Ferdinandshof
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Uecker-Randow | |
| Amt: | Torgelow-Ferdinandshof | |
| Höhe: | 8 m ü. NN | |
| Fläche: | 47,20 km² | |
| Einwohner: | 3027 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17379 | |
| Vorwahl: | 039778 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UER | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 62 014 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Bahnhofsstr. 2 17358 Torgelow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerold Seidler | |
| Lage der Gemeinde Ferdinandshof im Landkreis Uecker-Randow | ||
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Ferdinandshof ist eine Gemeinde im Landkreis Uecker-Randow im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Sie wird vom Amt Torgelow-Ferdinandshof mit Sitz in Torgelow verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Gemeinde Ferdinandshof liegt zwischen der Ueckermünder Heide und der Friedländer Großen Wiese in einem ausgedehnten Flachlandgebiet. Mehrere Entwässerungsgräben dieses ehemaligen Moorgebietes (Landgraben, Fleethgraben) vereinigen sich bei Ferdinandshof, das Wasser gelangt über die ausgebaggerte Zarow in das Stettiner Haff. Ferdinandshof liegt im östlichsten Punkt des historischen Mecklenburgs.
Zu Ferdinandshof gehören die Ortsteile Aschersleben, Blumenthal, Louisenhof und Sprengersfelde.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 1705 wurde mit der Errichtung einer Glashütte begonnen. Scharmützelhütte, wie der Ort damals hieß, war nach der Kirchweihe 1726 Mittelpunkt des noch äußerst dünn besiedelten Gebietes. Ab 1736 wurde die Kolonisation vom Generalpächter der Ämter Ueckermünde und Torgelow Christoph Ludwig Henrici forciert. Ein Jahr später erhielt das Vorwerk den Namen Ferdinandshof. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestand in Ferdinandshof ein Remontedepot, das vom Preußischen Kriegsministerium eingerichtet wurde.
1863 wurde die Gemeinde über die Zweigbahn Angermünde–Stralsund der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft an das Eisenbahnnetz angeschlossen.. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts arbeitete im Ort eine Eisengießerei, eine Mühle und ein Sägewerk. Anfang der 1960er Jahre entstanden große staatliche landwirtschaftliche Betriebe. Von 1958 bis 1962 wurde im Rahmen des sogenannten Jugendobjekts Friedländer Große Wiese weite Teile dieses Sumpfgebietes trockengelegt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert mit einem Fachwerkdachreiter liegt auf dem Friedhof außerhalb des Ortes.
- Die Heimatstube Ferdinandshof befand sich in einem Neubaugebiet im Zentrum des Ortes (Bartelstraße 1). Sie wurde 1995 eröffnet. Hier wird das bäuerliche Leben vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre anhand zahlreicher charakteristischen landwirtschaftlichen Geräte gezeigt. Seit 2002 befindet sich die Heimatstube Ferdinandshof in der Alten Schule (Schulstraße 4).
[Bearbeiten] Sport
Der erste Turnverein im Ort wurde 1906 unter dem Namen TV Jahn Ferdinandshof gegründet. Etwa 15 Jahre zuvor gab es in der näheren Umgebung wie Pasewalk, Ueckermünde, Friedland, Ducherow und Torgelow Turnvereine. Der Ferdinandshofer Richard Dorn war Mitbegründer und Leitungsmitglied im Torgelower Verein, der im Lokal Bietz am 2. November 1890 ins Leben gerufen wurde. Zu Beginn der Sporttätigkeit in Ferdinandshof gehörten 15 - 20 Turner dem Verein an, in den Teildisziplinen Turnen und Radfahren sportlich tätig waren. In dieser Zeit, am 23. August 1914, wurde das Jahndenkmal in der Pasewalker Straße enthüllt. Nach der Beendigung des Krieges wurde der TV Jahn Ferdinandshof durch die Turnfreunde neu gegründet.
Im Jahr 1924 benannte sich der Verein in VfL Ferdinandshof (Verein für Leibesübungen) um. Hermann Vetter als ein Zeitzeuge der Geschichte des Turnsports in Ferdinandshof hatte die Ehre, bei der Massenvorführung im Gräteturnen zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 1936 im Berliner Olympiastadion mitzuwirken. Nach dem Zweiten Weltkrieg konstituierte sich dieser Verein trotz vieler Bemühungen nicht mehr.
[Bearbeiten] Der Sport in Ferdinandshof nach 1945
Es hat immerhin nach Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Jahre gedauert, bis sich ein paar sportbegeisterte Männer 1947 vornahmen, in Ferdinandshof wieder Sport zu betreiben. Im Frühjahr 1947 gründeten die Sportfreunde Alfred Hagemann, Fritz Tanger und Kurt Fischer den Fußballverein. Das erste Fußballspiel fand Pfingsten 1947 in Ueckermünde statt und wurde mit 2:1 Toren gewonnen. Vorerst spielte der Verein unter der Bezeichnung Traktor, nach 1950 dann als BSG Motor beziehungsweise BSG Stahl Ferdinandshof. Bereits 1952 hatte die BSG Motor Ferdinandshof 80 Mitglieder. Bis 1965 wurde in der Sportgemeinschaft nur Fußball gespielt. Erst 1967 wurde aus der reinen Fußballgemeinschaft eine Sportgemeinschaft mit verschiedenen Sektionen. Als erste traten die Tischtennisspieler auf den Plan. 1967 als Sektion bestätigt, nahm ein Jahr später eine Männermannschaft den Punktspielbetrieb auf.
Im Jahr 1970 kam es zu einer erneuten Umbenennung der Sportgemeinschaft in BSG KIM Ferdinandshof (KIM = Kombinat Industrielle Mast). Bereits ein Jahr später wurde die Bezeichnung KIM im Namen gestrichen. Wegen der möglichen finanziellen Unterstützung im Rahmen des Landessports wurde die Sportgemeinschaft von kreislicher Seite als BSG Traktor geführt, der Vorstand hat diesen Namen aber offiziell nie bestätigt. Alle Mannschaften traten bis zur Wende unter der Bezeichnung BSG Ferdinandshof auf.
[Bearbeiten] Der Sport in Ferdinandshof nach der Wiedervereinigung
Nach dem Mauerfall und der politischen Wende, änderten sich auch im ehemaligen Kreis Ueckermünde, zu welchem Ferdinandshof gehörte, die alten Verhältnisse. Natürlich betrafen diese Einschnitte auch das alltägliche Leben, und somit auch das Vereinsleben an sich. Aus der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Ferdinandshof wurde im April 1991 der Sportverein (SV) Grün-Weiss. Derzeit spielt die erste Fussballmannschaft in der Bezirksklasse und kämpft um den Aufstieg in die Liga. Die Tischtennissportler sind mit drei Teams im Punktspielgeschehen aktiv, wobei die erste Mannschaft in der Bezirksliga antritt. In der Volleyball-Abteilung ist vor allem die gute Nachwuchsarbeit bemerkenswert und die vielen Titel auf Landesebene. Weiterhin gehören die Sektionen Badminton, Judo und eine Frauensportgruppe zur Vereinsaktivität.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Neben den landwirtschaftlichen Betrieben gibt es heute in Ferdinandshof mehrere Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe.
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Die Gemeinde liegt an der B 109 (Berlin–Greifswald) sowie an der Bahnlinie Berlin–Stralsund.
[Bearbeiten] Weblinks
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