Ferdinand Jagemann

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Ferdinand Jagemann

Ferdinand Jagemann (* 24. August 1780 in Weimar; † 9. Januar 1820 ebenda) war ein deutscher Maler und Bruder der Schauspielerin Karoline Jagemann.

Leben[Bearbeiten]

Er wurde als Sohn des Christian Joseph Jagemann (* 1735 in Dingelstädt; † 5. Februar 1804 in Weimar), Bibliothekars der Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach, geboren. Seine Schwester war die Maitresse des Herzogs Carl August (Sachsen-Weimar-Eisenach), der ihn beim Kasseler Maler Tischbein ausbilden ließ. Er war Schüler von dem Hofmaler Georg Melchior Kraus in Weimar, Schüler von Füger in Wien.

Von 1802 bis 1804 hielt sich Jagemann in Paris auf. Nachweisen lässt sich dort ein Studium bei Jacques-Louis David. Vermutlich studierte er während des Aufenthaltes auch bei Jean-Baptiste Regnault. Anschließend kehrte er nach Weimar zurück, um dort als Portraitmaler zu arbeiten. Von 1806 bis 1810 war Jagemann dann zu Studienzwecken Rom. Dort pflegte er auch einen engen Kontakt zum Berliner Bildhauer Friedrich Tieck.

Seit 1804 war Jagemann bereits Professor der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar. Dort unterrichtete er in der neu eingerichteten Klasse für „Ölmalerei". Ab 1814 war Jagemann dann, zusammen mit Johann Heinrich Meyer, Direktor der Zeichenschule. Johann Wolfgang von Goethe gedachte seiner in einer Logenrede.

Werke[Bearbeiten]

Er malte viele bekannte Persönlichkeiten aus seiner Zeit. Bekannt wurde er jedoch durch verschiedene Goethebildnisse 1805, 1806, 1817 und 1819. Er zeichnete auch Friedrich Schiller auf dem Totenbett. Diese Zeichnung befindet sich in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.

Galerie (Auswahl)[Bearbeiten]

 Commons: Ferdinand Jagemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Wahl, Anton Kippenberg: Goethe und seine Welt. Insel-Verlag, Leipzig 1932 S.272f
  • Nina Struckmeyer: "Jagemann, Ferdinand Carl Christian", in: Savoy, Bénédicte und Nerlich, France (Hg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt. Band 1: 1793-1843, Berlin/Boston 2013, S. 129–132.

Weblink[Bearbeiten]