Felix von Bendemann

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Admiral Bendemann in China (um 1901)

Felix Eduard Robert Emil von Bendemann (* 8. August 1848 in Dresden; † 31. Oktober 1915 in Berlin) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Admiral der Kaiserlichen Marine.

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Felix Bendemann war Sohn des Malers Eduard Bendemann und seiner Frau Lida Schadow, Tochter des Bildhauers Johann Gottfried Schadow. Der Maler Rudolf Bendemann war sein jüngster Bruder. Felix Bendemann wurde am 27. Januar 1905 in den erblichen preußischen Adel erhoben. Alle vier Brüder Bendemann dienten im Deutsch-Französischen Krieg, der auch für die weitere Marinelaufbahn Bendemanns prägend war.

Militärkarriere[Bearbeiten]

Admiral Felix von Bendemann (rechts), Generalkonsul Wilhelm Knappe und der Gesandte Alfons Mumm von Schwarzenstein (links) nach dessen Eintreffen in China vor dem Kaiserlichen Generalkonsulat Shanghai

Bei Eintreffen der Nachricht vom Beginn des Krieges war Bendemann als Unterleutnant zur See auf dem Kanonenboot SMS Meteor unter Kommandant Eduard von Knorr vor der Küste Floridas, und dieser lieferte sich am 9. November 1870 vor der Küste Kubas ein Seegefecht mit dem französischen Aviso Bouvet, das ihm die Ehrung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse einbrachte. Ab 1874 besuchte Bendemann die Marineakademie. Von September 1876 bis April 1877 war er als Kapitänleutnant Kommandant des Kanonenboots SMS Sperber.

Als Korvettenkapitän war er 1884 als Kommandant von SMS Olga mit dem Westafrikanischen Geschwader (erneut) unter Admiral Eduard von Knorr im Einsatz vor der Küste von Kamerun. Aufgrund des Einsatzes dieses Geschwaders wurde Kamerun von England und Frankreich als deutsche Kolonie anerkannt.

1894 überstand er als Kapitän zur See und Kommandant von SMS Brandenburg auf einer Probefahrt ein Platzen der Hauptdampfleitung wegen eines Konstruktionsfehlers, was über 40 Mitglieder der Besatzung das Leben kostete. Ab 1899 war er als Vizeadmiral Chef des Admiralstabs der Kaiserlichen Marine, und von 1900 bis 1902 befehligte er das Ostasiengeschwader von Bord seiner Flaggschiffs, der Großen Kreuzer SMS Hertha und SMS Fürst Bismarck. Der Einsatz im Boxeraufstand sah ihn beteiligt bei der Einnahme der Taku-Forts mit den Großen Kreuzern SMS Hansa und Hertha sowie den Kleinen Kreuzern SMS Gefion und SMS Irene.

1903 bis 1907 war er Chef der Marinestation der Nordsee in Wilhelmshaven und wurde dort am 14. November 1903 zum Admiral befördert. Am 18. Mai 1907 wurde Bendemann zur Disposition und gleichzeitig à la suite des Seeoffizierkorps gestellt.

1909 wurde er Mitglied der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Roemer: Bendemann, Felix. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 37 f. (Digitalisat).
  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 1: A–G. Biblio Verlag. Osnabrück 1988. ISBN 3-7648-1499-3. S. 91–92.
  • Jürgen W. Schmidt: Der verheerende Unfall auf dem Linienschiff BRANDENBURG am 16. Februar 1894. Technische Ursachen und gerichtliche Ahndung. In: Deutsches Schiffahrtsarchiv Bd.30 (2007), S.323-346.