Ferdinand von Münchhausen

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Ferdinand von Münchhausen

Ferdinand Karl Wilhelm August Freiherr von Münchhausen (* 23. September 1810 in Straußfurt; † 21. Juli 1882 in Stettin) war Oberpräsident der preußischen Provinz Pommern in Stettin und Mitglied des Preußischen Herrenhauses.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Von 1850 bis 1855 amtierte Ferdinand Freiherr von Münchhausen als Landrat im Landkreis Jerichow I mit Sitz in Loburg, anschließend als Vizepräsident der Regierung in Magdeburg. Danach nahm er von 1862 bis 1867 die Amtsgeschäfte eines Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Frankfurt in Frankfurt an der Oder wahr. Von 1867 bis 1882 schließlich war von Münchhausen Oberpräsident der preußischen Provinz Pommern in Stettin bei gleichzeitiger Wahrnehmung der Amtsgeschäfte des Regierungspräsidenten des Regierungsbezirkes Stettin.

Am 28. Dezember 1864 erfolgte die preußische Anerkennung des von ihm geführten Freiherrentitels.

Ab 1879 war er Mitglied des Preußischen Herrenhauses, Dechant und Senior des Domstifts Merseburg sowie Schlosshauptmann von Merseburg.

Er war Sohn des Eugen von Münchhausen (1780-1854), Landrat des Landkreises Weißensee, und der Auguste von Arnim a. d. H. Theessen. Mit seinen Brüdern Georg und Karl gemeinsam erbte er das thüringische Gut Straußfurt sowie Hobeck bei Leitzkau nahe Magdeburg. Er heiratete 1842 Amalie von Münchhausen, Tochter des Karl Adolph von Münchhausen auf Althaus Leitzkau und Hobeck.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Schwabe (Hrsg.): Die preußischen Oberpräsidenten 1815–1945. Boppard am Rhein 1985, ISBN 3-7646-1857-4