Feodora von Sachsen-Meiningen (1879–1945)

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Prinzessin Feodora von Sachsen-Meiningen

Feodora Victoria Auguste Marie Marianne von Sachsen-Meiningen (* 12. Mai 1879 in Potsdam; † 26. August 1945 im Schloss Neuhof, bei Schmiedeberg) war eine Prinzessin von Sachsen-Meiningen und durch Heirat Prinzessin Reuß zu Köstritz.

Leben[Bearbeiten]

Feodora war das einzige Kind des Herzogs Bernhard III. von Sachsen-Meiningen (1851–1928) aus dessen Ehe mit Charlotte (1860–1919), Tochter des Deutschen Kaisers Friedrich III. Feodora war die erste Urenkelin von Queen Victoria. Ihre Eltern kümmerten sich so gut wie gar nicht um ihr einziges, sehr schwieriges Kind, welches auch wenig Interesse für Bildung zeigte. Sie wuchs vornehmlich bei ihrer Großmutter Kaiserin Victoria in Friedrichshof auf.

Sie heiratete am 24. September 1898 in Breslau Prinz Heinrich XXX. Reuß zu Köstritz, Herr auf Jänkendorf und Neuhof[1] (1864–1939). Die Ehe blieb kinderlos.

Feodora litt, wie schon ihr Vorfahr Georg III. und ihre Mutter, unter Porphyrie und verbrachte einen großen Teil ihres späteren Lebens in Sanatorien. Im Alter von 66 Jahren beging die Prinzessin Selbstmord, indem sie sich mittels eines Ofens vergaste.[2] Sie ist mit ihrem Mann in der Gruft von Schloss Neuhof (Radociny) bestattet. Die Gruft wurde nach 1945 geplündert und zerstört; die sterblichen Überreste der Prinzessin wurden auf ihre Erbkrankheit untersucht.

Literatur[Bearbeiten]

  • John C. G. Röhl: Purple Secret: Genes, 'Madness' and the Royal Houses of Europe, 1998

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. seit 1930 nur noch Prinz Reuß
  2. Monarchies of Europe Saxe-Meiningen Royal Family (Version vom 3. Oktober 2000 im Internet Archive)