Felsentempel

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Kailasanatha in Ellora, Maharashtra

Felsentempel ist eine zusammenfassende Bezeichnung für Höhlentempel, für monolithische Tempel, die aus dem Fels herausgeschlagen worden sind und frei im Raum stehen, sowie für Tempelanlagen, die in einem Felsenhof liegen. Auch Mischformen kommen vor, bei denen ein Teil des Tempels, zum Beispiel das Heiligtum, in den Fels geschlagen ist, während Vorhallen und Skulpturen vor dem Tempel aus dem anstehenden Gestein herausgeschlagen oder als gebaute Architektur ergänzt wurden. Monolithische Tempel sind aus dem frühen Indien (Kailasanatha von Ellora) und aus Altamerika (Machu Picchu, Malinalco) bekannt.

In Ägypten kommen Felsentempel überwiegend als Mischformen vor (zum Beispiel der Tempel von Abu Simbel). Altägyptische Felsentempel heißen allgemein Speos, das griechische Wort für „Höhle“ beziehungsweise „Grotte“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Bonnet: Felsentempel. In: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 184f.
  • Rosemarie Klemm: Vom Steinbruch zum Tempel: Beobachtungen zur Baustruktur einiger Felstempel der 18. und 19. Dynastie im ägyptischen Mutterland. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde- Bd. 115, 1988, S. 41–51.
  • Hans J. Martini: Geologische Probleme bei der Rettung der Felsentempel von Abu Simbel. Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttingen 1970.
  • Herbert und Ingeborg Plaeschke: Indische Felsentempel und Höhlenklöster: Ajaṇṭā und Elūrā. 1. Auflage, Köhler & Amelang, Leipzig 1982.