Feldkassel

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Feldkassel ist ein ehemaliger Ort und jetzt ein Gewerbegebiet im Norden der Stadt Köln und liegt im Stadtteil Köln-Merkenich im Stadtbezirk Chorweiler.

Lage[Bearbeiten]

Feldkassel grenzt im Osten an den Ortsteil Rheinkassel, im Süden an den Fühlinger See und die Kölner Fordwerke, im Westen an Köln-Fühlingen und im Norden an den Ortsteil Langel im Stadtteil Köln-Merkenich.

Geschichte[Bearbeiten]

Feldkassel

In römischer Zeit befand sich in Feldkassel eine Ziegelei. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte der kleine Ort zur Bürgermeisterei Worringen. Zusammen mit Worringen, Merkenich, Langel, Rheinkassel und Kasselberg wurde Feldkassel am 1. April 1922 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Tonvorkommen im Bereich des heutigen Fühlinger Sees führten dazu, dass auch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Feldkassel eine Ziegelei bestand. Zuletzt wurden hier Dachziegel hergestellt. Südwestlich vom Ort befand sich auf einer kleinen Anhöhe, dem Stallagsberg, eine Windmühle. Deren Überreste wurden zu Beginn der 1970er Jahre abgerissen, weil sie inmitten des geplanten Naherholungsgebiets lagen.

Seit dem 15. Juli 1954 war Feldkassel auf Beschluss des Rates nur noch ein Stadtviertel im Stadtteil Fühlingen. Seit dem 7. Oktober 1963 sind Feldkassel, aber auch Langel, Rheinkassel und Kasselberg ein Teil des Stadtteils Merkenich. In den 1970er Jahren wurde das kleine Bauerndorf Feldkassel abgerissen und musste den Erweiterungen des Fühlinger Sees und einem neuen Gewerbegebiet weichen. Dieses neue Gewerbegebiet trägt nun den Namen Feldkassel.

Einziges Relikt des alten Dorfes ist das ehemalige Kriegerdenkmal. Dieses wurde in den Nachbarort Fühlingen versetzt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbegebiet Feldkassel[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurde dieses Gewerbegebiet erschlossen. Inzwischen befinden sich Unternehmen wie REWE, Yazaki Europe Ltd., Christian Pohl GmbH, Egetürk, Ford und die Brauerei Früh-Kölsch hier. Außerdem sind zahlreiche mittelständische Betriebe in Feldkassel ansässig.

Religion[Bearbeiten]

Moschee in Feldkassel

An der Morsestraße unterhält die türkisch-islamische Gemeinde in Chorweiler nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit seit 2008 ein Gemeindezentrum mit Moschee in einem ehemaligen Gewerbebau, welches das erste und seit 30 Jahren von der islamischen Bevölkerung angestrebte muslimische Gotteshaus im Stadtbezirk ist. In ihm sind vor allem Muslime aus den nahegelegenen Stadtteilen Chorweiler und Seeberg organisiert.[1]

Verkehr[Bearbeiten]

Im Westen von Feldkassel endet die Industriestraße, Teil der früher geplanten Bundesautobahn 552. Diese verläuft südlich zum Niehler Hafen und besitzt eine Anschlussstelle zur Bundesautobahn 1. Eine Verlängerung der Straße nach Norden als Umgehungsstraße für Fühlingen ist seit langem geplant.

Durch das Gewerbegebiet Feldkassel verkehrt die Buslinie 121 der Kölner Verkehrsbetriebe, die in südlicher Richtung zur Endhaltestelle Merkenich der Straßenbahnlinie 12 und in westlicher Richtung zum S-Bahnhof Köln-Chorweiler fährt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Emons, Köln 2003 ISBN 3-89705-278-4
  • Hiltrud Kier (Hrsg.): Köln. Denkmäler-Verzeichnis. 12.5 Stadtbezirke 5 und 6 (Nippes und Chorweiler). Bachem, Köln 1982, ISBN 3-7616-0644-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage der türkisch-islamischen Gemeinde | Moschee in ehemaliger Lagerhalle

Weblinks[Bearbeiten]

51.0341666666676.9244444444444Koordinaten: 51° 2′ N, 6° 55′ O