Fenriswolf

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Fenrir ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Mond des Planeten Saturn siehe Fenrir (Mond).
Dieser Artikel behandelt die auch Fenrir genannte mythologische Figur. Zur Novelle von Wilhelm Vershofen siehe Der Fenriswolf.
Tyr und Fenrir - Gemälde von John Bauer (1911)
Isländische Illustration aus dem 17. Jh.

Der Fenriswolf (auch Fenrir, Fenrisúlfr, Beiname Hróð(rs)vitnir) ist in der nordischen Mythologie vor Hel und der Midgardschlange das erste Kind des Gottes Loki und der Riesin Angrboða.

Weitere Geschwister sind Sleipnir, Odins achtbeinigs Pferd, und Narfi sowie Vali.

Etymologie[Bearbeiten]

Fenrisúlfr (altnordisch: fen für "Sumpf") bedeutet also wörtlich "Sumpf-Wolf". Andere Bezeichnungen für ihn sind: Fenrir, der im Sumpf Lebende, Vángandr, Monster am Fluss Ván oder Hróðvitnir, der berühmte Wolf (vitnir ist eine Kenning für Wolf. Dies bezieht sich auf die Vorstellung, dass Hexen auf Wölfen reiten und geht auf das altnordische Wort vitt "Zauberei, Hexerei" zurück).[1]

Der Fenriswolf in Asgard[Bearbeiten]

Die Götter erkannten die Gefahr, die von dem Fenriswolf ausging, und brachten ihn nach Asgard, um ihn besser im Auge zu haben. Zunächst war er ein harmloses Tier, da der Fenriswolf von Tag zu Tag aber größer und kräftiger wurde, fühlten sich die Götter bedroht: Sie fürchteten, er werde sie alle verschlingen. So entschlossen sie sich, ihn für alle Zeiten zu fesseln. Man ließ erst zwei schwere Ketten (Leding und Dromi) fertigen, die der Wolf aber mühelos zerriss. Nun sollte er seine Kraft an der magischen Fessel Gleipnir erproben, die so harmlos wie ein simpler Faden aussah. Der Faden war aber von den Zwergen gemacht und zwar aus den Sehnen der Bären, dem Atem der Fische, den Bärten der Frauen, dem Speichel der Vögel, dem Geräusch eines Katzentritts und den Wurzeln der Berge. Der Fenriswolf schöpfte Verdacht. Er verlangte zur Sicherheit gegen Betrug, dass einer der Götter ihm die rechte Hand ins Maul legte. Keiner wollte sich dafür hergeben außer Tyr. Man fesselte Fenris, aber je stärker er an der Fessel riss, desto enger zog sie sich zu. Er blieb gefesselt, biss Tyr jedoch die rechte Hand ab. Dadurch wurde die Götterwelt gerettet und das ausgerechnet durch den Gott Tyr, den Gott des Krieges wie auch der Thingversammlung. Er wurde daraufhin der einhändige Ase (altnordisch einhendr asa) genannt. Befreien wird sich der riesige Wolf erst in der Zeit des Weltenbrands, Ragnarök (Schicksal der Götter). Er wird dann Odin verschlingen, seinerseits aber von Odins Sohn Vidar getötet werden.

Wölfe in der nordischen Mythologie[Bearbeiten]

Der Fenriswolf ist nicht zu verwechseln mit den Wölfen Skalli und Hati, welche Sonne und Mond über den Himmel jagen und diese an Ragnarök verschlingen werden. Diese Darstellung findet sich nur in einer Quelle, nach anderen verschlingt Fenrir selbst die Sonne an Ragnarök. Geri und Freki sind die Wölfe an Odins Seite.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister (= Beck'sche Reihe. Bd. 427). 3. Auflage. Beck, München 2003, ISBN 3-406-49451-X, S. 74.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fenriswolf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nordicnames.de/wiki/VITT