Felidae (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Felidae
Originaltitel Felidae
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Michael Schaack
Drehbuch Martin Kluger nach dem Roman von Akif Pirinçci
Produktion Joe Hahn, Hanno Huth, Michael Schaack, Stefaan Schieder
Musik Anne Dudley
Kamera Werner Loos
Schnitt Klaus Basler
Synchronisation

Felidae ist ein deutscher Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1994 von Regisseur Michael Schaack. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Akif Pirinçci.

Inhalt[Bearbeiten]

Der intelligente und zynische Kater Francis zieht mit seinem Herrchen, dem gescheiterten Schriftsteller Gustav Löbel, in ein verfallenes, düsteres Haus. Dieses besteht aus drei Stockwerken, von denen das oberste einen mysteriösen, an Chemikalien erinnernden Geruch verströmt. Auf seiner ersten Erkundungstour entdeckt er einen durch gezielten Genickbiss getöteten Artgenossen. Dabei trifft Francis auch auf Blaubart, einen verstümmelten, einäugigen Maine-Coon-Kater, der häufig flucht und zum engsten Verbündeten Francis' wird.

Bald wird die nächste Leiche aufgefunden und Francis entdeckt, dass im obersten Stock seines neuen Heims eine Katzensekte sich unter der Leitung eines großen weißen Katers namens Joker in eine Elektromaschine schmeißt und dabei einen gewissen Claudandus anbetet. Als diese Francis bemerken, jagen sie ihn über die Dächer der Stadt. Er kann sich in ein Dachfenster retten und trifft auf eine blinde Katze namens Felicitas, die ihm einige wichtige Informationen über die Claudandus-Sekte liefert. Blaubart findet Francis und führt ihn daraufhin zu Pascal, einem alten Kater, der sich den Umgang mit Computern angeeignet hat und akribisch die Todesfälle im Revier auflistet, denn schon lange werden Katzen in dieser Gegend ermordet. Das nächste Opfer ist Felicitas. Im Schlaf wird Francis von einem Alptraum heimgesucht, in dem auch der berühmte Pater und Erbanlagenforscher Gregor Johann Mendel ihm Rätsel hinterlässt.

Später erfährt Francis, dass es einst im obersten Stockwerk seines neuen Hauses ein Versuchslabor gegeben hat, in dem nach Fibrinkleber geforscht wurde, einem Gewebekleber, der Wunden im Nu verschließen sollte. Die Versuchstiere waren Katzen, hauptsächlich Streuner. Die Experimente jedoch schlugen jedes Mal fehl und die Tiere verbluteten elendig oder wurden sofort eingeschläfert. Der einzige Kater, bei dem das Mittel anschlägt, ist der den Laboranten zugelaufene Streuner, den man daraufhin „Claudandus“ tauft, was auf Latein ungefähr „einer, der geschlossen werden muss oder soll“ bedeutet. An dem jedoch operierte der Professor Julius Preterius immer weiter herum, bis das Tier es nicht mehr ausgehalten hat und den mittlerweile verrückt gewordenen Wissenschaftler tötete. In die Legende ging Claudandus als Märtyrer ein, den die mysteriöse Katzensekte verehrt. Das Labor wurde geschlossen, die übrigen Versuchstiere entkamen.

Nach und nach wird Francis klar, dass sich dieser Märtyrer noch immer unmittelbar in seiner Nachbarschaft befinden muss. Er findet heraus, dass es sich um Pascal handelt. Francis sucht diesen auf und erfährt den Grund für sein brutales Vorgehen: Pascal hatte Preterius getötet, wurde von dessen Assistenten Ziebold aufgenommen und erlernte Mendels Genetikregeln der Vererbung. Damit sah er die große Möglichkeit eine Katzenrasse zu schaffen, die den wilden Vorfahren der Hauskatze entsprechen sollte und wegen seines Hasses auf die Menschheit diese ein für allemal ausrotten sollte. Die ermordeten Katzen, darunter jetzt auch Joker, waren nur wertlose Hindernisse für Pascal die sich mit den Weibchen der von ihm auserkorenen Herrscherrasse paaren wollten. Pascal weiß, dass er bald an Darmkrebs sterben wird und sieht in Francis einen hervorragenden Nachfolger dieser neuen und mächtigen Felidae. Er aber will Pascal nicht folgen und beschließt stattdessen, ihn zu vernichten. Dabei fällt der Computer mit der Totenliste zu Boden und entfacht ein Feuer. Bei dem Kampf, in dem auch Francis schwer verletzt wird, schlitzt er Pascal den Bauch auf und lässt dessen Leiche in dem brennenden Haus zurück. Am Ende kann er sich und den von Pascal schwer verletzten Blaubart in letzter Sekunde retten.

Produktion und Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film wurde unter der Regie von Michael Schaack nach einem Drehbuch von Martin Kluger produziert. Die Produktion kostete etwa 15 Millionen Mark.

Am 3. November 1994 kam der Film in die deutschen Kinos. Er wurde außerdem auf VHS und später DVD veröffentlicht. 1996 folgte eine Ausstrahlung im Bezahlfernsehen bei Premiere, ab 1999 wurde der Film mehrmals frei empfangbar gesendet. 1994 erschien eine Soundtrack-CD mit 16 Titeln. Der Titelsong Felidae wurde von Boy George gesungen und von ihm zusammen mit John Themis geschrieben.

Der Film wurde auch in der Schweiz und Spanien im Kino gezeigt. Felidae wurde ebenfalls ins Englische übersetzt und ist auf Spanisch bei Buena Vista Entertainment erschienen.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle deutscher Sprecher
Francis Ulrich Tukur
Blaubart Mario Adorf
Jesaja Helge Schneider
Pascal Klaus Maria Brandauer
Archie Uwe Ochsenknecht
Joker Ulrich Wildgruber
Gustav Manfred Steffen

Kritik[Bearbeiten]

Bei allem Bemühen um Ernsthaftigkeit, Atmosphäre und ambitionierte Gestaltung wirkt der Film verkrampft, so dass der angestrebte Naturalismus in der Figurenzeichnung nie eingelöst wird. In vielen Szenen zu gewalttätig und drastisch.

Lexikon des Internationalen Films [1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Felidae im Lexikon des Internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]