Felix Bracquemond

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Félix Bracquemonde 1865 (Photographie von Nadar)
Die Bastion 84 (Radierung, 1870)

Félix Bracquemond (* 22. Mai 1833 in Paris; † 29. Oktober 1914 in Sèvres) war ein französischer Maler, der zu den Begründern des Impressionismus gezählt wird. Er war der Ehemann der Malerin Marie Bracquemond (geb. Quivoron-Pasquiou), die er im August 1869 heiratete.

Leben[Bearbeiten]

Bracquemond erhielt zuerst eine Ausbildung als Lithograf. Parallel dazu nahm er Zeichenunterricht und erhielt später Unterricht bei Guichard, einem Schüler von Jean Auguste Dominique Ingres.

1852 stellte er erstmals ein Porträt auf dem Pariser Salon aus und erregte damit große Aufmerksamkeit. 1863 jedoch wurde eine seiner Radierungen von der Jury dieser offiziellen französischen Kunstausstellung abgelehnt. Gemeinsam mit anderen Malern, die später den Impressionismus begründen sollten, zeigte er seine Arbeit jedoch auf dem Salon des Refusés, bei der die abgelehnten Künstler auf Anordnung von Napoléon III. die Gelegenheit erhielten, ihre Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen.

Der Künstler, der um 1870 als Porzellanmaler für die Manufacture de porcelaine de Sèvres tätig war, nahm den Posten als Direktor des Pariser Ateliers der Firma Haviland (Limoges) an.

Bracquemonds Anerkennung als unabhängiger Künstler wuchs in den folgenden Jahrzehnten. 1900 erhielt er für seine impressionistische Grafik den Grand Prix. Auf die Künstler seiner Zeit hat er bereits vorher großen Einfluss ausgeübt. So war sein Buch über Zeichnung und Farbe, das 1885 erschien, von großer Bedeutung für Vincent van Gogh. Bracquemond war außerdem einer der ersten, die den Japanischen Farbholzschnitt für sich entdeckten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Félix Bracquemond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien