Felix von Manteuffel

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Felix von Manteuffel 2011

Felix von Manteuffel (* 6. Mai 1945 in Bayrischzell, eigentlich Friedrich Karl Baron von Manteuffel-Szoege) ist ein deutscher Schauspieler baltischen Ursprungs.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Manteuffel besuchte von 1967 bis 1970 die Otto-Falckenberg-Schule in München. Noch während der Ausbildung gab er 1969 an den Münchner Kammerspielen sein Debüt als zweiter Kuli in Bertolt Brechts Die Ausnahme und die Regel. Von 1970 bis 1972 folgte ein Engagement am Theater Ulm. Zu seinen Rollen zählten dort der Ferdinand in Kabale und Liebe sowie die Titelfigur in Dantons Tod.

Von 1972 bis 1984 gehörte er dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an. Hier war er ein vielbeschäftigter Darsteller, der in der Regel weiche, verzärtelte Figuren verkörperte. Zu seinen Rollen gehörten Spitta in Die Ratten (1972), Moritz Stiefel in Frühlings Erwachen (1976), Baron in Nachtasyl (1976), Walter Schwarz in Lulu (1977/78), Trepljow in Die Möwe (1978), Wetter vom Strahl in Das Käthchen von Heilbronn (1979/80), Camille in Dantons Tod (1980), Pylades in Iphigenie auf Tauris (1981), Leonhard in Maria Magdalena (1981), Touchstone in Wie es euch gefällt (1982) und die Titelrolle in Carl Sternheims Der Snob (1983).

Außerdem wirkte er in mehreren Hörspielen mit, u.a. 1981/82 in der deutschen Fassung von Per Anhalter durch die Galaxis.

Von 1984 bis 2004 arbeitete von Manteuffel freischaffend. Zu seinen Gastrollen gehörten Philipp der Gute in Die Jungfrau von Orléans (1985 am Schauspiel Köln), Tellheim in Minna von Barnhelm (1984/85 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg), Malthus in Tankred Dorsts Die Schattenlinie (1995 am Bayerischen Staatsschauspiel) und Diderot in Éric-Emmanuel Schmitts Freigeist (1997).

Zugleich intensivierte er seine Arbeit für Film und Fernsehen und trat unter anderem in mehreren Episoden der Krimiserie Tatort auf. In dem Zweiteiler Im Schatten der Macht verkörperte er Walter Scheel.

Seit 2004 ist Felix von Manteuffel, der 1976 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, am Schauspiel Frankfurt engagiert. Seit 1995 ist er mit der Schauspielerin Leslie Malton verheiratet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1993: Die Elefantenbraut
  • 1995: Bruder, ich brauche dein Blut
  • 1995: Das Schwein – Eine deutsche Karriere (Mehrteiler)
  • 1995: Knallhart daneben
  • 1996: Nach uns die Sintflut
  • 1996: Ehebruch – Eine teuflische Falle!
  • 1997: Der Kapitän – Im Vorhof der Hölle
  • 1997: Der rote Schakal
  • 1998: Der Traum von der Freiheit
  • 1998: Rosenzweigs Freiheit
  • 1998: Hurenmord – Ein Priester schweigt
  • 1999: Herzlos
  • 1999: Requiem für eine romantische Frau
  • 2001: Hand in Hand
  • 2003: Im Schatten der Macht (Zweiteiler)
  • 2004: Baal
  • 2005: Eine Mutter für Anna
  • 2008: Die Brücke
  • 2013: Da geht noch was
  • 2014: Der Kriminalist – Tod im Paradies
  • 2014: Tatort – Ohnmacht

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten]

Hörspiel (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]