yenching- und danach an der Tsinghua-Universität in Beijing Soziologie. Anschließend studierte er unter Bronisław Malinowski an der Universität London, wo er 1938 den PhD-Titel erwarb. Er kehrte nach China zurück. Weite Teile des Landes waren von Japan besetzt, und er wurde in Kunming (Provinz Yunnan) – einer Stadt, die nicht unter japanischer Besatzung und ein Zufluchtsort für viele Menschen war – Professor für Sozialanthropologie.

Seine ersten Feldforschungen führten ihn in die Gebirgsregionen des heutigen Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang-Nationalität. Seine erste wichtige Veröffentlichung, „Peasant Life in China“, die 1938 auf Englisch erschien, war das Ergebnis dieser Studien.

Nach der Gründung der Volksrepublik China bis Ende der 1970er Jahre konnte er nicht mehr viele Studien leiten. Dann wurde er damit beauftragt, wieder „Disziplin“ in den Sozialwissenschaften herzustellen, die während der Kulturrevolution zerstört worden sei.

In den 1980er Jahren schlug er vor, die Bauern dazu anzuregen, ländliche Unternehmen (TVEs) zu gründen. Heute sind diese ländlichen Unternehmen ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Land.

Er hatte mehrere – vor allem repräsentative Funktionen – im politischen System Chinas, unter anderem war er stellvertretender Vorsitzender der VI. Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes und Ehrenvorsitzender des Zentralkomitees der Demokratischen Liga Chinas.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]