Ferfried Prinz von Hohenzollern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ferfried Maximilian Pius Meinrad Maria Hubert Michael Justinus Prinz von Hohenzollern (* 14. April 1943 auf Schloss Umkirch bei Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Tourenwagen-Rennfahrer. Er entstammt der schwäbischen Linie Hohenzollern-Sigmaringen des Hauses Hohenzollern.

Ferfried Prinz von Hohenzollern

Leben[Bearbeiten]

Hohenzollern beim Rennen im Mai 1969 in Brünn mit einem BMW 1600 TI
Ferfried Prinz von Hohenzollern (1975)
Schloss Umkirch, das Geburtshaus von Ferfried von Hohenzollern

Ferfried Prinz von Hohenzollern ist der jüngste Sohn von Friedrich Viktor Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen und Margarete Carola Wilhelmine, Tochter des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. aus dem Haus Wettin und seiner Gemahlin Luise, geborene Erzherzogin von Österreich-Toskana. Papst Pius XII. war sein Taufpate.[1] Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, der Bruder des Prinzen, war der vorherige Chef des schwäbischen Hauses Hohenzollern-Sigmaringen. Sein Neffe Karl Friedrich von Hohenzollern ist das derzeitige Oberhaupt der Familie. Prinz Ferfrieds Bruder Johann Georg von Hohenzollern war von 1991 bis 1998 der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die brandenburgisch-preußischen Hohenzollern und schwäbischen Hohenzollern mit der Linie Hohenzollern-Sigmaringen haben eine gemeinsame nachweisbar bis 1061 zurückreichende Geschichte.

Ab 1966 bestritt von Hohenzollern als Privatfahrer mit eigenem BMW-Fahrzeug regelmäßige Rennen in Europa. In den 1960er Jahren gewann von Hohenzollern am Hockenheimring mit Motodrom innerhalb von zwei Jahren mehr als 25 Rennen. Aus diesem Grunde wurde er 1969 ein Mitglied des BMW-Werkteams. 1971 gewann er das zweite 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring als BMW-Werksfahrer mit einem BMW 2002 Alpina. Von Hohenzollern und Gerold Pankl lieferten sich in dem Rennen einen Dreikampf mit den beiden BMW 2800 CS von Rüdiger Faltz/Hans-Jürgen Schulte-Oversohl und Karl-Heinz Eisenschenk/Hans-Günther Stoffel.[2]

Nach 36 Jahren Abwesenheit vom aktiven Rennsport nahm er 2007 für das private Motorsport-Team Live-Strip.com Racing an der 35. Auflage dieses Rennens teil.[3][4]Als Rennfahrzeug wurde ein BMW M3 Compact benutzt. Das Team erreichte in der Klasse SP5 den dritten Platz. Von Hohenzollern konnte während seiner Rennfahrerkarriere rund 50 Erfolge erzielen. Durch ihn kam sein kaum jüngerer Neffe Leopold von Bayern aus dem Haus Wittelsbach ebenfalls zum professionellen Rennsport.[5]

2004 machte von Hohenzollern seine bis zum November 2006 andauernde Beziehung zu Tatjana Gsell über die Medien öffentlich. Ab dem 8. Mai 2006 strahlte der Privatsender RTL II die Doku-Soap Tatjana & Foffi - Aschenputtel wird Prinzessin aus. Beim Fernsehsender tv.gusto premium moderierte er als Co-Moderator zusammen mit Birte Karalus die Sendung Royal Dinner.

Ehen und Kinder[Bearbeiten]

In erster Ehe heiratete er am 21. September 1968 auf Schloss Sigmaringen Angela von Morgen (* 11. November 1942), Tochter von Ernst von Morgen und Margarethe geb. Gräfin von Görtz. Die Ehe wurde 1973 geschieden; von Morgen heiratete 1979 in zweiter Ehe den Schauspieler Fritz Wepper. Aus der Ehe von Hohenzollerns gingen zwei Kinder hervor:

  • Valerie-Alexandra Henriette Margarethe (* 10. April 1969) ⚭ 1993 Peter Brenske (* 1955)
  • Stefanie Michaela Sigrid Birgitta (* 8. Mai 1971) ⚭ 1996 Hieronymus Graf Wolff Metternich zur Gracht (* 1955), ∞ Martin Haag (* 1960)

In zweiter Ehe heiratete er am 7. April 1977 Eliane (* 4. Mai 1947), Tochter von Hans Etter und Irmgard Zosso. Die Ehe wurde 1987 geschieden. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:

  • Henriette Annabelle Gabriele Adrienne (* 26. März 1978)
  • Moritz Johannes Axel Peter Meinrad (* 5. Mai 1980).

Im Jahr 1999 heiratete er in dritter Ehe Maja Synke Meinert (*1971). Die kinderlose Ehe wurde Anfang März 2007 geschieden.[6]

Wichtige Rennerfolge[Bearbeiten]

  • 16. Juni 1968, Hockenheim Grand Touring, Porsche 911 T, erster Platz
  • 23. Juni 1968, Deutsche-Automobil-Rundstrecken-Meisterschaft Mainz-Finthen, Porsche 911 T, erster Platz
  • 18. August 1968, Grand Prix Brno (Tschechoslowakei), Porsche 911, dritter Platz
  • 8. September 1968, Deutsche-Automobil-Rundstrecken-Meisterschaft Ulm-Laupheim, Porsche 911 T, dritter Platz
  • 25. Mai 1969, Grand Prix Brno (Tschechoslowakei), BMW 1600, dritter Platz
  • 31. August 1969, European Touring Car Challenge Zandvoort (Niederlande), BMW 1600, vierter Platz
  • 27. Juni 1971, 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (Nordschleife), BMW 2002 Alpina, erster Platz[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Moritz Prinz von Hohenzollern: Chili Royal. Das Kochbuch zweier Prinzen. Pichler, Wien 2008, ISBN 978-3-85431-462-2.
  • mit Moritz Prinz von Hohenzollern: Die Küche der Prinzen. Raffiniertes für Feinschmecker. Avantgarde Edition in Verlagsgruppe Styria, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-9901100-5-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur Herkunft, welt.de, 28. Dezember 2006
  2. 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Jahr 1971
  3. Offizielles Gesamtergebnis des 35. ADAC Zurich 24h-Rennens (PDF-Datei; 174 kB), adac.24h-rennen.de, 20. Juni 2007
  4. automobilsport.com zum Rennen auf dem Nürburgring 2007
  5. Königliche Hoheit am Lenkrad, Braunschweiger Zeitung vom 22. Juni 2009
  6. diverse Meldungen der Boulevard-Presse, siehe z.B. Starportrait bei GQ
  7. BMW Erfolge am Nürburgring