Ferdinand Frithum

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Ferdinand Frithum war ein österreichischer Fußballspieler. Der Stürmer konnte 1919 mit seinem Stammklub Vienna in die österreichische Bundesliga aufsteigen. Als Trainer führte er den Klub später zu zwei Meisterschaften und dem Sieg im Mitropacup.

Karriere[Bearbeiten]

Ferdinand Frithum begann seine Karriere beim DFC Wien und stürmte ab 1911 für die Vienna in der Ersten Klasse. Nach dem Abstieg der Vienna 1914 und dem folgenden Boykott gegenüber dem ÖFV ging er zwischenzeitlich zum WAC, ehe er 1918 wieder zu seinem Stammklub nach Döbling in die Zweite Klasse zurückkehrte. 1919 gelang der Aufstieg in die Erste Klasse, Ferdinand Frithum war mit 14 beziehungsweise 10 Toren bester Vereinsschütze in den ersten beiden Erstligasaisonen und somit maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt.

Gemeinsam mit seinen Sturmpartnern Alois Tremmel und Franz Eckl kam er am 9. November 1919 in Budapest gegen Ungarn zu einem Länderspieleinsatz. Dies war unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass Rapid - die beim vorhergehenden Länderspiel immerhin neun von zehn Feldspielern stellten - keine Spieler bereitstellte, da man ein Meisterschaftsspiel gegen Wacker auf dem Programm hatte. Ferdinand Frithum spielte bis 1923 für die Vienna, zog sich anschließend aus beruflichen Gründen zurück. Er wurde Disponent der Firma Schenker & Co.

Nach Verlust seines Arbeitsplatzes 1926 wurde Ferdinand Frithum vom Vienna-Vorstand zum neuen Trainer bestellt und machte seine Amtszeit, die bis 1935 währte, zu einer der wohl erfolgreichsten Epochen der Vienna-Geschichte. Die Titelsammlung begann mit den beiden ersten Titeln im ÖFB-Cup 1929 und 1930 und erfuhr ihren Höhepunkt mit den österreichischen Meisterschaften 1931, 1933 und dem Mitropapokal 1931. Richard Kohns Mannschaft, in der sich bereits die späteren Wunderteamspieler Rainer, Blum – mit dem Frithum noch aktiv spielte –, Hofmann und Gschweidl befanden, konnte Frithum zu einer der besten Vereinsmannschaften Europas formen. Nach seiner Zeit bei der Vienna betreute er noch den FC Metz.

Erfolge[Bearbeiten]