Felsenzaunkönig

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Felsenzaunkönig
Felsenzaunkönig (Salpinctes obsoletus)

Felsenzaunkönig (Salpinctes obsoletus)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Zaunkönige (Troglodytidae)
Gattung: Salpinctes
Art: Felsenzaunkönig
Wissenschaftlicher Name
Salpinctes obsoletus
(Say, 1823)

Der Felsenzaunkönig (Salpinctes obsoletus) ist ein kleiner, nordamerikanischer Singvogel aus der Familie der Zaunkönige (Troglodytidae). Die Gattung besteht je nach Sichtweise des Bearbeiters aus einer Art oder aus mehreren Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die zwölf Zentimeter großen Vögel haben ein graubraunes Gefieder mit kleinen, schwarzen und weißen Punkten. Sie haben eine hellgraue, leicht gesprenkelte Brust und einen hellbräunlichen Bauch. Oberhalb des Auges zieht sich ein hellgrauer Streifen entlang; sie haben einen langen, dünnen Schnabel, gebänderte Schwanzfedern und dunkle Beine.

Sie brüten in steinigen, trockenen Habitaten – zum Beispiel in Canyons, die sich vom Südwesten Kanadas bis nach Costa Rica im Süden erstrecken. Es gibt zwei bis drei Bruten pro Jahr mit vier bis sechs, selten auch nur ein bis drei oder aber sieben bis zehn Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden. Die Jungvögel werden von beiden Eltern versorgt. Das Nest ist oben offen und häufig in Bodenhöhe zwischen Steinen in einer kleinen Höhle oder Spalte versteckt. Es wird auf einem Fundament aus Kieseln, Gräsern, Rinde sowie dünnen Wurzeln gebaut und mit Haaren und Federn ausgepolstert. Eine seltsame Angewohnheit der Vögel ist, dass sie – entlang den Wegen zum Nest – Streifen von Kieselsteinen anlegen.

Die südlichen Populationen sind keine Zugvögel, während die nördlichen Populationen im Winter in wärmere Gebiete – wie die zentralen und südwestlichen Staaten der USA – ziehen. Gelegentlich wandern sie auch in die östlichen Vereinigten Staaten.

Felsenzaunkönige suchen ihre Nahrung am Boden. Sie ernähren sich hauptsächlich von Spinnen sowie Insekten.

Der Gesang dieser Spezies ist normalerweise ein Triller, in der Fortpflanzungszeit ist der Gesang vielfältiger.

Systematik[Bearbeiten]

Die Art wird in mehrere Unterarten aufgeteilt.[1] Einige Unterarten existieren nur auf bestimmten Inseln. Der nur auf der Revillagigedo-Insel San Benedicto vorkommende San-Benedicto-Felsenzaunkönig gilt seit einem Vulkanausbruch im Jahre 1952 als ausgestorben.

S. o. sollicitus Moore, RT, 1941[12] wird im Allgemeinen nicht als weitere Unterart anerkannt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Thomas Say in Edwin James: Account of an expedition from Pittsburgh to the Rocky Mountains, performed in the years 1819 and '20: by order of the Hon. J.C. Calhoun, sec'y of war: under the command of Major Stephen H. Long. From the notes of Major Long, Mr. T. Say, and other gentlemen of the exploring party. Bd. 2, H.C. Carey and I. Lea, Philadelphia 1823 (online, abgerufen am 3. April 2015).
  •  Harry Schelwald Swarth: A Study of the Status of Certain Island Forms of the Genus Salpinctes. In: The Condor. Bd. 16, Nr. 5, 1914, S. 211-217 (online (engl.; PDF; 547,34  kB), abgerufen am 2. April 2015).
  •  Adriaan Joseph van Rossem: Three new races of birds from Central America. In: Proceedings of The Biological Society of Washington. Bd. 54, 1941, S. 171–174 (online, abgerufen am 2. April 2015).
  •  Adriaan Joseph van Rossem: The Horned Lark and the Rock Wren of the San Benito Islands, Lower California. In: The Condor. Bd. 45, Nr. 6, 1943, S. 235-236 (online (engl.; PDF; 159,48 kB), abgerufen am 2. April 2015).
  •  Robert Thomas Moore: New races of flycatcher, warbler and wrens from Mexico. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Bd. 54, 1941, S. 35–42 (online, abgerufen am 2. April 2015).
  •  Edward William Nelson: Preliminary Descriptions of New Birds From Mexico and Guatemala In the Collection of the United States Department of Agriculture. In: The Auk. Bd. 14, Nr. 1, 1897, S. 42-76 (online (engl.; PDF; 1,46 MB), abgerufen am 3. April 2015).
  •  Joseph Grinnell: The San Nicolas Rock Wren. In: The Auk. Bd. 15, Nr. 3, 1898, S. 237-239 (online (engl.; PDF; 111,13 kB), abgerufen am 3. April 2015).
  •  Robert Ridgway: Ornithology of Guadeloupe Islands. In: Bulletin of the United States Geological and Geographical Survey of the Territories. Bd. 2, Nr. 2, 1876, S. 183–195 (online, abgerufen am 3. April 2015).
  •  Robert Ridgway: Diagnoses of nine new forms of American Birds. In: Proceedings of The Biological Society of Washington. Bd. 16, 1903, S. 167–174 (online, abgerufen am 3. April 2015).
  •  Osbert Salvin, Frederick DuCane Godman: Descriptions of Five new Species of Birds discovered in Central America by W.B. Richardson. In: The Ibis (= 6. Bd. 3). 1891, S. 608–612 (online, abgerufen am 3. April 2015).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. IOC World Bird List Dapple-throats, sugarbirds, fairy-bluebirds, kinglets, hyliotas, wrens & gnatcatchers
  2. Adriaan Joseph van Rossem (1941), S. 172.
  3. Robert Ridgway (1903), S. 169.
  4. Osbert Salvin u.a., S. 610.
  5. Robert Ridgway (1876), S. 185.
  6. Osbert Salvin u.a., S. 609.
  7. Edward William Nelson, S. 70.
  8. Thomas Say, S. 4.
  9. Harry Schelwald Swarth, S. 215.
  10. Joseph Grinnell, S. 238.
  11. Adriaan Joseph van Rossem (1943), S. 236.
  12. Robert Thomas Moore, S. 40.