Feisnitz-Stausee

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Feisnitz-Stausee
Der Hauptspeicher mit Damm
Der Hauptspeicher mit Damm
Lage: Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Zuflüsse: Feisnitz
Abflüsse: Feisnitz→Röslau→Eger
Größere Orte in der Nähe: Arzberg
Feisnitz-Stausee (Bayern)
Feisnitz-Stausee
Koordinaten 50° 2′ 0″ N, 12° 11′ 0″ O50.03333333333312.183333333333Koordinaten: 50° 2′ 0″ N, 12° 11′ 0″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1972–1974
Höhe über Talsohle: 19 m
Höhe über Gründungssohle: 26 m
Bauwerksvolumen: 120.000 m³
Kronenlänge: 150 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 15,54 ha
Speicherraum 1.300.000 m³

Der Feisnitz-Stausee (auch Feisnitzspeicher oder Stausee Haid genannt) ist ein 1,3 km langer Stausee im Tal der Feisnitz am Fuß des Kohlberges im Fichtelgebirge bei Arzberg im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Der Feisnitzspeicher wurde von der damaligen Bayerischen Elektrizitätslieferungsgesellschaft (BELG) bzw. der Elektrizitäts-Versorgung Oberfranken (EVO) als Kühlwasserspeicher für das Kraftwerk Arzberg aufgestaut. Er ging dann in den Besitz der E.ON AG über. Das Kraftwerk Arzberg wurde 2003 stillgelegt und 2006 abgebrochen. Der Stausee wurde der Stadt Arzberg übergeben.

Im Gebiet des heutigen Stausees befand sich von 1792 bis 1832 die Zeche „Treue Freundschaft“, in der Alaun hergestellt wurde. Das Rohmaterial, schwefelkieshaltige bituminöse Braunkohle, wurde in vier bis sechs Meter tiefen Schächten abgebaut und in Werken weiterverarbeitet. Um 1870 entstand im Bereich der Tagebaugrube ein kleiner Teich, Klausenteich genannt. Von diesem führte ein Kanal mit leichtem Gefälle nach Elisenfels, wo das Wasser in einer Turbinenanlage Strom für die dortigen Spinnereien erzeugte. Dieser Teich wurde 1913 von einem Hochwasser zerstört, 1935 von dem Gasthausbesitzer der Klausen neu angelegt. Beim Bau des jetzigen Speichers verschwanden die damaligen Anlagen und es entstand nördlich des Vordammes die Gaststätte Seeklause, in einem Uferbogen ein Campingplatz.

Die Vorsperre am Zufluss wird im Volksmund Klausen genannt. Der Damm der Vorsperre ist 9,25 Meter hoch, 120 Meter lang und die Staufläche vier Hektar groß bei einer größten Wassertiefe von sieben Metern.

Haupt- und Vorsperre werden auch zur Fischzucht genutzt. Die Hauptfischarten sind Forelle, Hecht, Zander, Karpfen, Schleie, Wels, Aal, in der Vorsperre auch Weißfisch.

Das Naherholungsgebiet Feisnitz-Stausee, das in einer Mittelgebirgslandschaft liegt, dient auch zum Baden und Erholen. Um den Feisnitzspeicher führen Wanderwege. Besonders die Vorsperre liegt in landschaftlich reizvoller Lage. Dort sind eine Gaststätte und ein Campingplatz vorhanden.

Der Parkplatz am Stausee ist Ausgangspunkt für Wanderungen zur Waldenfels-Warte auf dem Kohlberg, zum Basaltgebiet des Ruhebergs und in das Röslautal zum Gsteinigt zwischen Elisenfels und Arzberg.

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