Felsberg (Odenwald)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Felsberg
Der Ohlyturm auf dem Felsberg

Der Ohlyturm auf dem Felsberg

Höhe 514 m ü. NN
Lage Hessen, Deutschland
Gebirge Odenwald
Geographische Lage 49° 43′ 50″ N, 8° 41′ 2″ O49.73068.684514Koordinaten: 49° 43′ 50″ N, 8° 41′ 2″ O
Felsberg (Hessen)
DEC
Felsberg
Gestein Quarzdiorit
Besonderheiten Felsenmeer

Der Felsberg gehört mit 514 m ü. NN zu den höchsten Erhebungen im vorderen Odenwald. Sein Gestein besteht aus Quarzdiorit, das zur Gruppe der Granitoide gehört und sich aus den Mineralen Feldspat, Hornblende, Pyroxen, Quarz und anderen untergeordneten Nebenbestandteilen zusammensetzt. An den Flanken des Felsbergs bildeten sich durch Verwitterungsprozesse (Wollsackverwitterung) zahlreiche Blockhalden, die umgangssprachlich Felsenmeere genannt werden. Am bekanntesten ist das Große Felsenmeer am Südosthang des Berges. Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen den Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main ist das Felsberggebiet ein beliebtes Ausflugsziel.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Der Ohlyturm, ein aus Granit gebauter, 27 m hoher Aussichtsturm, ist das Wahrzeichen des Felsberges. Heute gilt der Ohlyturm als besonders prägnantes Beispiel für den romantisierenden Historismus des 19. Jahrhunderts, dessen Vorbilder mittelalterliche Burgen und sonstige Wehrbauten waren. Der Turm ist als Kulturdenkmal gemäß §2 Abs. 1 des hessischen Denkmalgesetzes eingetragen. Namensgeber des Turmes ist der frühere Darmstädter Oberbürgermeister Christian Karl Ohly. Der Turm wurde 1891 von der Sektion Darmstadt des Odenwaldklubs zunächst aus Holz erbaut. 1902 wurde er dann durch den jetzigen Steinbau ersetzt.[1]

Der Olyturm ist seit langer Zeit baufällig und kann daher nicht betreten werden. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung Lautertal und dem APEG (Arbeitskreis Partnerschaft Europäischer Gemeinden) Lautertal e.V. wurde der Turm 2007 überraschend von einem britischen Investor erworben und soll nach Sanierungsarbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Ohlyturm und Sendemast auf dem Felsberg

[Bearbeiten] Naturschutz

Die Südostflanke des Felsbergs ist Natura 2000- Gebiet. In Anbetracht der mehr als 100.000 Touristen, die jährlich das in diesem Naturschutzgebiet befindliche Felsenmeer besuchen, erwies sich das Nebeneinander von Naturschutz und Tourismus als problematisch. Für die nordwestliche Flanke (Richtung Seeheim-Jugenheim, Bensheim, Lautertal-Elmshausen, Bensheim-Auerbach und Bensheim-Höchstädten)des Felsbergs bestehen keine besonderen Nutzungseinschränkungen.

[Bearbeiten] Literatur und Kartenmaterial

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Der Odenwaldklub und die Türme In: Bergsträßer Anzeiger, Ausgabe vom 17. März 2007
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen