Feld am See

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Feld am See
Wappen von Feld am See
Feld am See (Österreich)
Feld am See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 33,65 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 13° 45′ O46.77555555555613.747222222222751Koordinaten: 46° 46′ 32″ N, 13° 44′ 50″ O
Höhe: 751 m ü. A.
Einwohner: 1.137 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 34 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9544
Vorwahl: 0 42 46
Gemeindekennziffer: 2 07 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 25
9544 Feld am See
Website: www.feld-am-see.at
Politik
Bürgermeister: Erhard Veiter (FPK)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
8 FPK, 5 SPÖ, 2 ÖVP
Lage der Gemeinde Feld am See im Bezirk Villach-Land
Arnoldstein Arriach Bad Bleiberg Feistritz an der Gail Feld am See Ferndorf Finkenstein am Faaker See Fresach Hohenthurn Nötsch im Gailtal Paternion Rosegg Sankt Jakob im Rosental Stockenboi Treffen am Ossiacher See Velden am Wörther See Weißenstein Wernberg (Kärnten) Afritz am See Villach KärntenLage der Gemeinde Feld am See im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Feld am See mit dem Brennsee
Feld am See mit dem Brennsee
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Evangelische Kirche
Ortskern von Feld am See
Feld am See (August 2005)

Feld am See ist eine Gemeinde mit 1137 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Villach-Land in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Gegendtal mitten in den Nockbergen zwischen Mirnock (2.110 m) im Westen und Wöllaner Nock (2.145 m, nicht mehr im Gemeindegebiet) im Osten. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich der Feldsee/Brennsee und der Afritzer See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Einzige Katastralgemeinde von Feld am See ist Rauth. Zum Gemeindegebiet gehören acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Erlach (70)
  • Feld am See (698)
  • Feldpannalpe (3)
  • Klamberg (59)
  • Rauth (222)
  • Schattseite (28)
  • Untersee (25)
  • Wiesen (49)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Radenthein Bad Kleinkirchheim
Ferndorf Nachbargemeinden
Fresach Afritz am See

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gegendtal wurde erst im Hochmittelalter besiedelt. Die Bezeichnung Gegend wurde 1308 erstmals urkundlich erwähnt. Die Sonnseite des Tales wurde bis ca. 1300 gerodet und besiedelt, die Ortschaft Rauth war lange die bedeutendste Siedlung. Ihr Name leitet sich von der Rodungstätigkeit der frühen Besiedler ab, die zur deutschsprachigen Bevölkerungsschicht gehörten, vgl. „reuten“ = durch Entfernen von Baum- und Strauchwerk urbar machen.[2] Das wird durch den Namen „Laßnitzer“ für eine Siedlungsstelle in dieser Ortschaft bestätigt. Dieser Name hat den gleichen Ursprung: Er und seine Schreibvarianten wie Lassnitz usw. stammt aus dem Slawischen und bedeutet einen Bach, der aus einem Wald oder einem Rodungsgebiet (Wiese, Au usw.) kommt.

Der Ort Feld am See entstand erst im 18. Jahrhundert, besonders nach dem Bau der evangelischen Kirche 1787. Das 1632 entstandene Haus Brenn (eine Schnapsbrennerei und Taverne) gab auch dem See den Namen. 1851 wurde die Volksschule erbaut. Der Sommerfremdenverkehr begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts zunächst am Brennsee, wodurch die traditionell kleinbäuerliche Wirtschafts- und Siedlungsstruktur eine entscheidende Veränderung erfuhr.

Die Gemeinde Feld konstituierte sich im Jahr 1850 und wurde 1931 in Feld am See umbenannt. Zwischen 1973 und 1990 waren die Gemeinden Afritz und Feld am See zusammengelegt, wurden aber nach einer Volksbefragung wieder getrennt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Feld am See hat 1.154 Einwohner (2006), davon besitzen 97,3 % die österreichische Staatsbürgerschaft. Als Religionszugehörigkeit geben 66,0 % evangelisch, 27,5 % römisch-katholisch und 0,8 % islamisch an. 5,1 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Feld am See

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Evangelische Kirche, erbaut 1787, Turm 1852, Renovierung 2007
  • Katholische Kirche Hl. Joseph, geweiht 1960
  • Mirnockriese, in Stein gehauene Sagenfigur, das Wahrzeichen von Feld am See

Parks[Bearbeiten]

  • Wildpark in Feld am See
  • Seepark

Vereine[Bearbeiten]

Kulturelle Aktivitäten in Feld am See gehen von den verschiedenen Vereinen und Gruppen aus. Dies sind unter anderem:

  • MGV Feld am See
  • Frauentrachtengruppe Feld am See
  • Trachtenkapelle Feld am See
  • Gemischter Chor Feld am See
  • „Mirnock-Oldies“
  • Freiwillige Feuerwehr Feld am See
  • Mirnockteufel Feld am See

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Folgende Feste finden jährlich statt:

  • Zaunringbraten - das Brauchtum wird jährlich mit einem Fest in der Feldpannalm gefeiert
  • Kirchtag - am Sonntag nach dem 8. September findet am Dorfplatz der Kirchtag statt
  • Maibaumfeier - das Aufstellen des Maibaumes am Dorfplatz
  • Fischfest - ein kulinarisches Dorffest im August
  • Waldfest - ein Country- und Westernfest in der Waldarena
  • Faschingsumzug

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 69 Arbeitsstätten mit 220 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 343 Auspendler und 98 Einpendler. Es gibt 62 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 15 im Haupterwerb), die zusammen 2.642 ha bewirtschaften (1999). Wirtschaftlich dominierend ist der Tourismus an den beiden Badeseen.

Die Verkehrsanbindung erfolgt über die Millstätter Straße (B 98).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Feld am See hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 2009 Erhard Veiter (FPK).

Wappen[Bearbeiten]

Feld am See wurde 1954 ein Wappen verliehen, das die Sage des Mirnockriesen zum Motiv hatte, jedoch nicht den heraldischen Regeln entsprach. Mit der Neukonstituierung der Gemeinde 1973 (Eingliederung von Afritz) wurde das bisherige Gemeindewappen, allerdings ohne den schildhaltenden Wassermann, übernommen. Nach der Trennung der beiden Gemeinden 1991 verzichtete die Gemeinde auf das alte Wappen zugunsten eines Neuentwurfs. Die Neuverleihung von Wappen und Fahne erfolgte am 30. September 1993.

Wappen at feld-am-see.png

Die auswärts geneigten Ährenpaare des Wappens symbolisieren ein Feld und die fünf Wellenfäden im Schildfuß einen See. Beide Komponenten stehen für die wichtigsten Wirtschaftszweige der Gemeinde, Landwirtschaft und Fremdenverkehr. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet:

„In Grün über goldenem, von fünf grünen Wellenfäden durchzogenem Wellenschildfuß golden zwei verschränkte Paare Getreidehalme mit schrägauswärts geneigten Ähren.“[3]

Die Flagge ist Grün-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Jakob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch (DWB). Band 14 R-Schiefe. Leipzig 1893. Stichwort „Reuten“. Spalte 849 Zeile 44. Nachdruck Deutscher Taschenbuch Verlag. München 1991. dtv 5945. ISBN 3-423-05945-1. Gliederung zitiert nach: Der digitale Grimm - Elektronische Ausgabe der Erstbearbeitung. Version 12/04. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main. Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs‑ und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier in Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. ISBN 3-86150-628-9. Zur Variante „Rotten“, aus„rotten“ siehe Spalte 1320 Zeile 59.
  3. zitiert nach W. Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 88

Weblinks[Bearbeiten]