Felix Bernstein

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Felix Bernstein (* 14. Februar 1878 in Halle (Saale); † 3. Dezember 1956 in Zürich) war ein deutscher jüdischer Mathematiker.

Bernstein, Sohn des Physiologen Julius Bernstein, machte Ostern 1896 am Stadtgymnasium Halle (Saale) das Abitur[1] und studierte anschließend bei Georg Cantor in Halle. In diese Zeit fiel 1897 seine Entwicklung des nach ihm benannten Cantor-Bernstein-Schröder-Theorems über die Mächtigkeit von Mengen. Anschließend studierte er in Göttingen bei Felix Klein und David Hilbert, bei dem er über die Mengenlehre promovierte. Von 1907 bis 1934 lehrte er in Göttingen, seit 1921 als Professor. In Göttingen gründete er 1918 das Institut für mathematische Statistik und hielt Vorlesungen über Biomathematik und Versicherungsstatistik.

1919 wurde Bernstein zum Reichskommissar für Anleihen ernannt. 1924 klärte er mittels statistischer Analyse den ABO-Blutgruppen-Erbgang. 1934 wurde ihm unter Hitler der Lehrstuhl entzogen und er emigrierte in die USA. Nach dem Krieg kehrte Bernstein nach Europa zurück und starb am 3. Dezember 1956 in Zürich an Krebs.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Untersuchungen aus der Mengenlehre. Mathematische Annalen, Springer, Berlin 1905, (Dissertation); Neuauflage Januar 2010, ISBN 1141370263
  • Deutsche Spar-Prämien-Anleihe 1919 in Frage und Antwort sowie Beispiele volkstümlich dargestellt. Reimer, Berlin 1919
  • Die akademischen Berufe / Band 5 - Der Statistiker und der Versicherungsbeamte. 1920
  • Variations- und Erblichkeitsstatistik. Gebr. Borntraeger, Berlin 1929

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.igs-halle.de/igs/cms/front_content.php?idart=1634

Weblinks[Bearbeiten]