Feiertage in Gambia
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Die elf gesetzlichen Feiertage in Gambia gründen sich auf die beiden Nationalfeiertage und die religiösen Feiertage der beiden größten im Land vertretenden Religionen. Im westafrikanischen Staat Gambia leben 90 Prozent Moslems und neun Prozent Christen.[1] Trotz der Mehrheit der muslimischen Bevölkerung haben die christlichen Feiertage ihren Platz, dies liegt begründet in der britischen Kolonialgeschichte. Gambia wurde 1965 vom Vereinigten Königreich unabhängig.
Der Sonntag ist seit der Kolonialzeit wöchentlicher Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so wird er auf den folgenden Montag verschoben, der dann arbeitsfrei ist.
Der Freitag ist der Gebetstag der Moslems, strenggläubige halten nach dem Mittagsgebet (Freitagsgebet) ihre Geschäfte geschlossen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Feiertage
[Bearbeiten] Unbewegliche Feiertage
| Datum | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1. Januar | New Year's day | Neujahrstag | |
| 18. Februar | Independence Day | Tag der Unabhängigkeit | Nationalfeiertag |
| 1. Mai | Labour day | Tag der Arbeit | |
| 22. Juli | Republic Day | Tag der Revolution | Nationalfeiertag |
| 15. August | Holy Maria day | Mariä Himmelfahrt | christlicher Feiertag |
| 25. Dezember | Christmas Day | Weihnachtsfeiertag | christlicher Feiertag |
- Independence Day
Am Independence Day wird des 18. Februar 1965 gedacht, des Tages, an dem Gambia vom Vereinigten Königreich in die Unabhängigkeit entlassen wurde.
- Republic Day
Am Republic Day wird des 22. Juli 1994 gedacht, des Tages, an dem der amtierende Staatspräsident Yahya Jammeh gegen Dawda Jawara putschte und die Zweite Republik ausrief.
- Holy Maria day
Die Marienverehrung hat in Gambia eine besondere Bedeutung. So sind geographische Objekte wie das Kap St. Mary, die Insel St. Mary’s Island und der Ballungsraum Kombo-St. Mary Area nach dem Feiertag Mariä Verkündigung benannt. Ebenso sind die römisch-katholische Kathedrale und die anglikanische Kathedrale in der Hauptstadt Banjul, jeweils Bischofssitz der beiden christlichen Kirchen, der Maria gewidmet. Holy Maria day (Mariä Himmelfahrt) ist gesetzlicher Feiertag.
[Bearbeiten] Bewegliche Feiertage
[Bearbeiten] Muslimische Feiertage
Die Muslimischen Feiertage folgen der islamischen Zeitrechnung. Sie variieren in den einzelnen islamischen Ländern, je nachdem, welche der mächtigen Bruderschaften die Mondphasen interpretiert. In Gambia erklärte zum Beispiel das Supreme Islamic Council (SIC) den 15. September 2007 zum den Beginn des Ramadan und Donnerstag den 20. Dezember 2007 als den Tag für Tabaski.[2][3][4]
Gesetzliche Feiertage sind:
| Name | Deutscher Name | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Koriteh, (Korité) | Ende des Ramadan ('Īd al-fitr) | 12. Oktober | 30. September | 20. September |
| Tabaski, (Tobaski) | Islamisches Opferfest ('Īd ul-Adha) | 20. Dezember | 8. Dezember | 27. November |
| Prophet's Birthday, (Gammo) | Geburtstag des Propheten Muhammad (Mawlid an-Nabi) | 31. März | 20. März | 9. März |
- Tabaski
Tabaski, das Islamisches Opferfest ('Īd ul-Adha) ist im Jahr neben dem Ramadan das bedeutendste Fest im gambischen Leben. Es ist in seiner Bedeutung vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest.
- Weitere muslimische Festtage
Folgende Tage sind muslimische Festtage, aber keine gesetzlichen Feiertage in Gambia:
| Name | Deutscher Name | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Ramadan begins | Beginn des Ramadan ('Īd al-fitr) | 15. September | 1. September | 21. August |
| Tamkharit | Islamisches Neujahr (ra's al'äm) | 20. Januar | 10. Januar 29. Dezember |
18. Dezember |
[Bearbeiten] Christliche Feiertage
| Name | Deutscher Name | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Good Friday | Karfreitag | 6. April | 21. März | 10. April |
| Easter Monday | Ostermontag | 9. April | 24. März | 13. April |
[Bearbeiten] Dies und das
- Neben den weltlichen und religiösen Feiertagen gibt es noch unzählige regional begrenzte Feste.
- Es kam auch schon vor, dass der Staatspräsident Jammeh, nachdem er bis zu später Stunde bei einem Konzert des senegalesischen Megastars Youssou N’Dour verweilt hatte, den folgenden Tag per Dekret zum Feiertag erklärte. So beschloss er es am 19. Dezember 2006, im Anschluss an die Vereidigungsfeierlichkeiten nach der gewonnenen Präsidentschaftswahl. Leider erreichte die Nachricht von seinem Beschluss viele Gambier nicht rechtzeitig.[5]
[Bearbeiten] Quellen
- Jojo Cobbinah: Senegal, Gambia : praktischer Reiseführer an die Westküste Afrikas Meyer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-89859-103-4
- Rosel Jahn: Gambia : Reiseführer mit Landeskunde ; mit einem Reiseatlas Mai, Dreieich 1997, ISBN 3-87936-239-4
- ↑ Gambia im „CIA – The World Factbook“ wenn nicht anders angegeben; Angaben vom Januar 2007
- ↑ Ramadan Begins September 15th Council Declares The Gambia Journal, 19. April 2007
- ↑ Friday 21st Is Tobaski Day The Gambia Journal, 13. Dezember 2007
- ↑ Tobaski Re-Set For Thursday December 20th The Gambia Journal, 16. Dezember 2007
- ↑ Monday Abruptly Made Public Holiday The Gambia Journal, 18. Dezember 2006

