Ferdinand Leitenberger

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FerdLeitenberger.jpg
Grab Leitenbergers in Zákupy
Beschreibung der patentierten Feuerlöschpumpe Leitenbergers

Ferdinand Leitenberger (* 30. Juni 1799 in Reichstadt, Böhmen; † 3. September 1869 ebenda) war ein österreichischer Feuerwehrpionier.

Leben[Bearbeiten]

Leitenberger war ein Sohn des Reichstädter Kattunfabrikanten Ignaz Leitenberger (1764–1839), eines Sohnes des Textilindustriellen Johann Josef Leitenberger.

Während sein älterer Bruder Eduard Leitenberger (1794–1871) Teilhaber der väterlichen Fabrik wurde, war Ferdinand Leitenberger Rittmeister bei der Kavallerie. Seinen Dienst versah er in Galizien, Siebenbürgen und Ungarn. Als er 1838, im Alter von 39 Jahren, krankheitshalber den Dienst quittieren musste, kehrte er in seine Heimatstadt zurück.

Die Erlebnisse, die er als Soldat hatte, bewogen ihn den Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr zu organisieren. Dies war insofern bemerkenswert, dass es kaum etwas Vergleichbares gab. Er schrieb seine Idee für dieses Feuer-Lebensrettungs-Löschsystem nieder und fand damit auch beim Bürgermeister von Reichstadt Gehör. Kaiser Ferdinand, der sich seit seiner Abdankung im Jahr 1848 auf Schloss Reichstadt zurückzog, unterstützte ihn ebenfalls.

So konnte er 1851 das Pompiers-Corps in Reichstadt gründen, dessen erster Hauptmann er auch wurde. Diese Feuerwehr gilt als die erste Freiwillige Feuerwehr im österreichischen Teil von Österreich-Ungarn. Seine Erfahrungen in seiner eigenen Feuerwehr schrieb er nieder und machte damit Werbung zur Gründung weiterer neuer Feuerwehren, vor allem im böhmischen Raum.

Aber nicht nur der Organisation widmete sich Leitenberger, sondern er entwickelte eine preisgünstige Alternative zum wesentlich teureren Hydrophor, den Schlauch-Wasserzubringer, den er 1853 auch in Wien patentieren ließ.

Außer seiner Tätigkeit zur Entwicklung der Feuerwehr war er auch sonst als Erfinder erfolgreich. So ließ er beispielsweise eine transportable Schlegel-Dresch-Maschine patentieren.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Das freiwillige Pompiers-Corps oder Anleitung wie in jeder Provinzial-Stadt oder in jedem größeren Dorfe mit unbeträchtlichen Auslagen eine Feuerwehr oder Feuer- Lebensrettungs-Löschanstalt gegründet werden kann. Bereits ausgeführt in Reichstadt zu Böhmen, Prag 1855
  • Beschreibung und Anleitung zur Selbsterzeugung des rotierenden Schlauch-Wasserzubringers, Patentschrift 1853

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue transportable Schlegel-Dreschmaschine in Mittheilungen der kais. königl. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues … in Brünn von 13. Februar 1843 abgerufen am 28. April 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferdinand Leitenberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien