Ferdinand von Arlt

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Carl Ferdinand von Arlt, Lithographie von Adolf Dauthage, 1859

Carl Ferdinand von Arlt (* 18. April 1812 in Obergraupen, Böhmen; † 7. März 1887 in Wien) war ein österreichischer Chirurg und Augenarzt.

Nach seinem Medizinstudium wurde er 1840 Assistent bei dem Professor der Augenheilkunde Johann Fischer in Prag. 1842 eröffnete er eine Privatpraxis für interne Medizin, aber auch für Chirurgie. 1849 wurde er Professor für Augenheilkunde an der Universität Prag. Von 1856 bis 1883 war er Professor an der Universität Wien und Leiter der Augenklinik. Durch Anwendung der Pathologie, Physiologie und Histologie auf die Augenheilkunde wurde er einer der Begründer dieses Fachs als eigenständige Wissenschaft. Sein Lehrbuch „Die Krankheiten des Auges für practische Ärzte“ (3 Bände, 1851–1856) fand weltweite Verbreitung.

Die Sozialwissenschaftlerin Ilse Arlt ist seine Enkelin.

Im Jahr 1887 wurde in Wien Ottakring (16. Bezirk) die Arltgasse nach ihm benannt. Nach ihm war auch die ehemalige Ferdinand-von-Arlt-Akademie benannt.

Schriften[Bearbeiten]

Ferdinand von Arlt-Denkmal in Graupen (Krupka)
  • Die Krankheiten des Auges. (1851−1856)
  • Operationslehre. (1874)
  • Handbuch der gesammten Augenheilkunde, hrsg. von Arlt [et al.] redigirt von Alfred Graefe und Theod. Saemisch. 7 Bände. Leipzig, Engelmann, 1874−80.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Ferdinand von Arlt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Ferdinand von Arlt – Quellen und Volltexte