Fereshta Ludin

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Fereshta Ludin (* 1972 in Kabul) ist eine deutsche Pädagogin afghanischer Herkunft.

[Bearbeiten] Familie

Ludin stammt aus großbürgerlichen Verhältnissen. Sie ist das jüngste von fünf Kindern einer Lehrerin und eines afghanischen Regierungsberaters und Ministers. Als sie vier Jahre alt war, wurde ihr Vater Botschafter in Bonn. Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan 1979 ging die Familie ins Exil nach Saudi-Arabien und wohnte dort in Riad. 1987 zog die Familie nach Deutschland. Ludin lebt in Schwäbisch Gmünd.

[Bearbeiten] Öffentliches Wirken

Ludin wurde seit 1998 eine Einstellung im Schuldienst des Landes Baden-Württemberg durch Behörden und Gerichte verweigert, weil sie beim Unterricht aus religiösen Gründen nicht auf das Tragen eines Kopftuchs verzichten wollte.

Sie war von 1997 bis 1999 im Vorstand der Muslimischen Jugend in Deutschland. Nach dem Kopftuchurteil unterrichtete Ludin an der staatlich anerkannten islamischen Grundschule in Berlin-Kreuzberg, wo sie sich anfänglich eine Stelle mit ihrem damaligen Ehemann teilte. Der Träger der Schule, das Islam-Kolleg e. V., wird vom Landgericht Berlin der Millî Görüş-Bewegung zugerechnet (Az.: LG Berlin 27.0.134/02).

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