Felix-Louis Calonder

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Felix-Louis Calonder

Felix-Louis Calonder (* 7. Dezember 1863 in Schuls; † 14. Juni 1952 in Zürich), von Trins GR, war ein Schweizer Politiker (FDP).

In den Jahren 1891-1913 war er im Graubündner Grossen Rat, 1896 und 1899 Präsident. Er wurde am 12. Juni 1913 als erster und bisher einziger Rätoromane in den Bundesrat gewählt. Am 12. Februar 1920 übergab er sein Amt. Während seiner Amtszeit stand er folgenden Departementen vor:

Er engagierte sich mit Kantonsrat Ulrich Vetsch für den Anschluss Vorarlbergs an die Schweiz und mit Bundesrat Giuseppe Motta für den Beitritt der Schweiz zum Völkerbund. Am 16. Mai 1920 trat die Schweiz dann mit einem knappen Ständemehr (11 Ja / 10 Nein) dem Völkerbund bei. Nach dem Rücktritt aus dem Bundesrat vermittelte er zusammen mit dem Völkerrechtsprofessor Max Huber im Åland-Konflikt zwischen Finnland und Schweden.

Er war Bundespräsident im Jahre 1918 und Vizepräsident im Jahre 1917.

1922 übernahm er das Amt des Präsidenten der Gemischten Kommission für Oberschlesien in Kattowitz, die im Auftrag des Völkerbundes über deutsch-polnische Streitfragen zu entscheiden hatte. In diesem Amt, das er bis zur Auflösung der Kommission 1937 innehatte, wurde er zum Gegenspieler des Woiwoden Michał Grażyński, der gegenüber der deutschen Minderheit einen nationalistischen Kurs verfolgte.

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