Fenghuang

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Fenghuang (Begriffsklärung) aufgeführt.
Fenghuang
Fenghuang im Sommerpalast, Peking
Chinesische Bezeichnung
Langzeichen 鳳凰
Kurzzeichen 凤凰
Pinyin (Mandarin) Fèng Huáng
Jyutping (Kantonesisch) fung6 wong4
Vietnamesische Bezeichnung
Quốc Ngữ Phượng/Phụng Hoàng
Hán tự 鳳凰
Koreanische Bezeichnung
Hangeul 봉황
Hanja 鳳凰
Revidierte Romanisierung bong-hwang
Japanische Bezeichnung
Kanji 鳳凰
Rōmaji hō-ō

Der Fenghuang ist in China ein Glückssymbol, der den südlichen Teil des Kaiser-Palastes beschützt. Feng bezeichnet dabei die männlichen und huang die weiblichen Exemplare.

Ähnlich dem Phönix der griechischen und ägyptischen Mythologie wird er mit dem Feuer assoziiert, ist im Grunde aber ein anderes Fabelwesen und darf mit diesem nicht verwechselt werden. Zudem ist er nicht identisch mit dem Roten Vogel, auch Roter Vogel des Südens, (jap. Suzaku), der neben dem Weißen Tiger, dem Blauen Drachen und der Schwarzen Schildkröte ein Symbol der chinesischen Astrologie ist.

Der Fenghuang hat einen langen Kopf mit großen, länglichen Augen und einen spitzen, leicht gekrümmten Schnabel und erinnert so an einen Fasan oder einen Pfau. Sein langes, farbenprächtiges Gefieder weist die „fünf heiligen Farben“ auf. So ist der Kopf grün (für Güte), der Hals weiß (für Gerechtigkeit), der Rücken rot (für Anstand), die Brust schwarz (für Weisheit) und die Füße sind gelb (für Treue und Glaubwürdigkeit). Der edle Vogel bevorzugte die Äste des Wutong-Baumes (Firmiana simplex, Syn. Sterculia platanifolia) und soll nur von den besten Bergquellen getrunken haben. Das Alter soll in etwa 1000 Jahre betragen haben. Der Fenghuang war wie das chinesische Einhorn (Qilin) ein Symbol der Barmherzigkeit. Im Gegensatz zum griechischen Phönix ging der Fenghuang nicht in Flammen auf, um sich zu erneuern. Seine Fortpflanzung ähnelte der normaler Vögel.

Des Weiteren symbolisierte das Tier, zusammen mit dem chinesischen Drachen (Long), das kaiserliche Paar. Der Drache stand für den Kaiser, während die Kaiserin entsprechend vom Fenghuang symbolisiert wurde. Auch war dieser eines der vier mythischen Wundertiere (auch Zauberwesen), die dem chinesischen Welt-Schöpfer Pangu halfen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfram Eberhard: Lexikon Chinesischer Symbole. Die Bildsprache der Chinesen. Heinrich Hugendubel, München 2004, ISBN 3-89631-428-9, S. 227-229.
  • Josef Guter: Lexikon der Götter und Symbole der Alten Chinesen. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-04-5, S. 260.
  • Wolfgang Münke: Mythologie der chinesischen Antike. Mit Ausblick auf spätere Entwicklungen. Peter Lang, Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-631-32776-5, S.265-269.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fenghuang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien