Ferdinand Hurter

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Ferdinand Hurter

Ferdinand Hurter (* 16. März 1844 in Schaffhausen; † 5. März 1898 in Widnes[1]) war ein Schweizer Chemiker und Fotografietheoretiker.

Leben[Bearbeiten]

Hurters Eltern sind der Kunstbuchbinder Tobias Hurter und dessen Frau Johanna, geb. Öchslin. Er wächst in Schaffhausen auf, geht dort zur Schule und ab 1860 in Winterthur zur Lehre in der Stofffärberei Jänike. Er studiert Chemie am Polytechnikum in Zürich und promoviert in Heidelberg. 1867 zieht Hurter nach England und lernt bei Gaskell Deacon & Company (später Imperial Chemical Industries) in Widnes den Ingenieur Vero Charles Driffield (1848-1915) kennen. Er war Spezialist des Leblanc-Verfahrens zur Herstellung von Soda und entwickelte mit Henry Deacon das Verfahren zur Herstellung von Chlorgas. 1886 wurde er Direktor der Imperial Chemical Industries Ltd. Mond Division.

1871 heiratet Hurter Hannah Garnett aus Appleton in England.

Werk[Bearbeiten]

Hurter und Driffield entwickeln zusammen die Sensitometrie und die Densitometrie. 1890 veröffentlichen sie im Journal of the Society of Chemical Industry ihre Erkenntnis, dass eine fotografische Schicht umso schwärzer wird, je mehr Licht auf sie einwirkt. Diese Theorie und ihre grafische Darstellung in der Schwärzungskurve (auch Dichtekurve oder Hurter–Driffield-Kurve) vereinfachen in der Folge das Fotografieren erheblich. Ein berühmt gewordener Ausspruch von ihm lautet: "Das Schaffen eines perfekten fotografischen Bildes ist Kunst, das Schaffen eines perfekten Negativs ist Wissenschaft." [2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Schaffhauser Beiträge zur Geschichte
  2. Historisches Lexikon der Schweiz: Hurter, Ferdinand