Ferdinand Liebsch

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Rückseite einer Carte de Visite (CDV) von Liebsch
um 1865: „Mama Lockemann“ war Zeitzeugin von Liebsch und trägt Krinoline.

Ferdinand Liebsch (* 21. Januar 1816 in Hannover; † 4. Dezember 1905 in Hannover[1]) war ein Maler und Hof-Porzellanmaler in Hannover und betrieb in der Calenberger Straße 23 eine Glas- und Porzellanhandlung. Ab 1860 betrieb er dort eine der ersten „Photographischen Anstalten“ Hannovers.[2]

Werke[Bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit als Porzellanmaler schuf Liebsch Landschafts- und Genregemälde[1] sowie Buchillustrationen.[3] Als Fotograf fertigte er vor allem Porträtfotos an, fotografierte aber auch Alltagsszenen. Ein Fotoabzug Wochenmarkt in der Neustadt von 1863 auf Albuminpapier, hergestellt im Nassen Kollodiumverfahren, befindet sich im Besitz des Historischen Museums Hannover.[4] Das Foto gilt als frühes Beispiel des Bildjournalismus.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1865 wurde Liebsch auf der ersten in Deutschland stattfindenden Internationalen photographischen Ausstellung in Berlin[5] mit einer Medaille des Photographischen Vereins zu Berlin ausgezeichnet.[6]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferdinand Liebsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b siehe Thieme/Becker
  2. a b Fritz Kempe: Daguerreotypie in Deutschland. Heering, 1979, ISBN 9783776351903, S. 186.
  3. A. Fehn: Fechtschule. Mit Originalzeichnungen von Ferdinand Liebsch. C. Meyer, Hannover 1856.
  4. Kopie des Fotos in: Ludwig Hoerner: Hannover in frühen Photographien. S. 73.
  5. Ludwig Hoerner: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim. Festschrift zum 150jährigen Geburtstag der Photographie. Herausgegeben von den Photographen-Innungen Hannover und Hildesheim, hergestellt im Berufsförderungswerk Bad Pyrmont in den Ausbildungsberufen Schriftsatz, Reprofotographie, Druckformherstellung, Flachdruck und Buchbinder im Rahmen der Umschulung, 1989, S. 11
  6. siehe Rückseite dieser CDV