Felshaken

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Verschiedene Felshaken.

Felshaken werden beim Felsklettern als Fixpunkt beim Standplatzbau oder für Zwischensicherungen verwendet. Prinzipiell bestehen Felshaken immer aus einem im Fels zu verankernden Korpus und einer Öse, die in diesen Korpus integriert ist oder an ihm befestigt ist.

Beim Freiklettern werden Haken nur zur Sicherung verwendet; beim technischen Klettern auch als Hilfsmittel zur Fortbewegung.

Bezüglich ihrer Verankerung im Fels sind drei Typen von Haken zu unterscheiden:

  1. Klassische Felshaken, auch als Normalhaken bezeichnet, werden mittels Hammer in Felsrisse getrieben. Sie haben heute nicht mehr die Bedeutung wie in der Anfangszeit des Alpinismus, da sie weitgehend durch Bohr- oder Klebehaken sowie Klemmkeile und Friends ersetzt worden sind. Je nach Rissgröße werden unterschiedliche Typen von klassischen Felshaken verwendet, z. B. Fiechtlhaken (nach Hans Fiechtl), Universalhaken, Profilhaken (große Profilhaken werden als „Bong“ bezeichnet) oder Ringhaken. Ihre Belastbarkeit hängt von der Verankerungsqualität im jeweiligen Riss und ihrer Alterung durch Korrosion ab.
  2. Bohrhaken sind heute die am häufigsten verwendeten Haken. Für ihre Anbringung wird mittels einer Akkubohrmaschine oder einem Handsetzgerät ein Loch von 8–12 mm Durchmesser in den Fels gebohrt, in das dann ein Expansionsanker eingesetzt und durch Anziehen der Mutter der Anker gespreizt wird. Expansionsanker sollten aus Edelstahl bestehen, um Korrosion und Sprödbrüche zu vermeiden. Sie sind einfacher setzbar als Verbundanker.
  3. Klebehaken - technisch korrekt sind sie als Verbundankerhaken zu bezeichnen - werden ebenfalls in einem Bohrloch verankert. Diese Verankerung - in der Bauindustrie Verbundankertechnik genannt - erfolgt mittels eines Mörtels, z. T. auch mit einem Montagekleber. Dabei muss die Oberfläche des Ankers und des Bohrlochs hinreichende Rauhigkeit aufweisen, da die Haltekraft durch Verzahnung mit dem Verbundmörtel und diesen Flächen entsteht. Klebehaken bestehen im Allgemeinen aus nichtrostendem Stahl. Der bekannteste Klebehaken ist der Bühlerhaken. Theoretisch weisen Klebehaken die höchste Belastbarkeit und Lebensdauer auf, in der Praxis kann es aufgrund von Setzfehlern allerdings zum Versagen der Verankerung kommen.[1]

Beim Setzen von Expansions- und Verbundankern sind die entsprechenden Normen (DIN, UIAA) zu beachten, sowie die Richtlinien der jeweiligen Hersteller und Setzanleitungen, z.B. von Deutscher Alpenverein (DAV), British Mountaineering Council (BMC), usw. Nur so sind die geforderten Ankerfestigkeiten zu erreichen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Felshaken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dieter Stopper: Hakenausbrüche beim Klettern. In: 3/01. Bergundsteigen, 15. Juni 2003, S. 35-37, abgerufen am 6. September 2013 (pdf; 713 kB).