Fellwechsel

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Trampeltier (Camelus bactrianus) im Zoo von Mexiko beim Ablegen des Winterfells
Trampeltier (Camelus bactrianus) im Zoo von Mexiko beim Ablegen des Winterfells

Als Fellwechsel wird die Fähigkeit vieler Säugetiere bezeichnet, meistens jahreszeitlich bedingt, Eigenschaften und Farbe des Fells zu verändern.

Fast alle Säugetiere gemäßigter und polarer Breiten verändern jahreszeitlich die Dichte ihres Fells, um sich optimal vor Kälte zu schützen. Das Winterfell kann dabei aus zahlreichen, gekräuselten Wollhaaren bestehen, die eine stehende Luftschicht bilden und so einen raschen Wärmeverlust des Körpers verhindern. Auch ein dichtes, kurzes Unterfell, das bei Bedarf unter dem groben äußeren Fell aufgestellt wird, ist möglich.

Auffällige Beispiele für Fellwechsel sind Tiere, die sich im Schneewinter mit einem weißen Fell tarnen. Diese Eigenschaft hat sich unabhängig voneinander in ganz unterschiedlichen Tiergruppen entwickelt, z. B. bei Hermelin, Polarfuchs und Schneehase.

Braunes Pferd im Fellwechsel.
Braunes Pferd im Fellwechsel.

Zu Problemen führt der Fellwechsel mitunter bei Tierhaarallergikern, da auch Haustiere wie Hund, Katze oder Pferd einen Fellwechsel mitmachen.

Besonders deutlich wird dies bei Hauspferden, vor allem, wenn sie in Offenstall- oder Robusthaltung leben und nicht eingedeckt, also dem Wetter ausgesetzt sind. Die Abbildung links zeigt ein braunes Pferd im Fellwechsel. Auf der Vergrößerung ist das noch dunklere, längere und zottelig wirkende Winterfell und das schon teilweise durchkommende hellere, kurze Sommerfell gut zu erkennen.

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