Felix Liebermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Felix Liebermann, porträtiert von Max Liebermann um 1865

Felix Liebermann (* 20. Juli 1851 in Berlin; † 7. Oktober 1925 ebenda) war ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten]

Der jüngste der drei Söhne des Berliner Industriellen und Großbürgers Louis Liebermann wurde 1851 auf den Tag genau vier Jahre nach seinem Bruder Max Liebermann geboren. Sein ältester Bruder war Georg Liebermann. Max und Felix Liebermann standen sich in ihrer Jugendzeit sehr nahe. Aus der Bruderliebe entwickelte sich eine Freundschaft, die bis zum Tode Felix Liebermanns 1925 anhielt. 1865 fertigte der junge Max Liebermann ein Bildnis seines Bruders, das erste Portraitwerk des späteren Malers von Weltruhm.

Felix Liebermann machte nach dem Abitur am Friedrichwerder'schen Gymnasium eine Ausbildung zum Bankier. Anschließend arbeitete er zwei Jahre im Exportgeschäft von Nähgarn in Manchester. Dort kam er der britischen Lebensweise näher und entwickelte eine ausgeprägte Anglophilie. Ab 1873 studierte er in Göttingen Geschichte. Seine Promotionsarbeit von 1875 trug den Titel Dialogus de saccario. Seinem Interesse für Großbritannien folgend, befasste er sich als unabhängiger Historiker mit der mittelalterlichen Geschichte Englands und gab 1879 die Anglonormannischen Geschichtsquellen heraus.

1896 wurde er von den hochangesehenen Universitäten Oxford und Cambridge zum Ehrendoktor ernannt. Zur Entgegennahme dieses Titels in England begleitete ihn Max Liebermann. Der preußische Kultusminister Robert Bosse ernannte ihn zum Professor für Geschichte. Im Alter von 74 Jahren starb Felix Liebermann in der Nähe des Tiergartens an den Folgen eines Autounfalls.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Anglonormannische Geschichtsquellen, 1879
  • Die Gesetze der Angelsachsen, 3 Bände, 1903–1916

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Felix Liebermann – Quellen und Volltexte